Amazon Fresh: Konsumenten noch skeptisch

Amazon Fresh Amazon Fresh
Bild: Pressebild

Eine neue Studie zeigt: So ganz trauen die Kunden Amazon als Lieferant von frischen Lebensmitteln noch nicht über den Weg. Topseller sind bis jetzt Süßwaren und Schokolade, berichtet die Zeitschrift LEBENSMITTELPRAXIS.

Mit der Trend Evaluation „Shopper Insights amazon fresh eFood 2018“ hat Mafowerk untersucht, welches Potenzial es für Amazon Fresh in Deutschland gibt. Befragt wurden in einer Zielgruppen-Onlinestudie insgesamt 2.000 Shopper. Zum einen wurde das Einkaufsverhalten derjenigen Kunden beleuchtet, die den Service bereits nutzen. Zum anderen wurde auch die Kaufbereitschaft und die Einstellungen der Amazon Prime- und (ausschliesslichen) Amazon-Nutzer in Bezug auf Amazon Fresh untersucht, also der unmittelbaren potenziellen Zielgruppen. Mit teils überraschenden Ergebnissen.

Süßwaren und Kaffee sind die meistgekauften Lebensmittel-Kategorien in Amazon Fresh. Damit liegen länger haltbare Warengruppen auf den vordersten Plätzen, während Frisch-Warengruppen im Ranking nur hintere Ränge belegen: Frisches Obst bzw. Gemüse wurde noch von gut jedem dritten Kunden gekauft und belegt Rang 7 im Warengruppen-Ranking.

Laut Amazon fresh stimmt das jedoch nicht. Gegenüber top agrar stellte das Unternehmen klar: "Die meisten Einkäufe unserer Kunde enthalten frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Molkereiprodukte. Zu den am häufigsten gekauften Artikeln gehören Bio-Salatgurken, Bananen, Joghurtprodukte und Fruchtsäfte. Absoluter Bestseller sind Bio-Eier."

Frische Wurst, frisches Fleisch und vor allem frischer Fisch werden bei Amazon Fresh allerdings noch deutlich weniger gekauft, berichtet LEBENSMITTELPRAXIS unter Berufung auf die Umfrage weiter. Frischer Fisch sogar nur von knapp 15 Prozent der befragten Amazon Fresh-Kunden.

Als Haupt-Barrieren für eine Teilnahme werden neben grundsätzlichen Bedenken gegenüber einem nicht-haptischen Kauf von Lebensmitteln sehr stark auch monetäre Gründe vorgebracht. Schließlich müssen Amazon-Nutzer sogar zwei kostenpflichtige Teilnahmegebühren-Hürden erklimmen, um den Service nutzen zu können, was ganz klar als ein wesentlicher Nachteil gesehen wird.

Von vielen Befragten wird aber nicht zuletzt auch die grundsätzliche Kompetenz von Amazon angezweifelt, was die Themen „Lebensmittel“ und vor allem auch „Frische“ angeht. Oder wie es eine Einzelstimme drastisch ausdrückt: „Amazon soll das machen, wovon sie Ahnung haben, aber doch nicht mit Lebensmitteln handeln“.

Lesen Sie mehr

Leserkommentare Kommentieren

Es gibt noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste. Wir freuen uns über Ihre Meinung!

Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren