"Schreckliche Dinge": Trump droht Kanada wegen Milchexport

Donald Trump Donald Trump
Bild: twitter.com/realDonaldTrump

US-Präsident Trump hat sich am Mittwoch in Wisconsin erneut über „unfaire“ Handelsbeziehungen beschwert und dieses Mal die seiner Meinung nach zu billige Milch aus Kanada ins Visier genommen, die auf den US-Markt dränge.

Er griff damit Kritik der US-Milchindustrie auf, die kürzlich Kanada vorgeworfen hatte, im Zuge einer neuen Preispolitik immer mehr billige Milch in die USA zu liefern. Außerdem blockiere Kanada auf der anderen Seite die Einfuhr amerikanischer Milch. Dies führe zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten für US-Milchbauern.
Die Milchindustrie hatte Trump daraufhin zu Hilfe gerufen. Die „Washington Post“ sprach in einem Bericht schon von einem „Milch-Handelskrieg“. Trump selbst sprach bei seiner Rede in Wisconsin von „schrecklichen Dingen“ zulasten der amerikanischen Milchbauern.

Sämtliche Handelsbeziehungen müssten auf den Prüfstand, kritisierte er mit Blick auf das Nachbarland. Die USA hatten außerdem bereits angekündigt, das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko neu zu verhandeln. Nafta sei ein „Desaster“, bekräftigte Trump in Wisconsin.

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8 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Jan Peter · 1.

    Ich muss Wilhelm Gebken voll Recht geben. Er hat es erkannt wie es hier abläuft und schreibt aus meiner Seele. Ich staune nur wie viele Bauern immer noch so tief schlafen und nicht die Realität erkennen. Wer sich nur einseitig bei den Lügenmedien informiert, wird niemals aufwachen. Wollt Ihr ewig Sklave unserer rot grün schwarzen Eliten sein? Als Trump die Raketen nach Syrien schickte und die hochgelobte Bombe abgeworfen hatte, wurde er von allenPolitikern und Medien, sogar von seinen größten Feinden gelobt. Unsere kriegsliebenden Politiker und Medien. Werdet langsam wach ihr Realitätsverweigerer

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  2. von Rudolf Rößle · 2.
    Trump

    beendet Handelsabkommen und fordert freien Warenverkehr. Er versaut wohl noch den letzten Acker.

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  3. von Doris Peitinger · 3.
    Soll er doch mal seine Milchbauern befragen

    Mich würde interessieren, wieviel billige Milch aus Canada denn tatsächlich in den USA landet??? Außerdem könnte er ja seine US Milchbauern bzgl der "schrecklichen Dinge", die sie belasten, befragen. Diese schauen nämlich mit Neid auf das canadische System. Anstatt dagegen zu wettern, sollte er sich daran ein Beispiel nehmen! Aber es geht ohnehin nur darum, dass die Preisspirale nach unten in Canada nicht greift, da die Farmer dort marktwirtschaftlich handeln und entsprechend der Nachfrage produzieren. Und die Preise entsprechend ihren Kosten setzen. Immerhin hat er erkannt, dass NAFTA ein Disaster ist. Jedenfalls für die normale Bevölkerung aller daran Beteiligten. Denn die bleibt bei der Interessenküngelei ohnehin immer außen vor.

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  4. von Wilhelm Gebken · 4.
    Ich verstehe es nicht mehr, wie man derart mit zweierlei Maß messen kann und die Realitäten aus den Augen verliert

    Nein, nicht Trump ist gemeint, sondern unsere Medien und auch die Vorkommentatoren: Seit Monaten wird auf Trump eingeprügelt, weil er angeblich die Grenzen für ausländische Produkte dicht machen will, die Zölle erhöhen will, und, und, und ... . Jetzt hat er (wieder einmal) genau derartig protektionistisches Verhalten bei einem Nachbarn (Kanada) entdeckt und es kritisiert. Und wieder prügeln dieselben Leute auf ihn ein, diesmal mit der Behauptung des glatten Gegenteils. Merken die eigentlich noch was sie tun? Beim Brexit ist es genau so: Von Trump wird der freie Welthandel gefordert und der Protektionismus als das Böse schlechthin verdammt und gegen die Briten wird genau dieser Protektionismus eingefordert: Wenn die Briten aus der EU austreten dann müssen die Grenzen dicht und Strafzölle gegen die Briten erhoben werden. Was denn nun? Es geht hier schon lange nicht mehr um den gesunden Menschenverstand sondern um Ideologie. Und von uns Landwirten wünsche ich mir, dass sie die Dinge mit Verstand angehen, denn wir, die (noch) freien Bauern stehen ganz weit oben auf dr Abschußliste der Ideolgen. Also: Wehret den Anfängen anstatt in das Horn Eurer Totengräber zu blasen!

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  5. von Wolfgang Rühmkorf · 5.

    Der hat sich sicher nur in der Geographie geirrt. Hat Nord und Süd verwechselt und seine Truppen un die falsche Richtung geschickt

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  6. von Hans Nagl · 6.
    Und wir ???

    Die EU liefert dann billig Käse auf Kosten der Bauern nach Kanada. So bleiben die Bauern Weltweit arm.

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  7. von Paul Maier · 7.
    Kanada hat doch ein strengens Milchquotenregime.

    Produziert dieses Land trotzdem Überschüsse, die nur im Export unterzubringen sind und führt so das hochgepriesene Quoptensystem mit der Ausrichtung der Produktion allein auf den inländischen Markt selbst ad absurdum. Die Milchpreise für die Erzeuger sind höher als in USA. Wer zahlt da drauf, wenn tatsächlich billige, kanadische Milch in die USA geliefert werden sollte, wie Trump behauptet. Rein vom Preisgefälle her ist das kaum vorstellbar. Dass Kanada seinen Milchmarkt gegen ausländische Konkurrenz abschottet ist richtig, sonst wären die hohen Preise für kanadische Farmer nicht realisierbar. Allerdings sind auch die die Michquoten entsprechend teuer und stellen so einen erheblichen Posten bei den Produktionskosten kandischer Milchbauern dar. Gleich zu Beginn von Trumps Amtszeit wurde der Begriff der "alternativen Fakten" eingeführt und womöglich lässt sich diese Attacke auf kanadische Milchbauern ebenfalls damit erklären

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  8. von Diedrich Stroman · 8.
    Die Weltverbesserer aus Amerika

    Ausgerechnet die jenigen, die den Weltmarkt mit ihren Börsen und Gauner ständig die Märkte beherrschen, und hauptsächlich Schuld tragen am Untergang der Bäuerlichen Landwirtschaft, wettern gegen Kanada, einem Land wo der Milchmarkt noch durch ein funktionierenden Quotenmarkt einigermaßen rund läuft, zu Gunsten der Bauern! Das muss jetzt zerstört werden. Die Landwirtschaft wird wieder dabei verlieren.

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