BaWü: Runder Tisch diskutierte über Schutzzonen für den Wolf

Franz Untersteller Franz Untersteller betonte, wie wichtig die Tierhaltung im Land für die regionale Erzeugung hochwertiger Lebensmittel und für den Erhalt und die Entwicklung der einzigartigen Kulturlandschaft sei.
Bild: www.franz-untersteller.de

Am Montag hat in Stuttgart zum ersten Mal der gemeinsam von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium organisierte Runde Tisch zur Tierhaltung in Naturschutz und Landschaftspflege getagt. Thema dieses und der weiteren treffen ist die Rückkehr des Wolfes.

„Wir nehmen die Sorgen der Weidetierhalter sehr ernst. Uns geht es um eine Diskussionskultur, die sich an der Sache orientiert“, sagten Umweltminister Franz Untersteller und Landwirtschaftsminister Peter Hauk zum Auftakt. Momentan brenne den Weidetierhaltern die Frage unter den Nägeln, ob und wie ein Nebeneinander von Weidetierhaltung und Wolf in unserem überwiegend dicht besiedelten Land möglich ist. „Wir prüfen alle dem Land zur Verfügung stehenden Mittel, Weidetiere bestmöglich vor Wolfsübergriffen zu schützen und die Zukunft der Familienbetriebe zu sichern“, erklärten die beiden Minister hierzu. Mit der Ausweisung der ‚Förderkulisse Wolfprävention‘ vor einigen Tagen sei bereits ein wichtiger Schritt getan.

Von Seiten der Verbände sei die Ausweisung spezieller Schutzzonen für die Weidewirtschaft gefordert, in denen die erforderliche Ausnahmegenehmigung für das Töten eines Wolfs leichter zu erlangen sei. Auch haftungsrechtliche Fragen im Falle des Ausbrechens einer Herde nach einem Wolfsangriff seien zu klären.

Einigkeit besteht bei allen Teilnehmern des runden Tisches, dass die Rückkehr des Wolfes die Weidetierhaltung in Baden-Württemberg noch stärker als bisher unter Druck bringen wird. „Die Ertragslage der Branche ist unbefriedigend und bürokratische Restriktionen sind vielfältig“, sagten Hauk und Untersteller. Gesellschaft und Politik seien gefordert, die Nutztierhalterinnen und -halter bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen nach Kräften zu unterstützen.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Lars Henken · 1.
    Lasst euch nich für dumm verkaufen

    Liebe Tierhalter in BaWü, wir Niedersachsen haben den ganzen Spaß schon durch. Es wird viel geredet und diskutiert, man winkt mit Förderung und Entschädigung, die aber vorne und hinten nicht reichen und deren Anforderungen ständig verschärft werden. Man tut so, als würde man sich interessieren und für den Schutz der Weidetiere einsetzen. In Wirklichkeit geht es nur darum die Weidetierhalter ruhig zu halten, bis sich der Wolf etabliert hat und dann zuckt man mit den Schulter und und schiebt den schwarzen Peter zur EU. Kein Politiker bezieht wirklich Position gegen den Wolf, weil alle Angst haben von den Tierschützern gesteinigt zu werden. Man stellt Wolfsexperten und Wolfsberater an, die dann ein Monitorring umsetzen und DNA-Proben ziehen, auf die man 6 Monate warten muss. Was den Wolf angeht, so habe ich jegliches Vertrauen in die Politik verloren. Ich denke in BaWü wird es auch nicht anders lauf wie bei uns.

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Schutzzonen für den Wolf????????

    Die einzigen Schutzzonen für den Wolf die gesellschaftlich akzeptierbar sind, sind doch eh schon vorhanden. Das sind die Tierparks in denen sie sicher hinter 2 Meter hohen Zäunen zum Schutz der Umwelt vor ihnen verwahrt sind. Mörder und Verbrecher läßt man ja schließlich auch nicht frei herumlaufen. Wobei, mittlerweile muß man ja eher sagen: "möchte man meinen". Beim Menschen ist es aber so, das man es ihm ja nicht ansieht. Beim Wolf weiß man aber definitiv das dieser für die Lebewesen in seinem Umfeld tödlich ist.

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