Wahlkampf: Grüne in Niedersachsen wollen Agrarwende und Ende der Privilegierung

Meta Janssen-Kucz Meta Janssen-Kucz
Bild: NDR

Die Grünen in Niedersachsen haben am Mittwoch einen Entwurf für ihr Programm für die Landtagswahl am 14. Januar 2018 vorgestellt. Wie der NDR dazu anmerkt, wirkt dies wie eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen.

Mit Tier- und Umweltschutz will die Partei im Wahlkampf punkten. Ziel sei, die Privilegierung bei großen Stallbauten komplett aufzuheben und Fördermittel auf kleine Betriebe umzulenken, die auf Ökologie setzen, so die Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz. Außerdem soll die angestrebte Agrarwende "festgezurrt und unumkehrbar" werden. Hier habe es große Erfolge gegeben, sagte Janssen-Kucz weiter und nannte als Beispiele das Ende des Schnabelkürzens bei Geflügel, die Ringelschwanzprämie oder die Halbierung des Antibiotikaeinsatzes. Kritik daran wertet sie als "rückwärtsgewandte Politik", die mir ihr nicht zu machen sei.
 
Die Grünen hoffen bei der Landtagswahl auf ein "gutes, zweistelliges Ergebnis". Auf einen Koalitionspartner will sich die Partei noch nicht festlegen - allerdings wird in der Präambel des Wahlprogramm-Entwurfs mehrfach auch die "gute Zusammenarbeit" mit der SPD in der Koalition verwiesen. Rot-grün sei ein "Erfolgsmodell". Auf einem Landesparteitag im Juni wollen die Grünen ihr Wahlprogramm dann endgültig beschließen.

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Wilhelm Gebken · 1.
    Warum geht Homann (1200 Mitarbeiter in Dissen) eigentlich von Niedersachsen nach Sachsen?

    Kannten die schon die neuesten blödsinnigen Behauptungen von Meta Janssen-Kucz???

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  2. von Dirk Jensen · 2.

    In meinem Landkreis (Prignitz , Brandenburg) behindern die grünen sogar die Ausweisung von Windeignugsflaechen.Begründung: Die Anlagen sind jetzt Leistungsfähiger, alsomuss nicht so viel gebaut werden.

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  3. von Gerd Kempken · 3.

    Wie will man mit grünen vernünftige Politik für die Landwirtschaft machen ? Beides zusammen schließt sich aus . Ideologie und Realität sind nun mal zwei verschiedene Sachen. Den Ideologen muss erst mal der grüne Nagel aus dem Kopf gezogen werden bevor der Denkprozess wieder einsetzen kann. Wer das letzte Video einer durchgeknallten Veganerin gesehen hat weiß doch was bei täglichem Nährstoffentzug rauskommt. Mit solchen Leuten kann man nicht vernünftig reden, pure Zeitverschwendung. Vielleicht haben wir ja Glück und die schlechten Umfragewerte für die Grünen bleiben auf dem Niveau, dann kommen sie evtl. sogar nicht mehr in den Bundestag.. ein schöner Tag für die deutsche Landwirtschaft...!!!

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  4. von Gerhard Steffek · 4.
    Klare Absage!

    Diese Aussage der Grünen in NS ist doch eine klare Absage für den Kuschelkurs von Herrn Hilse! Kernkompetenzen! Das ich nicht lache! Wo sind die? Ein Soziologe als Landwirtschaftsminister! Wo ist da Kompetenz? Höchstens darin, sein Wahlvolk zu veräppeln, ansonsten Fehlanzeige wie man sieht. Denn überall wo man hinschaut, da wo die Grünen mitherrschen nur Chaos und Mißstände. Stuttgart, grüner Bürgermeister, grüner Ministerpräsident und die dreckigste Stadt Deutschlands. Sind ja noch nicht einmal in der Lage die Straßen ordentlich zu kehren wie ich hören konnte. Was auch eine Ursache für Feinstaub ist! Berlin, auch schon seit ewigen Zeiten Rot und Grün, aber auch schon seit ewigen Zeiten am Tropf des Bundes und ein "Sündenpfuhl" schlechthin. Solchen Windbeuteln soll man Glauben schenken und Kompetenz erwarten? Große Klappe und nichts dahinter! Nein Herr Hilse und DBV einen Kuschelkurs mit den Grünen braucht man bestimmt nicht fahren. Denen muss man die fehlende Kompetenz um die Ohren hauen und deren Wählern darlegen, dass sie Leuten hinterherrennen die selber nur rückwärtsgewandt sind und sich bewusst über Themen aufregen die aufgrund des Fortschrittes in der Landwirtschaft schon längst passé sind. Sie selber das sind was sie anderen vorwerfen wollen, nämlich nur rückwärtsgewandt und fortschrittsfeindlich. Deutschland ist aber nicht der Nabel der Welt und deshalb können wir uns keine "Ponyhofidylle" erlauben und leisten. Man muss nicht jeden Blödsinn mitmachen der über dem "großen Teich" kommt, aber wer stehen bleibt, geht rückwärts.

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  5. von Eike Bruns · 5.
    Ja beim Antibiotika haben wir als Berufsstand versagt,

    das hätten wir vorher ohne dieses Dokumentationsmonster hinbekommen müssen. Was allerdings die Grünen damit zu tun haben ist mir nicht ganz klar. Ansonsten ist Grüne Agrarpolitik Bioknoblauch aus China, Wölfe in der Weidehaltung, Punktueller Naturschutz der gesamtökologisch eine Negativbilanz hat, Überförderung einzelner Produktionsbereiche aber vor allem ein gesellschaftlicher Ansehensverlust in nie dagewesenem Ausmaß Ich komme aus einer Gegend mit sehr hohem "Grünpotential" eine grüne Schulleiterin, grüne Kommunalpolitiker etc., so viel Ausblendung von Realität und soviel Wunschdenken mit Besserwisserei gepaart gibt es bei sonst keiner Bevölkerungsgruppe. Ein Beispiel: Direktvermarkter A. hat Biogas macht 99,5 % aus Mais und Pflanzenöl. Nach der Ernte alle Flächen mit Roundup behandelt, 100% Nawaro Anbau. Schweine in Ställen aus den 70er Jahren kein Licht keine Sonne nur Vollspalten vor dem Laden 1000 qm Sonnenblumen um den Mais der dahinter wächst zu verstecken. In den Augen der Grünen ist seine Wurst Zitat:"bedenkenlos zu kaufen weil der so was ähnliches wie Biobauer ist". Bauer B. Biogas, Putenmast. Macht ca. 60 % aus Gülle und Mist versucht ständig den Maisanteil zu reduzieren Tierwohl, GVO Frei, geringere Besatzdichte, Ställe mit offenen Klappen um Naturlichteinfall. Setzt bewusst seit über 5 Jahren kein Glyphosat ein. Kühe Weidehaltung kein Rind (auch männliche) das nicht auf der Weide war. Kälber werden z.T. von Ammen aufgezogen. Dieser Bauer ist Massentierhalter der seine Tier quält, die Kinder werden in der Schule (siehe oben) ausgegrenzt bzw. Gemobbt. Jetzt die Frage welcher Bauer geht mit Tier und Feld sorgsamer um und kommt dem ANGEBLICHEM Verbraucherwunsch näher?

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  6. von Otto Müller · 6.
    Für den NDR

    wirkt das wie eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen! Wie bitte? Es sind doch bei den Grünen gar keine Kompetenzen hinsichtlich landwirtschaftlicher Zusammenhänge vorhanden. Wie kommt der NDR dazu, die Grünen bei landwirtschaftlichen Fragen als kompetent zu bezeichnen? Das ist doch wohl verbotene Wahlwerbung.

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  7. von Paul Maier · 7.
    Bei der Landtagswahl im Saarland war mit den Lieblingsthemen der Grünen nichts zu gewinnen.

    Seit der Landtagswahl in Baden Württemberg, bei der allein die Person des Minsterpräsidenten den Ausschlag gab, konnte diese Partei keinen ähnlichen Erfolg mehr verbuchen. In Rheinland Pfalz, wo am gleichen Tag gewählt wurde, erhielten sie bei weitem nicht so viele Stimmen wie in Baden Württemberg. Auch da waren der Tier- und Umweltschutz das Schwerpunkthema im Wahlkampf. Aber gerade bei diesen Themen sinkt die Zustimmungsrate bei den Bürgern schlagartig, wenn nicht mehr nur die Bauern, sondern womöglich sogar die liebgewordenen, eigenen Bequemlichkeiten in Gefahr geraten könnten. Nur ein Beispiel von vielen: Wenn in Stuttgart Feinstaubalarm ausgelöst wird, dann sind nicht weniger Fahrzeuge in der Stadt unterwegs, was vermuten lässt, dass auch viele der grünen Wähler eben nicht aufs Auto verzichten wollen oder können. Besonders beim Tierschutz herrscht eine gespaltene Wahrnehmung, weil der Bereich der vielen Haus- Hobby- und Sporttiere stets aussen vor bleibt. Weil den Grünen ihr einstiges Haupttehma, der Atomausstieg und die Energiewende abhanden kamen, klammern sie sich umso fester an den Tier- und Umweltschutz. Wenn es aber bei der Agrar- wie bei der Energiewende zu drastischen Preissteigerungen für die Büger kommt, dann werden sie dafür jegliche Verantwortung ablehnen.

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  8. von Wilhelm Grimm · 8.
    Die "GRÜNE AGRARWENDE" führt zum AGRARENDE !!!!!

    Wie will das Landvolk denn mit den Grünen "Zukunftskonzepte für eine wirtschaftlich belastbare Landwirtschaft entwickeln ?Vergesst den Kuschelkurs !!!!!

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  9. von Hans Nagl · 9.
    Grundproblem?

    Erst die Subventionen haben uns abhängig gemacht, und der Bevormundung Tür und Tor geöffnet. Egal um welche Partei es sich dabei handelt.

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  10. von Willy Toft · 10.
    Die Bevormundung hört nicht auf, und mit deren Ideologie kann kein....

    landwirtschaftlicher Betrieb wirklich überleben! Deren Interpretation von Marktchancen und Preiswürdigkeit schreit förmlich zum Himmel. Wer auf die Grünen eingeht, den Betrieb danach ausrichtet, überlebt die nächsten Jahrzehnte nicht!

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  11. von Hans-jürgen Fricke · 11.
    die grünen

    Wollen das ende der deutschen Landwirtschaft . Es ist schwer für uns Landwirte die schlechte Meinungsmache der grünen was entgegen zu setzen. Schlechte Propaganda ist eben leicht zu verbreiten

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  12. von Jörg Meyer · 12.
    verlogene Politik der Grünen offen kommunizieren

    Es muss endlich offen kommuniziert werden, dass viele Forderungen der Grünen auf falschen Dateninterpretationen und falschen vermeintlich positiven grünen Alternativen beruhen. Das beste Beispiel ist die Produktqualität und Preiswürdigkeit für den Verbraucher. aber auch bei den Produktionsprozeß und dem Einsatz von öffentlichen Geldern müssen die grünen Defizite kommuniziert werden. Ich persönlich plädiere für eine offene Diskussion um die Fördergelder, ich möchte mich nicht mehr von den Grünen und ihren Anhängern gängeln lassen, das Ausmaß der Erträglichkeit ist überschritten, wie man erst gestern auf Facebock in einem Film sehen konnte, in dem ein Landwirt von einer Spaziergängerin massiv beschimpft wurde!

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