Facebook sperrt Bauernblog, lässt Hetzpost von Animal Peace aber online

„Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“ „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“
Bild: Facebook

Weil sich die Landwirte der Facebookseite „Bauernwiki – Frag doch mal den Landwirt“ auf ihrer Facebookseite über einen Post des radikalen Tierschutzvereins Animal Peace geärgert haben, hat Facebook den Account der Landwirte vorübergehend gesperrt. Der Eintrag von Animal Peace, wo sich die Tierschützer über die schweren Verletzungen eines Landwirtes freuen, die ihm eine Mutterkuh zugefügt hat, ist dagegen weiterhin online.

Der Originaltext von Animal Peace lautet:

„Wieder ist eine Heldin aus unserer Mitte aufgestanden. Eine Kuh hat im Saarland ihren Sklavenhalter angegriffen und schwer verletzt, als dieser ihrem neugeborenen Kind einen Judenstern anbringen wollte. Wir verneigen uns vor der Heldin und tapferen Mutter. Mögen viele weitere Rinder in den Aufstand der Geknechteten folgen.“

Nadine Henke, Markus Holtkötter und andere Bauern von „Frag den Landwirt“ stellten daraufhin auf ihrem Kanal die Frage, ob Tierrechtler automatisch Menschenhasser seien. „Animal Peace ergötzt sich erneut auf widerliche Weise an einem von einem Tier verletzten Landwirt. Animal Peace ist letztendlich nur die Spitze des Eisbergs. Alle anderen Tierrechtsorganisationen wie z. B. PeTA, ARIWA, Soko Tierschutz usw. tragen es nicht ganz so nach draußen. Diese Vereine werden steuerlich begünstigt, weil sie als gemeinnützig anerkannt werden.“

„Was Animal Peace als gemeinnützig anerkannte Tierrechtsorganisation aus dem Unfall macht, ist an Geschmacklosigkeit für mich kaum zu überbieten“, schimpft Nadine Henke. „Wir sind der Meinung, dass deren Gemeinnützigkeit dringend von den zuständigen Stellen überprüft werden sollte. Aber das ist noch eine andere Sache.“

Doch anstatt einer Löschung des empörenden Eintrags von Facebook traf es die Bauern. Ihr Beitrag wurde entfernt und die Seite deaktiviert. Dementsprechend fassungslos sind die Berufskollegen nun. 

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Thilo Frankfurth · 1.
    Facebook

    Hallo, ihr habt die Möglichkeit die Seite der Tierschutzorganisation zu melden! Je mehr das Melden, desto eher haut Facebook die raus! Also, Feuer frei!!!

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  2. von Karl Watermann · 2.
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar! "

    Grundgesetz Paragraph 1 gilt für Bauern wohl nicht mehr! Animal Peace ist aus meiner Sicht ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Wer auf so eine Art gesellschaftliche Gruppen herabsetzt, der gehört als Verein verboten und nicht noch als gemeinnützig gefördert.

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  3. von Reinhard Matzat · 3.
    Mit "nun las das doch mal bitte" werden wir nicht weiter kommen...

    So wird das Ergebnis aussehen wenn die Politik das posten von Fake News unter Strafe stellt. Wer von den Entscheidern soll erkennen können was richtig oder falsch ist? Wer am aggressivsten und lautesten schreit wird wohl gewinnen.

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  4. von Henrik Plaas-Beisemann · 4.
    Unglaublich

    Der Text von Animal Peace stellt aus meiner Sicht eine Relativierung der Schoah dar. Hier sollte Face Book eingreifen. Ich bin der Ansicht, dass sollte strafrechtlich verfolgt werden.

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  5. von Wilhelm Bee · 5.
    Fazit:

    Bauern hassen und verhöhnen, ist in Deutschland als "gemeinnützig" anerkannt! Dabei kommt in diesem Fall der Tierhalter nur einer Auflage nach, wenn er dem Kalb die Ohrmarke einzieht. Vielleicht wendet sich AP, im Interesse der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit des Kalbes, an das Ministerium. Schließlich fördert und fordert die Politik die Einmischung der NGO´s, bei Fragen der landwirtschaftlichen Praxis.

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  6. von Paul Maier · 6.
    Was muss noch alles passieren

    bis bei solchen hetzerischen Organisationen endlich die geltenden Gesetze angewandt werden, da deren Verhalten eigentlich für ein Verbot ausreichend sein müsste. Dass diese Vereine immer noch als gemeinnützig eingestuft sind und damit ihren Spendern ermöglichen, dem Staat legal Steuern zu verweigern, indem sie das Geld z.B. Animal Peace und anderen zustecken, ist unbegreiflich und wohl nur in Deutschland möglich. Zum vorliegenden Fall ist anzumerken, dass Facebook als eigentlich unbeteiligte Instituion die Hetze von Animal Peace stehen ließ während sie den Account verärgerter Bauern sperrten. Das zeigt doch nur wie weit die Unterwanderung unserer Gesellschaft durch solche radikalen Gruppen schon fortgeschritten ist. Dass mittlerweile schon der US Konzern Facebook davon betroffen zu sein scheint, das überrascht dann aber doch. Dabei hatte Facebook auf Druck der Politik eigentlich zugesichert, keine Hetzkommentare mehr zu dulden. Von diesem Schutz sind aber Bauern wohl bewusst ausgenommen.

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  7. von Jan Peter · 7.

    Pressefreiheit Meinungsfreiheit in einer Demokratie nennt man das. Diktatur lässt grüßen. Soll sich nur mal keiner über Erdogan aufregen. Hier sind wir doch bald genauso weit.

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  8. von Bernhard Barkmann · 8.

    In der Auseinandersetzung mit Tierrechtsorganisationen sollten alle Bauern an einem Strang ziehen! Der Entzug der Gemeinnützigkeit ist eigentlich nur eine Mindestforderung. Einige sind so menschenverachtend, dass sie eigentlich in unserer demokratischen Grundordnung kein Existenzrecht haben. Hier sollte man klare Kante haben und nicht auch noch mit diesen Organisationen zusammenarbeiten und diese als Partner für die zukünftige Entwicklung der Landwirtschaft ansehen. Das ist für mich ein Holzweg!

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