Keine Änderung des Wolf-Schutzstatus geplant

Karmenu Vella Karmenu Vella
Bild: EU-Kommission

Einer Änderung für den Schutzstatus des Wolfes im Rahmen der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie ist derzeit nicht geplant. Das stellte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella in Brüssel klar.

Laut Vella hat eine Überprüfung der FFH-Richtlinie ergeben, dass innerhalb des geltenden Rechtsrahmens Wölfe unter bestimmten Bedingungen entnommen werden dürfen. Die Kommission habe sich entschlossen, ihre Bemühungen auf eine weitere Verbesserung der Umsetzung der Richtlinie zu konzentrieren. Zu diesem Zweck sei ein Aktionsplan für Natur, Mensch und Wirtschaft angenommen worden, der Maßnahmen zur Bewältigung von Konflikten im Zusammenhang mit der Erhaltung der Wolfspopulationen enthalte.

Die Mitgliedstaaten und Regionen fordert der Malteser in diesem Zusammenhang nachdrücklich auf, die im Rahmen der EU-Instrumente verfügbaren Mittel auszuschöpfen, um operative Lösungen für den Umgang mit Problemwölfen zu finden.

Vella versicherte, dass sich seine Behörde durchaus bewusst sei, welche Herausforderungen die Wiedereinführung von Wölfen mit sich bringe. Brüssel wolle die Mitgliedstaaten deshalb bei der Ermittlung und Umsetzung praktikabler Lösungen unterstützen.

Erst Ende August hatten sich die Abgeordneten des EU-Landwirtschaftsausschusses mehrheitlich für ein flexibleres Wolfsmanagement und eine entsprechende Überarbeitung der FFH-Richtlinie ausgesprochen.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Eibo Eiben · 1.
    Wolf-Status ...

    …. beim "Joggen" habe ich bereits heute ein "mulmiges" Gefühl, obwohl bei uns in Ostfriesland dazu noch kein Anlass besteht; ABER: … wann fällt das erste Kind in den "Brunnen" - Und Frauen müssen im dunklen Park noch mehr durch`s Feuer gehen! - ...

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    Auslegungssache?

    Haben wir hier bei unseren Politikern und Verantwortlichen hier dann ein Problem bei der Auslegung der ganzen Vorgaben, oder verstecken sich unsere Volksvertreter dann nur immer wieder hinter der EU und ihren Gesetzen um unliebsame Entscheidungen nicht treffen zu müssen? So wie es Angela ja immer wieder vormacht und vorgibt mit ihrem schon fast zu einem Standardsatz verkommenen "wir müssen das im Kontext mit der EU handhaben" oder "das muß im Einklang mit der EU geregelt werden". Komisch nur das andere Länder das nicht so eng sehen. Machen wir uns hier wieder zum Trottel? Na ja, es heißt ja nicht umsonst: "In der EU wird's erdacht, Deutschland macht's, Italien lacht".

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  3. von Wilhelm Grimm · 3.
    Malteser verstehen den Wolf,

    wenn sie genug Malteser intus haben und haben genügend Erfahrung mit den niedlichen Kinderspielzeugen.

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