Biokreis-Betrieb erlebt massive verbale Attacken von Rechts

Foto Dieses Foto auf der Facebookseite des Hofes löste die massiven Anfeindungen aus
Bild: Nicole Denk

Zwei Landwirte aus Gumpen hatten am 2. Oktober mit einem Plakat an ihrem Schlepper mit der Botschaft "NEIN zur AfD / #wirsindmehr“ gegen eine Veranstaltung der Partei in der Reichenberghalle in Reichelsheim in Hessen demonstriert. Daraufhin erhielten Sie übele Anfeindungen via Facebook.

Nicole Denk und Gerd Arras vom Biokreis-Betrieb Hardthof hatten ihren Schlepper auf den Parkplatz vor den Veranstaltungsort gestellt und das Foto auf ihrer Facebook-Seite „BIO Milchautomat Hardthof“ geteilt. Kurz darauf wurde der Betrieb auf Facebook massiv angefeindet. Im Sekundentakt wurden unter dem Foto Hasskommentare, Beleidigungen, Drohungen und Aufrufe zum Boykott der hofeigenen Milchtankstelle auf der Seite gepostet. Viele der Kommentatoren vertraten eindeutig rechtes Gedankengut, berichtet der ökologische Anbauverband Biokreis, der sich mit den beiden Mitgliedern solidarisiert.

Wie Biokreis weiter mitteilt, stelle man sich klar gegen jede politische Hetze und Anfeindung. „Wir sind bestürzt darüber, was Nicole Denk und Gerd Arras erlebt haben“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer. „Es gibt keine Rechtfertigung für solch menschenverachtendes Verhalten. Jedem ist freigestellt, seine Meinung zu äußern, aber das muss mit Respekt und Anstand geschehen.“

Die deutsche und die internationale Öko-Bewegung und damit auch der Biokreis trete gemeinsam für eine Gesellschaft ein, die weltoffen ist, Toleranz lebt und in der jeder Mensch mit Respekt behandelt wird, heißt es.

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14 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Jeder darf seine Meinung sagen

    egal ob er für oder gegen AfD oder sonstige Parteien ist. Hasskommentare, Beleidigungen und Drohungen sind von jeder Seite, gegen jede Meinung fehl am Platze und zeigen nur eine mangelnde Diskussionskultur bei den Absendern an. Niemand muss die AfD oder die Linken oder die Grünen mögen, jeder hat Angriffspunkte, die man argumentativ aufarbeiten kann und muss, ohne dass es ausartet.

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  2. von Petra Hoffmann-Hochhardt · 2.
    Bedenkliche Entwicklung

    Ich kann mich seit geraumer Zeit und nicht nur bei diesem Thema des Eindrucks nicht erwehren, dass hier bei TA mindestens ein AFD-Troll unterwegs ist. Das wird auf Dauer die "Diskussion" nicht bereichern, eher veröden, wenn diese weiterhin so einseitig und offensichtlich parteipolitisch geprägt geführt wird.

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  3. von Christian Kraus · 3.

    Es sieht so aus als ob hier einige Afd-Freundliche Kommentatoren unterwegs seinen. Wenn sie der Meinung sind die Afd sei das Richtige dann ist es halt so und es steht ihnen auch zu diese Meinung haben zu dürfen. Aber dann sollte es eigentlich auch selbstverständlich sein das sie die Meinung von Afd-Gegnern auch zu respektieren haben anstatt gleich von Provokation und Hetze zu reden. "Leben und leben lassen!" Es ist mir egal wie viele den Daumen runter drücken werden das ist trotzdem meine Meinung

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  4. von Heinrich Esser · 4.

    Unter "#wirsindmehr" distanziert man sich zwar von der AfD, aber mit linkem Hass und Hetze hat es auch nichts zu tun. Es sind immer Idioten dabei, die solche Aktionen als Aufruf sehen, ihrer radikalen Gesinnung Ausdruck zu verleihen, egal ob links oder rechts. Unter dem o.g. Hashtag war das aber definitiv nicht beabsichtigt, wenn 65.000 friedlich sind und ein paar Deppen das ausnutzen wollen, sollte man vermeiden alle über einen Kamm zu scheren. Ob Feine Sahne Fischfilet die richtige Auswahl als Band war, mag ich zu bezweifeln. Alles in Allem ist die Kritik an AfD ist absolut berechtigt und die Position der beiden Landwirte nachvollziehbar.

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  5. von Wilhelm Gebken · 5.
    Sehr geehrter Herr Rudolf Rößle, ich stimme ihnen vollständig zu.

    Wenn ich die AfD richtig verstanden habe, will diese auch gar nichts Anderes erreichen. Lehrer sollen die Schüler zum eigenständigen kritischen Denken anleiten. Die Schüler sollen ihre eigene, auf Fakten basierende Meinung vertreten können und dürfen. Das ist Demokratieunterricht. Allerdings sind der AfD wohl sehr viele Fälle bekannt geworden, in denen die Lehrer eine bestimmte Meinung vorgeben. Das ist nicht korrekt. Weder pro AfD noch gegen AfD.

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  6. von Rudolf Rößle · 6.
    Diktatorische Züge

    Lieber Herr Gebken, Jeder Lehrer und jeder Bauer hat ein politisches Bild. Das mit dem T-Shirt ist dämlich. Wie gesagt Provokation ist nicht angesagt, wenn man demokratiefreundlich ist. Über Fakten und Aussagen die Personen körperlich und geistig getätigt haben darf aber berichtet werden. Grundwerte unserer Demokratie sind Pflicht im Unterricht.

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  7. von Wilhelm Gebken · 7.
    @Rudolf Rößle: Die Portale der AfD heißen "Neutrale Schulen"

    Die AfD erklärt dazu: "In Wahrheit sind die Online-Portale in Berlin, Brandenburg, Hamburg oder Niedersachsen unbedingt notwendig, weil in vielen Schulen von Lehrern nur noch ein einseitiges links-grünes Weltbild verbreitet und geduldet wird. Dieses undemokratische Meinungsklima gilt es zu durchbrechen. Lehrer, die mit ‚Fuck AfD´-T-Shirt unterrichten, haben in Schulen nichts zu suchen. Durch unsere Portale wird zudem kein Lehrer an einen öffentlichen Pranger gestellt. Sie sind vielmehr eine Chance, Missstände nachhaltig zu beseitigen. Denn viele Eltern haben Angst, dass eine lehrerkritische Meldung bei der Schulleitung oder deren vorgesetzter Behörde Nachteile für ihr Kind nach sich zieht. Dieser höchst bedenkliche Umstand hat in der Tat diktatorische Züge, denen wir mit unseren Portalen entgegentreten. Unser Ziel ist, dass alle Lehrer politisch neutral, objektiv und ohne linke Schlagseite und AfD-Hass unterrichten.“

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  8. von Rudolf Rößle · 8.
    Kommentare

    im Internet nur noch mit Klarnamen in allen Foren veröffentlichen. Wer nicht sachlich argumentiert und mit Anstand braucht im Internet keine Meinung melden. Die AfD hat eine app herausgebracht, in dem Schüler melden sollen, wenn kritisch über sie gesprochen wird. Wer zu solchen Mitteln und noch viel mehr greift ist sich bewusst, dass sie nicht gerade stabil auf eine funktionierende Demokratie einwirkt. Opposition der unschönen Art, und da gehört sie hin. Eine Demonstration muss friedlich sein und die Dinge klar benennen ohne Provokation .

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  9. von Paul Siewecke · 9.
    Kernsatz des Artikels...

    „Es gibt keine Rechtfertigung für solch menschenverachtendes Verhalten. Jedem ist freigestellt, seine Meinung zu äußern, aber das muss mit Respekt und Anstand geschehen.“ Mehr gibts dazu nicht zu sagen!

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  10. von Tobias Rausch · 10.
    Wo ist das Problem?

    Wer "frei" seine Meinung äußern will, muss mit Reaktionen rechnen. Sie haben es doch offensichtlich auch provozieren wollen. So einfach ist das doch oder nicht? Ich persönlich habe nichts dagegen was sie auf das Plakat geschrieben haben, es ist ihr Gedankengut und ich möchte sie weder bekehren oder sonst was. Kann sich doch jeder selber schlau über AFD oder ganz besonders interessant die Wirsindmehr Demo machen (auf YouTube zu finden). Jetzt möchte ich meine Meinung frei äußern, es ist absolut zu verabscheuen was die Politik da propagiert hat und wie auf der Demo gefeiert wurde. Was dort vermittelt wurde ist unfassbar und wie meiner Meinung nach auch der Geisteszustand der feiernden Menschen dort. Aber wie gesagt selber schlau machen, denn die alternativen Medien steuern uns seit knapp hundert Jahren!

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  11. von Wilhelm Gebken · 11.
    Drei Kommentare mit identischer Denkrichtung. Weitgehende Zustimmung aber auch ablehnende Bewertungen.

    Ich hätte gerne die Gründe für die Ablehnung der hier geäußerten Meinungen erfahren. Oder ist es wieder einmal so, dass, wenn grün/links bei der Meinungsmanipulation erwischt wird (ich habe mir die Internetseite "Biokreis.de" mit ihren Stereotypen angesehen), diese solange in der Versenkung verschwinden, bis sie eine neue Gelegenheit zum Draufhauen finden? Es würde sich wieder einmal bestätigen, dass eine echte, an Fakten orientierte demokratische Debatte mit diesen Leuten unmöglich ist. Da sympathisiert man schon lieber mit Leuten, die mit Steckbriefen nach Polizeibeamten "fahnden", die in rechtmäßiger Ausübung ihres Dienstes auch mal gegen linke "Aktivisten" vorgehen.

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  12. von Michael Behrens · 12.
    Wenn man in den Wald ruft!

    Das Plakat am Schlepper ist selbst hetzerisch! "#wir sind mehr" steht für eine Bewegung gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit! Vllt hätten sie das rauf schreiben sollen? Aber sie schreiben "Nein zur AFD"! Und damit wird suggeriert das die AFD rassistisch ist! Und das ist sie nicht! Es ist eine Demokratische Partei! Es muss nicht gefallen, aber so ist Demokratie! Letzendlich haben die beiden Bauern sich verführen lassen von dem aktuellen Trend gegen die AFD aktiv zu werden, die Medien sind daran auch nicht unschuldig! X Zitate von AFDlern wurden und werden aus dem Kontext gezogen, Wahrheiten verdreht oder nicht berichtet!

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  13. von Wilhelm Gebken · 13.
    Ich wundere mich doch sehr

    Das obige Bild zeigt eindeutig den hashtag "#Wir sind mehr". Das bedeutet, Nicole Denk und Gerd Arras vom Biokreis-Betrieb Hardthof distanzieren sich zwar von der AfD was legitim ist, gleichzeitig aber positionieren sie sich unter dem obigen hashtag und geben damit zu verstehen, dass sie linken Hass, linke Hetze und linke Aufrufe zur Gewalt gegen Andersdenkende unterstützen. Über die Reaktionen, auch die nicht zu tolerierenden, müssen die beiden sich in dieser aufgeheizten Stimmung wirlich nicht wundern. Nur mal so als Kostprobe welche Gesinnung sich unter "#Wir sind mehr" wirklich verbirgt: „Die Bullenhelme – sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein …“ oder „Die nächste Bullenwache ist nur einen Steinwurf entfernt“. (gesungen von der linken Band FeineSahne Fischfilet in Chemnitz). Dazu ein erhellender Link: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kommunistischer-kult-tanzte-in-chemnitz-ich-ramm-die-messerklinge-in-die-journalistenfresse-antifaschistische-songs-gegen-rechte-gewalt-a2628842.html. Übrigens: Der italienischen Schriftssteller Ignazio Silone wird mit folgender Warnung (1944) an uns alle zitiert: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»". Im Gegensatz zum "ökologische Anbauverband Biokreis" werde ich mich keinesfalls mit dem hashtag "#Wir sind mehr" solidarisieren. Das Leben und die körperliche Unversehrtheit unserer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sind mir wichtiger, mit denen solidarisiere ich mich!

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  14. von Gerhard Steffek · 14.
    Wer mit einem Finger auf andere zeigt -

    zeigt immer mit dreien auf sich. Somit - wer glaubt austeilen zu können muß auch einstecken können, ansonsten sollte er es lieber bleiben lassen. Ich möchte hiermit nicht jede Reaktion auf diese Aktion für gut heißen, aber wenn sie geglaubt haben das sie sich einfach so hinstellen können und ihre Meinung ohne Gegenreaktion kundtun zu können dann finde ich so etwas ziemlich blauäugig. Keine Aktion ohne Reaktion ist doch wirklich schon ein uralter physikalischer Lehrsatz. Wie Sepp Brunnbauer gesagt hat, so sollte es jedem freigestellt sein seine Meinung vertreten zu können. Hier sollte auch der alte Satz gelten: "Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem andern zu". Behandle jeden so, wie du behandelt werden willst! Das vermisse ich allerdings sehr ausgerechnet bei unserer linksgrünen Klientel, die gerne kräftig austeilt aber Mimöschen spielt wenn es darum geht einzustecken.

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