US-Präsident Trump will Agrarausgaben spürbar kürzen

US-Präsident Donald Trump hat seine Haushaltspläne vorgestellt.
Bild: Youtube

US-Präsident Donald Trump will beim Agraretat der USA sparen. Weniger Geld soll es unter anderem für die Agrarforschung und die Agrarstatistik geben. Auch die Umweltbehörde und die internationalen Hilfsprogramme sollen weniger Mittel bekommen.

Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump wird dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) im Haushalt 2018 deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen. Wie aus den Etatvorschlägen des Präsidialamtes für den Kongress hervorgeht, sollen die fakultativen Ausgaben des USDA um 4,7 Mrd. $ (4,4 Mrd. Euro) oder 21 % gekürzt werden. Im noch bis Ende September laufenden Haushaltsjahr 2017 stehen hier 22,6 Mrd $ (21,3 Mrd. Euro) zu Verfügung.
 
Die Ausgaben, die sich aus den Verpflichtungsermächtigungen ergeben, sollen sich unverändert auf 130 Mrd. $ (122,4 Mrd. Euro) belaufen. Die Verpflichtungsermächtigungen umfassen vor allem die Ausgaben für die Lebensmittelprogramme, die mehr als 70 % des gesamten USDA-Etats ausmachen. Daneben betreffen diese aber auch die Mittel für die Ernteversicherungen und weitere agrarrelevante Förderprogramme.
 
Zu den fakultativen Programmen des US-Agrarressorts gehört ein ergänzendes Ernährungsprogramm für Frauen, Kleinkinder und Kinder, das mit 6,2 Mrd. $ (5,8 Mrd. Euro) ähnlich wie in 2017ausgestattet werden soll. Gänzlich streichen will Trump indes die Fördermittel zur Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Gekürzt werden sollen die Gelder für den Forstdienst, für die Agrarforschung und die Agrarstatistik. Auch für Programme zur ländlichen Entwicklung sind weniger Mittel vorgesehen.
 
Noch weitaus kräftiger als beim USDA will Trump bei der Umweltbehörde (EPA) sparen. Deren Budget, das sich im aktuellen Fiskaljahr auf 8,14 Mrd. $ (7,66 Mrd. Euro) beläuft, soll um 31 % heruntergefahren werden. Dabei sollen etwa 50 Programme zum Umweltschutz nicht mehr fortgeführt werden.
 
Haushaltsdirektor Mick Mulvaney bezeichnete die Etatpläne als Umsetzung von Trumps Leitlinie „America first“. Die Vorschläge sehen auch massive Einsparungen beim Außenministerium vor, wobei hier vor allem Gelder für internationale Hilfsprogramme und Zahlungen an internationale Institutionen wie die Vereinten Nationen (UN) gekürzt werden sollen. Dagegen werden die Militärausgaben den Plänen Trumps zufolge um 54 Mrd. $ (50,8 Mrd. Euro) steigen.
 
Die Entscheidung über den Haushalt trifft der Kongress, der sich aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus zusammensetzt; in beiden Kammern haben die Republikaner aktuell die Mehrheit.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Rudolf Rößle · 1.
    Segeljachten

    Mit 4,7 Milliarden können dann seine zukünftigen Kriegskumpel sich einige Segeljachten leisten. Die Bauern laufen ja nicht weg oder geben ihren Pass ab.

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  2. von Folker Grundstedt · 2.
    Ich dachte,

    der will die Wirtschaft im eigenen Land aufbauen. Ist denn der Agrar-Sektor in den USA so nichtig? Und Umweltschutz ist sowieso unwichtig. Dann können die auch gleich die Klagen gegen VW fallen lassen.

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  3. von Andreas Gerner · 3.
    Paradox

    Wie ist das Kürzen der im Inland ausgegebenen Mittel denn als Umsetzung von "America first" erklärbar?

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  4. von Wilhelm Grimm · 4.
    AUA, AUA

    im Trump-Tower.

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