COPA-COGECA: Aufstockung des EU-Haushalts OK, nicht aber Kofinanzierung der Direktzahlungen

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Der Dachverband der EU-Landwirte und -Genossenschaften, COPA-COGECA, äußerte seine volle Unterstützung für den Appell des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker an die Mitgliedstaaten, deren Beitrag zum EU-Haushalt auf über 1% des Bruttonationaleinkommens anzuheben.

"Wir begrüßen die Nachricht, dass EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger und Präsident Juncker es unterstützen, frisches Geld zur Finanzierung der neuen Herausforderungen der EU bereitzustellen und die durch den Brexit verursachte Lücke im Haushalt zu stopf en. Eine Anerkennung der positiven Auswirkungen und des Mehrwerts der EU-Kohäsionspolitik und der GAP muss mit einer angemessenen Finanzierung einhergehen", sage Pekka Pesonen, Generalsekretär von COPA-COGECA.

Die Interessenvertretung ist der Ansicht, dass die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis stehe, da sie nicht nur für eine Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sorge, sondern auch für den Erhalt ländlicher Gebiete, indem sie Wachstum und Arbeitsplätze fördere und die Umwelt bewahre. Dies sei auch in einer aktuellen Studie der Weltbank anerkannt worden, welche die positiven Auswirkungen der GAP im Hinblick auf Armutsbekämpfung und die Schaffung besserer Arbeitsplätze für Landwirte in der ganzen EU aufgezeigt habe.

"Es ist von großer Bedeutung, die Vorteile des Binnenmarktes zu verteidigen und in der zukünftigen GAP gemeinsame Regeln für gemeinsame Ausgaben in der EU aufrechtzuerhalten. Es ist eindeutig, dass die GAP im Vergleich zu einer Summe nationaler Ausgaben die bessere und effizientere Art und Weise darstellt, Geld auszugeben. Wir lehnen demzufolge jegliche Kofinanzierung der Direktzahlungen an die Landwirte in der Ersten Säule der GAP ab", so Pesonen.

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