Mercosur-Verhandlungen um Rindfleisch erhitzen die Gemüter

Federica Mogherini Federica Mogherini
Bild: EU-Kommission

Zum Wochenstart ließ die Pressekonferenz der Kommissionsvizepräsidentin Federica Mogherini aufhorchen. In einem Ministertreffen zwischen der hohen Repräsentantin für EU-Außenpolitik und dem kanadischen Außenminister ging es um die Umsetzung des EU-Kanada Handelsabkommens Ceta, das in dem vorläufigen Teil auch den Agrarhandel zwischen den beiden Kontinenten umfasst.

Während die in dieser Woche in die Schlussphase gehenden Verhandlungen über ein Handelskommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten in Buenos Aires in der europäischen Hauptstadt vor allem unter Rindfleischerzeugern die Gemüter erhitzen, stellt der verhandelte Deal mit Kanada auch für deutsche Lebensmittelexporteure eine neuen vielversprechenden Absatzmarkt dar.

Copa-Cogeca-Präsident Joachim Rukwied hatte die EU-Kommission wegen Ihres Vorgehens bei den Mercosur-Verhandlungen massiv kritisiert. Hintergrund ist die Offerte der EU für ein Rindfleischimport- Kontingent von 100.000 Tonnen nach Europa, das als Verhandlungsmasse derzeit auf dem Tisch liegt. „Der Kommissionsvorschlag ist völlig inakzeptabel und zerstört die heimischen europäischen Rindfleischproduzenten“, sagte Rukwied am Freitag in Brüssel.

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