TTIP: An Standards in Tierhaltung nicht rütteln

Hubertus Berges Hubertus Berges
Bild: Landvolk
Mit einem klaren „Nein“ zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA hat das Landvolk die Bundesregierung aufgefordert, diese Haltung der Landwirtschaft gegenüber den Vereinigten Staaten deutlich zu machen.
 
Im Mittelpunkt des Interesses stehe dabei die Beibehaltung der bisherigen hohen europäischen Standards in der Nutztierhaltung und der Lebensmittelerzeugung, sagte Hubertus Berges, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg. In einer Pressemitteilung der mitgliederstarken Landvolkverbände Cloppenburg, Oldenburg, Osnabrück und Emsland/Grafschaft Bentheim heißt es, in Deutschland und in Europa seien in den letzten Jahren im internationalen Vergleich hohe Standards für den Umgang mit Tieren umgesetzt worden. Diese Entwicklung dürfe nicht durch TTIP gefährdet werden, warnten die Landvolkverbände.
 
Berges: „Da muss die Kanzlerin klare Kante zeigen.“ Vor dem Hintergrund andauernder Verbesserungen beim Tierwohl in Deutschland sagte er weiter: „Wir Landwirte haben immer deutlich gemacht, dass uns das Wohl unserer Tiere sehr am Herzen liegt. Wir stehen voll und ganz hinter den hohen Standards beim Tierschutz in Deutschland und den anderen europäischen Staaten. Daran darf nicht gerüttelt werden. Einen Schritt zurück wird es mit uns nicht geben.“ Deshalb sei es eine vordringliche Aufgabe von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Amerikaner darauf hinzuweisen, dass in der Landwirtschaft ethische Gebote, die Qualität der Produkte und die ökonomischen Rahmenbedingungen nicht nur beachtet, sondern verbessert werden.
 
Bisher sei es ohne Zweifel so, dass sich die US-Standards deutlich von den Vorgaben für die Nutztierhaltung auf dem europäischen Kontinent unterscheiden würden, meinte Berges weiter. „Dafür gibt es zahlreiche negative Belege, zum Beispiel bei Chlorhähnchen oder beim Einsatz von Medikamenten in der Tiermast.“ Aus diesen Gründen sei die ablehnende Haltung der Landwirtschaft zu TTIP nachvollziehbar. „Eine Amerikanisierung der Tierhaltung ist für uns undenkbar. Deswegen lehnen wir TTIP ab“, so der Vorsitzende.

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2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Joachim Löber · 1.
    TTIP

    Geheimverhandlungen ohne öffentliche Diskussion im demokratisch gewähltes Parlament geht nicht. Warum dürfen Abgeordnete nicht über den TTIP Vertrag reden? Privates Gericht ohne Richter sondern nur mit Wirtschaftsanwälten, niemals! Unsere Säulen der Demokratie sind geregelt, da gibt es keine private Gerichtsbarkeit. All das kann ich nur prutalsten Kapitalismus nennen und wir Bauern gehören schon lange nicht mehr zu den Kapitalisten, sondern allmählich zu den Sozialhilfeempfängern! Joachim Löber

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  2. von Josef Doll · 2.
    Daran ändert TTIP nichts

    Denn der Staat darf die " Standards " sogar erhöhen nur der Handel darf (selbst wenn der Staat ,Handel , ... selbst es will ) vielleicht nicht einmal darf hinweisen selbst wenn das Fleisch mit hilfe von Hormoncoktail erzeugt wurde . Der Handel Aldi ,Lidel fordern von uns strengste Tierhaltungsformen einzuhalten und<<<<<<< will Stichprobenhaft innerhalb 6 Stunden das ganze überprüfen >>>>> verkauft aber US Hormonfleisch billig ohne Kennzeichnung Das war auch schon bei BSE innerhalb der Eu schon so <<<<<<< teuer darf jeder Produzieren auch innerhalb der EU !!! Manchen NGOs und den Grünen würde das sogar in die Karten spielen Deutschland Tierhalungsfrei ......

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