Scheitern oder strukturierter Ausstieg?

Die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft sind unsicherer geworden. Preistiefs auf den Märkten fallen stärker aus und halten länger an. Zudem erschweren steigende Auflagen, immer mehr Bürokratie und eine sinkende Akzeptanz in der Bevölkerung die landwirtschaftliche Produktion. Wenn dann auch noch die Hofnachfolge unsicher ist, bietet ein strukturierter Ausstieg aus der Landwirtschaft oftmals die Chance, das Vermögen zu sichern und Optionen für Veränderungen zu nutzen.

Der DLG-Ausschuss Entwicklung ländlicher Räume greift diese Aspekte auf und lädt zu einem öffentlichen Impulsforum zum Thema „Scheitern oder strukturierter Ausstieg? – Unternehmerisch handeln in schwieriger Situation“ am 22. Februar 2017 auf der Wintertagung nach Hannover ein.
 
Nach Begrüßung und Themeneinführung durch den Vorsitzenden des DLG-Ausschusses für Entwicklung ländlicher Räume Prof. Dr. Alfons Balmann (IAMO/Halle) beleuchtet Anne Dirksen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Oldenburg) die menschliche Seite der Betriebsaufgabe. Landwirt Marten Koch aus Glüsingen (Niedersachsen) beschreibt im Anschluss, wie nach dem Ausstieg der geeignete Weg gefunden werden kann.

Auf die betriebswirtschaftlichen Grundsätze der Betriebsaufgabe geht Karl Heinz Mann von der LBB – Ländliche Betriebsgründungs- und Beratungsgesellschaft mbH in Göttingen ein. Über steuerliche Überlegungen zu verschiedenen Ausstiegsszenarien informiert Steuerberater und Wirtschaftsberater Dr. Hermann Spils ad Wilken aus Uelzen. Die Moderation übernimmt Meike Packeiser, Fachgebietsleiterin Nachhaltigkeit und ländliche Räume im DLG-Fachzentrum Landwirtschaft.
 
Die Veranstaltung findet im Saal 1 des Convention Centers (CC) auf dem Messegelände in Hannover statt und beginnt um 15.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige Anmeldung erwünscht.
 
Interessenten finden das ausführliche Programm der DLG-Wintertagung 2017 im Internet unter http://www.dlg.org/wintertagung.html. Hier ist auch eine Online-Anmeldung möglich.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Gebken · 1.
    Es ist ein wichtiges Thema, für nächstes Jahr hätte ich auch schon eins:

    Was muss unsere Gesellschaft an Vorleistungen erbringen, damit sich bäuerliche Familien dafür entscheiden, den Hof an die nächste Generation weiterzugeben, anstatt das landwirtschaftliche Vermögen unter den Kindern aufzuteilen?

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  2. von Henrik Plaas-Beisemann · 2.
    Es muss ja nicht der Totalausstieg sein

    Wer vor einer Investitionsentscheidung steht, kann sich ja überlegen, ob er den Stall spiegelt oder besser ein Mietshaus baut. Man bleibt dann Bauer streut aber das Risiko. Als Geldanlage betrachtet ist Landwirtschaft oft ein gruseliges Klumpenrisiko. Ich denke ich fahr nach Hannover und höre mir das mal an.

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  3. von Albert Maier · 3.
    Respekt DLG

    Endlich wird ein wenig populäres, aber deshalb umso wichtigeres Thema aufgegriffen. Ansatt die Bauern immer nur nach vorne zu peitschen ist ein geordneter Rückzug für viele der bessere Weg.

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