Union holt 74 % bei den Bauern

Die CDU/CSU steht bei den Landwirten offensichtlich hoch im Kurs. Nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen wählten drei von vier Landwirten bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag die Union. Das entspricht einem Zuwachs von 17 % gegenüber 2009.

Damit hat die Union bei den Bauern deutlich stärker gewonnen  als im Bundestrend (+ 7,8 %). Die SPD verlor dagegen bei den Bauern 6 % und kam nur noch auf 7 %. Im Gesamtergebnis konnte sie im Vergleich dazu um 2,7 % zulegen.

Auch bei den Landwirten ist die FDP der große Wahlverlierer. Sie büßte bei den Bauern rund 9 % ein und kam nur noch auf einen Anteil von 6 %. Die Linke und die Grünen blieben mit einem Stimmenanteil von 4 % bei den Bauern ebenfalls weit unter ihrem Gesamtergebnis. Die AfD erreichte bei den Landwirten mit einem Stimmenanteil von 4 % etwa in das Niveau des Bundesergebnisses.

So wählten die Landwirte:

CDU/CSU       74 % (+ 17)
SPD                  7 % ( - 6)
FDP                  6 % ( - 9)
Linke                 4 % ( - 5)
Grüne                4 % ( + 1)
AfD                    4 % ( + 4)
Sonstige            1 % (- 2)
 
 Quelle: Forschungsgruppe Wahlen

Bauernverband fordert sachorientierte Lösungen

DBV-Präsident Joachim Rukwied gratulierte den gewählten Abgeordneten und mahnte zugleich sachorientierte Diskussionen und Lösungen an. „Wir bieten der kommenden Bundesregierung, den Abgeordneten und Fraktionen eine gute und verlässliche Zusammenarbeit im Interesse der deutschen Bauernfamilien und des ländlichen Raumes an“, erklärte Rukwied am Tag nach der Wahl.
 
Der DBV-Präsident betonte, dass die Zukunftsbranche Landwirtschaft ihre zentrale Rolle als sozialer und wirtschaftlicher Stabilitätsfaktor im ländlichen Raum nur dann erfüllen könne, wenn die agrarpolitischen Rahmenbedingungen ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht in Frage stellten. In den kommenden Monaten stünden wichtige Entscheidungen an, insbesondere zur nationalen Ausgestaltung der neuen EU-Agrarpolitik. „Das wird der erste große agrarpolitische Prüfstein für die neue Regierung“, ist sich Rukwied sicher.

vgl.:
Ramsauer möglicher Interims-Agrarminister (23.9.2013)

Lesen Sie mehr

11 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Doris Peitinger · 1.

    Tja, wie sich der Bauernverband die nationale Ausgestaltung der GAP vorstellt und zu wessen Lasten und wessen Gunsten diese Vorschläge gehen, ist inzwischen allgemein bekannt. Es profitiert, wie gewohnt, nur ein geringer Teil davon während die Bauernfamilien vorgeschoben werden und darüber hinaus behauptet wird, dass dies als sozialer und wirtschaftspolitischer Stabilitätsfaktor gilt. Von Erzeugerpreisen darüber hinaus keine Rede, wie gewohnt. Für diese repräsentative Umfrage wurden übrigens 318 Landwirte vor verschiedenen Wahllokalen befragt. Ob dies tatsächlich repräsentativ ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von jobelego · 2.
    Na da kommen wir der Sache schon näher...

    Wenn man davon ausgeht, dass 66% der AbL - "Bauern" grün wählen und 66 der grün wählenden Bauern in der AbL sind, kommen wir bei 280000 auf stark 10000 AbL-Mitglider. Die Zahl gehört zu den bestgehüteten Geheimnissen im Landwirtschaftbereich und nur durch Vertuschen der Bedeutungslosigkeit ist es seither möglich gewesen, sicj in den Medien als Repräsentanten der Landwirtschaft aufzuspielen.

    Das meinen unsere Leser:
  3. von heike comeback · 3.
    Das Ende der FDP

    das Ende der FDP ist eine glasklare Ansage gegen unsoziale,marktradikale und marktverherrlichende Politik sowie gegen grüne Gentechnik im Essen. Der Wegfall nationaler Handelsgrenzen und Entmachtung der Gewerkschaften im vergangenem Jahrzehnt, haben in der mächtigen Wirtschaft alle Hemmnisse beseitigt.Jetzt geht es um Schadensbegrenzung und nach VORNE zu schauen.Ein Ende einer Politik für die 25 Prozent der Besten, ein Ende der Ausbeuterei auf allen Ebenen insbesonders der Unschuldigsten: der Tiere!Mindestlöhne,Umweltschutz ,nachhaltiges Wirtschaften haben Priorität, mehr Trazparenz und Regionalität bei Lebensmitteln wäre wünschenswert..Unkontrolliertes Wachstum zugunsten eines US Freihandelsabkommens,kommt einem Krebsgeschwür gleich und ist nicht dienlich für alle.Auf Frau Merkel liegen grosse Hoffnungen.Sie verkörpert Menschlichkeit,Ruhe und Wärme.Vielleicht berücksichtigt Frau Merkel den Handels- und entwicklungsbericht der Vereinten Nationen und bildet eine Koalition zum besten des ganzen.....

    Das meinen unsere Leser:
  4. von aheum716 · 4.
    Manipulation von Umfragen sind kriminell

    und haben mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Meinungsfreiheit ist diese Kommentarfunktion. Meinungsfreiheit auch in der DLZ. Der Chefredakteur dort, hat klar zu den Grünen "Farbe bekannt". MfG Via Handy

    Das meinen unsere Leser:
  5. von klaus1618 · 5.
    Grundgesetz Artikel 5, Abs. 1, Satz 1, "MEINUNGSFREIHEIT"

    In einer Demokratie ist obiges Recht fest verankert; es gibt schon gar keine Zensur der Gedanken. Geschichte muss sich nicht wiederholen! Kritische Agrarnews, hier an dieser Stelle ein großes Lob an die Pressefreiheit von TA, sollen dann wohl den fachfremden Portalen (Spiegel, Welt, Süddeutsche, Bild, etc. pp.) vorbehalten sein; oder ist gar auch hier eine Beschneidung der Pressefreiheit angedacht? Das DBV-Gedankengut mit seinen archaischen Strukturen kann jeder, der will, sich auf dessen Online-Portal zu Gemüte führen, ein Unterbinden kritischer Gedanken in jedweder Form liegt da in der Verantwortlichkeit des Chefredakteurs. ...Es gibt nach wie vor auch kritische, geistig unabhängige konventionelle Landwirte, die von ihrer Hände Arbeit leben.

    Das meinen unsere Leser:
  6. von Eberhard123 · 6.
    Familienbetriebe

    Das wäre es mit den Grünen auch bergab gegangen,denn diese ideologischen Vorstellungen kann ein Familienbetrieb gar nicht umsetzen

    Das meinen unsere Leser:
  7. von Hardthof · 7.
    Die Grünen haben nicht nur die Bauern erschreckt

    Schade, vom Grundsatz her waren sie auf dem Richtigen Weg. Haben es aber verdammt schlecht verkauft. Mit dieser starken CDU wird es mit unseren kleinstrukturierten Familienbetrieben rasant bergab gehen!

    Das meinen unsere Leser:
  8. von bernhardtv · 8.
    ach...

    komisch... woher wissen die denn sowas? ich dachte solche wahlen sind geheim. oder müssen wir uns ernsthaft sorgen machen das das ergebnis schon vorher festgelegt ist wie damals bei der s-e-d ...

    Das meinen unsere Leser:
  9. von aheum716 · 9.
    Falsch!

    Es geht um Seriosität. Man darf Gruppen, die als Landwirte andere Landwirte mit einer gefälschten Getreideprobe oder mit Unfällen in Schweineställen vorführen und öffentlich diffamieren, keine Spielwiese mehr geben. Man muss mitlerweile von "RADIKALEN" sprechen. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche. Wo soll das noch hinführen?

    Das meinen unsere Leser:
  10. von user10 · 10.
    Auch wenn ich mit den Äußerungen des Herrn Ostendorff

    überhaupt nicht einverstanden bin, so bitte ich doch darum diese auch weiterhin nach journalistischem Ermessen in TopAgrar einzustellen. Meine Meinung möchte ich mir doch lieber selber bilden. Die Forderung nach Totschweigen unliebsamer Meinungsäußerungen ist ebenfalls eine Manipulation.

    Das meinen unsere Leser:
  11. von aheum716 · 11.
    Nach einer top agrar Umfrage,

    lagen die Grünen mit über 50 % vorn ?????? Dies könnte daran liegen, dass die AbL per Rundmail an Nichtlandwirte die Abstimmung manipuliert hat. Die Grünen schrecken auch nicht davor zurück, aus wahltaktischen Gründen Rufschädigungen zu betreiben, sondern Manipulationen von Umfragen gehören auch zum Tagesgeschäft. Liebe TA Redaktion. Weitere Pressemeldungen des Herrn Ostendorff (Grüne) sind ihren Lesern nicht mehr zuzumuten. Dies sollte man respektieren.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren