Greenpeace beklebt Lidl-Fenster mit Schweinestallfotos

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Bild: Greenpeace Hamburg

Greenpeace-Aktivisten haben am vergangenen Freitag in Hamburg die Schaufenster einer Lidl-Filiale mit Fotos eines Schweinestalls beklebt. Die Tierrechtler wollen so auf eine „grausame Tierhaltung für die Billigfleisch-Produktion“ aufmerksam machen.

Laut der Hamburger Morgenpost erklärt Greenpeace, dass die intelligenten Schweine statt Auslauf und Stroh zum Wühlen meist nur dreckige Spaltenböden zur Verfügung hätten. Mehr als 90 % aller Schweine würden in Deutschland bei der Aufzucht von Industriefleisch so gehalten, hieß es. Schweine würden nicht artgerecht gehalten und nach nur wenigen Wochen in den Regalen von Discountern landen.

Die Greenpeace-Leute spielten vor der Lidl-Filiale anschließend die Geräuschkulisse aus einem Schweinestall ab und erklärten Verbrauchern, dass Schweine in engen, dunklen Ställen vegetieren und in ihrer Qual erbärmlich quieken würden.

Ein weiterer Kritikpunkt sei, dass die Verbraucher derzeit kaum etwas über die Herkunft des Fleisches im Supermarkt erfahren würden. Zahlreiche Siegel wie der Aufdruck „Initiative Tierwohl“ sind laut Greenpeace täuschend. Erstens würde nur ein Bruchteil des Fleisches aus besserer Haltung stammen –zweitens seien die Kriterien zwar besser, würden aber trotzdem gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

"Info steht doch groß und deutlich auf Verpackungen!"

Mit Unverständnis reagiert die Initiative Tierwohl auf die Greenpeace-Behauptung, die Kundeninformation der Initiative auf den Verpackungen von Fleischprodukten täusche den Verbraucher, da nicht notwendigerweise auch Fleisch aus Tierwohl-Betrieben in der Verpackung sei. „Das steht groß und deutlich in unserer Kundeninformation. Sie informiert den Verbraucher, dass er durch den Einkauf die Initiative Tierwohl unterstützt, nicht aber notwendigerweise ein Produkt aus Tierwohl-Fleisch erhält. Deutlicher kann man es doch gar nicht sagen“, so Dr. Patrick Klein, Pressesprecher der Initiative Tierwohl.

„Außerdem ist die Initiative kein Produktsiegel. Das haben wir oft betont. Wir fördern Landwirte, die über das gesetzliche Mindestmaß hinaus etwas für ihre Tiere tun wollen – und das in der Breite. Dabei handeln wir selbstverständlich im Einklang mit den einschlägigen rechtlichen Verordnungen. Anderes zu behaupten ist unsachlich und populistisch.“

Greenpeace Aktion Foto: Greenpeace Hamburg

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Josef Doll · 1.
    Würde ich das machen

    Hätte ich eine Klage wegen Verschandelung des Kaufhauses, Nötigung, und noch vielem Mehr am Hals !! Es gibt allso doch zwei rechtliche Auffassungen !!! Greenpace , WWF, Nabu und Co und ihr Ploitisches Sprachrohr "DIE GRÜNEN" sind auf einem Sockel die das Recht auf ihrer Seite gepachtet haben Das sehen zumindest 25 -40 % der Bevölkerung so . Bei den Juornalisten sind es bestimmt 70 % von vorherein dieser Meinung . Das heißt allso es gibt defakto einen Heiligenschein für die Grünen und ihrer Lobyisten !!! Und alle anderen Schweigen oder trauen sich nicht vor dem Schitstorm den Sie in Netz auslösen selbst wenn die Wahrheit geschrieben wird . Nun stimmt ja eigendlich wenn ich für mich bin bestimme ich die WAHRHEIT !!

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  2. von Hubert Dabbelt · 2.
    Altmodisch

    Nuja Herr Steffek, das ist vielleicht altmodisch, aber ich finde der Staat sollte das Gewaltmonopol behalten. Oganisationen und Personen die meinen sie könnten den vermeindlichen Willen des Volkes, mit Sachbeschädigungen, Einbrüchen und ähnlichem durchsetzen, sollte unsere Gesellschaft nicht dulden.

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  3. von Stefan Lehr · 3.
    Und wieder einmal ...

    ... hat Greenpeace die ungeteilte Aufmerksamkeit des Volkes errungen. Diese Aktion wird wieder viel neues Geld in die Vereinskasse spuelen, egal ob die Behauptungen wahr und fundiert sind, oder nicht. Leider spielt die Justuiz in immer zunehmenderen Mass diesen Organisationen in die Haende mit der Legalisierung derartiger Aktionen. Fremde Schaufenster bekleben ist und bleibt Sachbeschaedigung. Wenn ich das machen wuerde haette ich schon morgen Post von der Staatsanwaltschaft. Armes Deutschland!

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  4. von Gerhard Steffek · 4.
    Volkszorn?

    Das ist nicht Volkszorn, sondern Volksverhetzung. Mit ihrer Argumentation betreiben sie doch nichts anderes als billige Demagogie! Es ist natürlich schon traurig, daß solche Bilder überhaupt zustande kommen können. Aber wenn ich bedenke, daß zu meiner Berufsschulzeit die Tiere nur auf ihre Grundbedürfnisse reduziert und solche Ställe dann als das "Non-Plus-Ultra" der "modernen Tierzucht" dargestellt wurden, dann wundert es mich nicht. Hier Schuldzuweisungen zu machen ist da mehr als billig. Denn schließlich waren dies alles Entwicklungen ihrer Zeit und nach "besten Wissen und Gewissen" gemacht. Jeder Bauer sollte bei dieser Aktion den Spieß umdrehen. Diese Mißstände zu leugnen wäre grundlegend falsch. Hier ist es klüger, auf die Ursachen hinzuweisen (damalige "Forschungsergebnisse", wissenschaftliche Erkenntnisse und Ansichten, Förderzwänge), gleichzeitig mit dem Hinweis, daß auch der Verbraucher in der Pflicht steht. Will dieser mehr Tierwohl, muß er auch bereit sein mehr zu zahlen.

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  5. von Werner von Seht · 5.

    Anmerkung der Redaktion:
    Gelöscht, bitte keine deartigen Vergleiche

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  6. von Hubert Dabbelt · 6.

    So geht man hier mit fremden Eigentum um. Links grün macht es möglich das am Tag sowas mögich ist. Wie nennen die das ?Volkszorn?

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