Großprojekt Internet of Food & Farm gestartet

Internet of Food & Farm 2020 Internet of Food & Farm 2020
Bild: www.smart-akis.com
Mit dem Großprojekt „Internet of Food & Farm 2020“ (IoF2020) will ein Konsortium von 71 Partnern die technologische Entwicklung entlang der gesamten Lebensmittelproduktionskette in der Europäischen Union vorantreiben. Für das jetzt gestartete Vorhaben, das auf vier Jahre angelegt ist, steht ein Gesamtbudget von 35 Mio Euro zur Verfügung; den Löwenanteil von 30 Mio Euro stellt die EU zur Verfügung.

Wie Projektleiter Dr. George Beers von der Universität Wageningen am Dienstag vergangener Woche (16.1) mitteilte, soll das Projekt IoF2020 die digitale Vernetzung aller Akteure im Agrarsektor in der Europäischen Union weiterentwickeln.

Das Gesamtprojekt widme sich dabei den fünf Produktionsbereichen Ackerbau, Gemüse, Obst, Fleisch und Milch. Ziel des Projekts sei ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft, hin zu mehr Nachhaltigkeit und Produktivität, erläuterte Beers. Zudem solle den aktuellen Herausforderungen, wie etwa der Forderung nach mehr Transparenz in der Erzeugung, wirksam begegnet werden.

Laut Darstellung des Wissenschaftlers soll IoF2020 als sogenannte Anwendung des „Internets der Dinge“ dazu beitragen, die digitale Kommunikation und die Weiterverarbeitung von Daten zwischen verschiedenen Akteuren in der sogenannten „Landwirtschaft 4.0“ voranzutreiben. Zudem helfe das Projekt dabei, die Wettbewerbsfähigkeit und Kompetenz Europas in der Lebensmittelproduktion zu stärken.

Laut Beers sind insgesamt 19 verschiedene Fallstudien vorgesehen. Mit einer Fallstudie ist die Organisation Donau Soja beteiligt. Deren Generalsekretärin Ursula Bittner erhofft sich durch den Einsatz von „Precision Farming“ eine Verbesserung ackerbaulicher Maßnahmen im europäischen Sojaanbau, so etwa bei der Aussaat und den Herbizidanwendungen. Dadurch könnten der betriebswirtschaftliche Erfolg verbessert und negative Umwelteffekte verringert werden.

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