Jamaika-Sondierungsgespräche beginnen in der nächsten Woche

Horst Seehofer und Angela Merkel Horst Seehofer und Angela Merkel haben sich auf eine gemeinsame Richtung in Flüchtlingsfrage geeinigt
Bild: ARD Tagesthemen 9.10.2017

Die Sondierungsgespräche von CDU, CSU, FDP und Grünen zur Bildung einer Regierungskoalition im Bund sollen am 18. Oktober und damit drei Tage nach der Landtagswahl in Niedersachsen beginnen. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag vor Journalisten in Berlin angekündigt.

Den Angaben zufolge will die Union zunächst mit den Liberalen und Grünen getrennt zusammenkommen. Auch FDP und Grüne wollen sich zu einem separaten Gespräch treffen. Am Freitag soll es dann eine erste Sondierung zwischen den drei Partnern geben. Die Entscheidung zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen dürfte frühestens Ende Oktober fallen, wahrscheinlich aber erst im November.

Erneut betonte Merkel den Stellenwert der Themen ländliche Räume und Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen. Auch über diese Fragen werde man in den Sondierungsgesprächen reden. Auf Unionsseite dürfte sich nicht zuletzt Fraktionschef Volker Kauder in den anstehenden Runden dieses Themas annehmen, nachdem er zuletzt den Handlungsbedarf auf diesem Politikfeld erneut bekräftigt hatte.

Die FDP hat unter anderem den rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing für die Sondierung nominiert. Auf Seiten der Grünen wird vor allem dem schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck die Rolle zukommen, die Schnittmengen in dem Bereich ländliche Räume und Landwirtschaft auszuloten.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Diedrich Stroman · 1.
    Grüne Landwirtschaft!

    Ein Licht geht auf Katrin Göring Ekhardt die Obergrüne redet im Spiegel über Heimat und zu Hause mit Heimatgefühlen! Daher kommt das ausloten, gerade dieses Wort Heimat ist für Grüne eigentlich verpönt! Und wiederspricht deren Lebensart! Und uns weis machen man sei noch beim ausloten, nein man ist schon am aussortieren! Und man muß das ganze noch schön verpacken! Das schlimme daran ist das man selbst vom Bauernverband keine Störgeräusche in Sachen Ländlicher Raum vernimmt, denn auch Bauern gehören dazu! Nach der Niedersachsenwahl werden wir verraten und verkauft!

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  2. von Wilhelm Grimm · 2.
    Die Schnittmengen ausloten ? Rhethorischer Schnickschnack ! Die sind jedem bekannt !

    Die Grünen werden ausloten, wie schnell der Rückwärtsgang sein darf. Die CDU/CSU und die FDP werden einen kleinen Rückwärtsgang bereits als Erfolg verkaufen, auch weil sie der Industrie zu Willen sein werden. Wir benötigen aber in der Landwirtschaft, wie in der übrigen Wirtschaft auch, einen Ruck nach vorne. Das hatte Bundespräsident Herzog in seiner Amtszeit von Deutschland gefordert.

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  3. von Karlheinz Gruber · 3.
    Was beginnt nächste Woche ?

    die Gespräche für die Regierungsbildung und/ oder der Ausverkauf der deutschen Landwirtschaft zum Machterhalt mancher Politiker und Parteien?! Der ländliche Raum sind nämlich nicht nur die Landwirte, sondern eher die Bevölkerung in den Dörfern. Und da gibt es schon manche Probleme mit Geruch und Lärm und Stallbau. Glaube nicht das die Landwirtschaft aus diesen Gesprächen gestärkt herausgehen wird. Eher das Gegenteil... um eigene Pfründe zu sichern

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  4. von Willy Toft · 4.
    Die Land- und Ernährungswirtschaft sind bedeutende Bereiche für die Wirtschaft insgesamt!

    Teilweise übertriebene Auflagen und Vorgaben haben wir jetzt schon, die Regierung muss aufpassen, dass sie die Deutsche Landwirtschaft, die sich in Konkurrenz um den Weltmarktpreis befindet, nicht durch ständig weitere Gängelungen in der Existenz gefährdet. Fast alle Landwirtschaftliche Bereiche sind zurzeit schon angeschlagen, wir brauchen eine verlässliche und nachhaltige Agrar- Politik, sonst bricht das ganze System zusammen. Eine Rückkehr in Klein- Klein(Agrarwende) wird es nicht geben, weil solch eine Wirtschaftsweise, vom Verbraucher auch nicht bezahlt werden kann.

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