Werner Schwarz: Wie kommuniziere ich Landwirtschaft?

Auf Gut Havichhorst in Münster referierte Schleswig-Holsteins Bauernpräsident Werner Schwarz, beim DBV zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, über die richtige Kommunikation. So erklärte der Landwirt laut Pressesprecher Sönke Hauschild, Öffentlichkeitsarbeit des Verbands auf vier Säulen aufzubauen:

1. Glaubwürdigkeit
2. Transparenz
3. Echtheit
4. Ehrlichkeit

"Für mich sind dies die entscheidenden Elemente einer erfolgreichen Kommunikation", so Schwarz. Was er genau meint, erklärt er so:

1. Glaubwürdigkeit

"Nicht Fakten erzeugen Glaubwürdigkeit - Glaubwürdigkeit lässt Fakten erst zu. Wie gewinnen wir Glaubwürdigkeit? Durch die Darstellung einer echten Landwirtschaft mit echten Bauern. Grundbedingung ist allerdings, dass wir die Arbeit auf den Betrieben ordentlich erledigen.

Dann müssen wir uns fragen, mit welchen ethischen Maßstäben wir antreten. Hierzu gehört auch die Frage: Dürfen wir alles tun, was möglich ist? Oder sollten wir beispielsweise vor der Einführung neuer Techniken überlegen, ob dieses akzeptabel ist? Drittens sollten wir uns fragen, was unser nichtlandwirtschaftlicher Nachbar von unserer Arbeit hält: Sonntags Gülle zu fahren oder mit dem großen Schlepper durchs Dorf zu rasen, hilft sicherlich nicht.

2. Transparenz

Mit der Webcam habe ich die größtmögliche Transparenz in meinem Sauenstall geschaffen. Der Shitstorm im Internet ließ nicht lange auf sich warten und hat nicht nur mir, sondern auch meiner Familie echte Bauchschmerzen bereitet. Doch nach dem Abklingen dieser virtuellen Prügelattacke erleben wir ernste Diskussionen. Die Webcam wird wöchentlich mehrere hundertmal angeklickt. Sie erzeugt Bilder, die von einer echten Landwirtschaft erzählen und damit den Bildern von PETA, BUND und Co massiv widersprechen.

3. Echtheit

In der heutigen Mediengesellschaft kann man nicht mehr „nicht kommunizieren“. Die Frage ist nur, wie man es macht. Wir sehen einen Erfolgsfaktor in der Personalisierung der Botschaften. Wenn der Bauer spricht, wird ihm geglaubt. Verlautbart der Bauernverband, sind Zweifel vorprogrammiert. Wir haben das große Glück, auf hunderte professionelle Öffentlichkeitsarbeiter zurückgreifen zu können. Ich rede von den Betreibern der Hofcafes, Heuhotels und Ferienhöfe, von Direktvermarktern, Bauernhofpädagogen, Reiterhöfen usw. Diese Betriebe sind nah am Bürger dran. Der Bürger kommt freiwillig und mit einem offenen Visier. Die Betriebe sind PR-Fachleute in eigener Sache und haben regionale Agrarkompetenz. Sie sind sprechfähig, vertrauenswürdig und kostengünstig. Wir sollten überlegen, wie wir ihnen helfen können, dass sie uns helfen.

4. Ehrlichkeit

Wir müssen zugeben: Das Bild der modernen Landwirtschaft wird heute von seinen Kritikern gemalt. Wenn wir den Pinsel nicht wieder selber in die Hand nehmen, müssen wir uns über anhaltende Kritik abseits jeglicher Fakten nicht wundern. Wenn wir aber den Pinsel in die Hand nehmen, dürfen wir nicht nur schönmalen, sondern müssen auch kritische Themen ansprechen."

Fachleute an die Schulen!

Schwarz fordert, Öffentlichkeitsarbeit als Thema in Schulen und an Weiterbildungseinrichtungen zu installieren. "Wir brauchen Fachleute, die sich damit auseinandersetzen. Dabei warne ich aber davor, zu sehr auf Psychologie und Perfektion zu setzen. Landwirtschaft kann und wird vor allem durch Glaubwürdigkeit, Transparenz, Ehrlichkeit und Echtheit punkten. Wir haben durch die Vielzahl unserer Landwirte, die große Chance, Öffentlichkeitsarbeit als Graswurzelbewegung zu installieren. Und wir haben über neue technische Möglichkeiten erstmals die Chance, Medien zu nutzen, die bisher auch finanziell außerhalb unserer Reichweite waren. Wenn wir dann noch einen langen Atem beweisen, habe ich große Hoffnung, dass die Akzente in der Zukunft auch von uns gesetzt werden", erklärte er.

Neue Studienangebote in diesem Bereich hält Schwarz für die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft für unabdingbar. Inzwischen könne man aufgrund mancher Erfahrung sagen, was geht und was nicht geht. Dabei gilt immer: Machen ist besser als kritisieren. "Wir haben Nachholbedarf und brauchen Experten, die sowohl unsere Branche kennen als auch mit Medien umgehen können. Wir brauchen diese Fähigkeit auf betrieblicher Ebene, in den Schulen und Universitäten", so der Landwirt.

Das Beispiel der Tierwohlinitiative zeigt seinen Erfahrungen nach, dass man die vor- und nachgelagerten Bereiche mit einbeziehen müsse. "Der Lebensmitteleinzelhandel gibt uns doch kein Geld, weil er zu viel davon hat. Er steht selber massiv in der Kritik der NGOs und damit an unserer Seite. Und der LEH weiß, dass er von dort nur mit Hilfe der Landwirtschaft weg kommt. Das ist auch die Chance der vor- und nachgelagerten Bereiche: Mit der Landwirtschaft, mit dem Bauern und der Bäuerin als Botschafter Kommunikation zu betreiben", so Schwarz.

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von xf1 · 1.
    Wer von Gemeinsamkeiten mit BDM und Co propagiert,

    sollte auch dazu anführen, in welchen Punkten er Schnittstellen findet. Nach bald 20 Jahren BDM ist mir bisher nur eine Forderung bekannt, welche nicht allen Milchbauern schadet. Und das war vor kurzem die halbherzige Forderung nach einer Aufweichung der Quote in ihrer Restlaufzeit: http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-BDM-Fehlende-Flexibilisierung-der-Milchquote-kostet-richtig-Geld-1349537.html

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  2. von grubber7 · 2.
    @massa

    Prima, klar kann man sich als Sonderkulturlandwirt mit den Ökos und dem BDM und all denen anderen aus der Szene gut verstehen, für Landwirte die von der Veredlung leben ist das nicht ganz so lustig was diese vermeintlichen Berufskollegen und ihre Verbände so tuen.

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  3. von massa04 · 3.
    Es soll Bauernverbände geben, die laufen

    und sogar mit dem BDM gemeinsame Sache machen, sich mit den Ökos verstehen und sich besonders um ihre Kleinbauern kümmern. Sich gegen Behördenwillkür im Veterinärbereich zur Wehr setzen, aktiv die WRRL mitgestalten, Ortsumgehungen, Gewerbegebiete, ICE-Neubautrassen bekämpfen der Flächenverluste wegen. Fortbildung betreiben (z.B. Landwirtschaftliche Woche Südhessen wird 2015 60!). Solidarität unter den Bauern fördern durch aktiven Flächentausch auch zwischen den Sektoren, u.s.w. Wer es nicht glaubt, der komme ins Kalifornien Hessens. Der Vorsitzende ist ein Bauer aus Frankreich mit Migrationshintergrund dessen Vorfahren schon für Fraternité, Liberté und Égalité gekämpft haben. 92 ha, Sonderkulturen, wen es interessiert: www.billau-jungpflanzen.de. Ich nenne meinen Namen und steh zu meinem Wort, alles andere sind schattenboxende anonyme Schlaukläuse!

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  4. von arching · 4.
    schönmalen

    Die Zeichen hör ich wohl, doch allein mir fehlt der Glaube! Der große Fehler beim DBV ist oft Schönfärberei/Verharmlosung. Damit kann ich aber bei Kritikern nicht punkten sondern erzeuge Misstrauen.

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  5. von klaus1618 · 5.
    DBV-Hahnenk(r)ampf!?

    Trotzig formuliert man standhaft DBV-Parolen für vermeintliche Antipode, ....allerdings, welch Erstaunen, zwischen den Zeilen findet man doch an selbiger Stelle Wahrheiten positioniert, die auch ich zu keinem Zeitpunkt je angezweifelt habe ....! Ein Massa-Messias!?!?____Die "Task-Force", medial präsent, von wenig "eigenen Überzeugungsgewalten" geprägt, sich heroenhaft kontinuierlich im "Diskussions-Stellungskrieg" in Hau-Drauf-Modus befindend, kann bei gänzlich fehlenden Argumenten in absolut unzeitgemäßer Eloquenz wohl nicht wirklich ernst zu nehmen sein, oder!?!?

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  6. von xf1 · 6.
    Wir haben sogar die Freiheit,

    dass sich versklavt fühlende Hamsterraddreher aussteigen können, ohne sich dadurch körperlich, oder finanziell zu verletzen. In der von ihnen propagierten Parallelwelt wäre das nicht möglich. Schon allein der Tritt von ihren kleinen grünen Monster-Männchen würde sie samt Hamsterrad vom Sockel schmeißen.

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  7. von massa04 · 7.
    Was nützt es, wenn der vermeintliche Messias keinen Namen hat

    und er sich regelrecht versteckt. Den Strukturwandel dem BV anzulasten ist lächerlich. Wir ehren und schätzen unsere Mitglieder. Eines kann den Messias freuen, wenn der Strukturwandel so weitergeht, dann brauchts keinen BV mehr. Die Systemrelevanten sind dann so eigenmächtig, die regeln ihre Bedürfnisse auf andere Weise. Der brutale Rückgang an familienbetriebenen Metzgereien, Bäckereien, Handwerk, usw. ist ebenso beklagenswert, er verläuft völlig parallel, ohne BV. Die Mindestlohnregelung räumt bei den kleinen und mittleren Spezialkulturbetrieben auf. Die erhöhten Anforderungen an Tierartgerechte Haltungsformen wird ebenfalls gerade in den benachteiligten Gebieten zuschlagen. Als nicht zertifizierter Betrieb wird man gar nicht in der Lage sein, größere Mengen neben der Direktvermarktung auf Großmärkten abzusetzen. Hinzu kommt verschärftes Düngerecht, höhere baurechtliche Anforderungen an die Güllelager, Pflanzenschutzwirkstoffe werden immer weniger, keine neuen kommen hinzu. Die Aussicht auf Plasmopara oder Phytophthora-resistente Wein- oder Kartoffelsorten sind trüb. Das positive Potential der grünen Gentechnik kann nicht genutzt werden. Da überlegen manche junge Bauern, in den Sack zu hauen, besonders, wenn sie eine gute Ausbildung und eine kalkulierende und dominante Freundin haben, die die gemeinsame Zukunft hinterfragt! Und trotzdem macht es Spaß und ich würde jungen Leuten, dies drauf haben, nie von diesem wunderschönen Beruf abraten. Wer Ideen hat und motiviert ist und allerdings nicht gerade eine Extremlage, der hat es schon immer gepackt, seine Familie zu ernähren. Und wenn er einen Bauernverband hat, der sich kümmert und die Kollegen solidarisiert, dann wird er sich auch engagieren. www.agrarpower.de

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  8. von klaus1618 · 8.
    Der Mensch ist, was er isst!

    Im Grunde genommen sind die Bauern als Unternehmer in einer außergewöhnlich glücklichen Lage: Wir produzieren Erzeugnisse mit einem absolut problemlosen Absatzpotential. OHNE das „Einschieben des täglich sättigenden Häppchens unter der Nase“ können auch menschliche körperliche u. geistige Kräfte in anderen Bereichen nicht freigesetzt werden. Unser TÄGLICHES BROT, ein unverzichtbares Grundbedürfnis, sprichwörtlich vom Bettler bis zum König, Nahrung für Körper, Geist und Seele, um uns nicht von einem instinktiven, aggressiven Selbsterhaltungstrieb dominieren lassen zu müssen. Zumindest 2 Mrd. Menschen sind in dieser überaus beglückenden Lage, auch wenn dies anscheinend nicht mal mehr nur ansatzweise unterschwellig wahrgenommen zu werden scheint. Gerade die Nahrungsbevorratung zeichnet den menschlichen Intellekt aus. Selbige haben wir mittlerweile überperfektioniert. Wir verfügen über Produktionsverfahren, die uns in ihrer Vielfalt in die Lage versetzen, Verbraucherwünsche regional, überregional sowie international zu erfüllen, ein geschaffenes riesiges Absatzpotential._____Leider gilt es aktuell aber festzustellen, dass bezüglich dieser Aus-/Wertschöpfung DIESES grandiosen Absatzpotentiales unsere berufsständischen Vertreter mit „einäugiger Sichtweise“ geschlagen sind. Unsere Altvorderen u. fatalerweise auch bereits der BDL-Nachwuchs, wiederum positioniert in archaischen Strukturen, geistig schon metaphysisch anmutend, sind in einer nicht wirklichen Agrarwelt der „MODERN ART“ angekommen. Mit dem LEH, den vor- und nachgelagerten Bereichen der Agroindustrie in Konzernstrukturen, den Öl-Multis, glückstaumelnd im Einklang wird ersterer Gedankengut zelebriert u. transportiert. Der DBV im Boot von Vorstehenden sitzend befeuert derzeit einen TURBO-STRUKTURWANDEL in noch nie dagewesener Art und Weise (TURBO-Arbeitsplatzvernichtung im ländl. Raum), „verheizt“ gedanken(?)- u. bedenkenlos(?) sein zahlendes Bauernklientel!!!_____Nehmen wir untermauernd als Beispiel den bäuerlichen Faktor an einem Brötchen, einem Liter Bier u.a.: Keine „MILCHMÄDCHENRECHNUNG“, wenn man hier ausführt, dass die Wertschöpfung der Bauern an selbigen Erzeugnissen in der Urproduktion sich hier bedrohlichst asymtotisch der Nulllinie annähern. Wie kann man eine glaubhafte Öffentlichkeitsarbeit den Verbrauchern vermitteln wollen, wenn man von Bauern versklavend einfordert, dass dieselben immer mehr, immer billiger, in übersättigte Märkte produzieren sollen. Solche Produktionskriterien, unabdingbar einhergehend mit Mechanisierungen in absoluter Gigantonomie, eine Kostenintensität für die Bauern mit sich bringen, die eine Überlebensfähigkeit derer Mikroökonomien ausschließlich über eine Subventionspolitik gewährleisten können. Ein Arbeitsplatz in der Landwirtschaft ist mittlerweile zu einem der teuersten innerhalb Europas mutiert.____2 Mrd. übersatte Menschen werden dafür, abgesehen von einem ausgeübten „Sortenvielfaltszwang“ für die von ihnen gewünschten Lebensmittel, wohl wenig Verständnis für eine solche Agrarpolitik über den Staatstropf aufbringen können.____Der Bauer selbst muss sich allerdings auch an die eigene Nase fassen: Gedankenlos verfährt er z.B. Jahr um Jahr ca. 100l Diesel/ha, eine nahezu statische Größe. Dafür erhält er bei immerhin entrichteten ca. 70 Cent Steueraufkommens (70 €/ha! Kraftstoff- u. Umsatzsteuer) eine Steuerrückvergütung, angesiedelt bei um die 20 Cent. Der Vergeudung sehr endlicher fossiler Ressourcen mit absolut negativen Klimaauswirkungen setzt man nicht die eigenbetrieblichen Alternativen mittels technisch bereits hervorragend gelöster Motorensysteme entgegen, man potenziert dieses Problem auch noch durch den Kauf u. Einsatz der industriedefinierten "modernsten" Motorentechnik, die mit AdBlue zu betanken ist u. damit alternative Energien über einen Jahrzehnte-Investitionszeitraum auf den Höfen ins Abseits katapultiert!!! Und wer darf sich die Hände reiben!?!? Die Bauern selbst ganz sicher nicht!!! Unser Rapspreis geht sprichwörtlich „in die Knie“, obwohl die Bauern problemlos 10% Ihrer Anbauflächen in gänzlicher Eigenwertschöpfung auf ihren eigenen Höfen belassen könnten, ganz abgesehen vom Nebenprodukt des Presskuchens, der reißenden Absatz in der tierischen Produktion findet._____Fordern nicht Sie, werter Herr Schwarz mit Ihrem archaischen Verband, in stoischer Nachhaltigkeit ein Befüllen der „Kriegskassen“ unserer Ölmultis, unserer Agroriesen u. der LEH-Multimillionäre ein, damit diese über die Hintertüren bäuerliche Familiengeschichte, ein Denken in Generationszyklen, sprichwörtlich „platt machen“ durch Befeuerung einer versklavenden Wachsen- oder Weichen-Strategie!?!? Welche bildlichen Attitüden transportiert die aktuelle mediale audiovisuelle Bierwerbung anlässlich der Fussball-WM? Immense Kosten, die großteils in den Taschen der Jung-Einkommensmillionäre fließen sowie die Brauereikonten fluten. - Erforderliche kostenkompensatorische Effekte werden an die Bauern durchgereicht.____Werter Herr Schwarz, in Ansätzen sind Ihre Überlegungen wohl richtig. Eine glaubhafte Öffentlichkeitsarbeit FÜR u. IM NAMEN IHRES BAUERNKLIENTELS setzt allerdings erst da ein, wo die Bauernfamilien auf ihren Höfen als Unternehmer auch ernst genommen werden u. Sie diese an der Wertschöpfung als doch maßgebliches Stellrädchen im Getriebe an den globalen Märkten auch tatsächlich teilhaben lassen. KEINE versklavenden bäuerlichen „Hamsterrad-Szenarien“, werter Herr Schwarz!!!!

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  9. von xf1 · 9.
    Was Öffentlichkeitsarbeit angeht,

    müssen wir weiterhin die (...) offen legen und kommunizieren. Der eigentlich dafür zuständige Verfassungsschutz scheint fachlich überfordert, dieses Problem anzugehen.

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  10. von xf1 · 10.
    Mancher scheint seine Sichtweise für besonders wichtig zu halten

    Walt Disney soll so eine Figur heute noch suchen.

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  11. von Bauer-Berni · 11.

    Die Gegner der Landwirtschaft argumentieren Emotional nicht rational. Mit rationalen Argumenten kommt man dann bei Nichtfachleuten nicht weiter. Müssen wir Landwirte vielleicht emotionaler argumentieren? Soll man als Schweinehalter gegen das geplante Kupierverbot nicht diskutieren unter dem Motto: Meine Tiere sollen nicht unter den Tierschutz leiden? Soll man auf diesen Demos dann nicht Fotos von angeferssenen Scheinen zeigen? Um mal den Nichtfachleuten zu zeigen was passiert wenn die Schwänze der Schweine nicht mehr kupiert werden dürfen? Das gleiche gilt für das Verbot des Schnabel kürzezens bei Geflügel und und.... Vielleicht sollte man sogar Bilder hungernder Kinder zeigen um mal zu zeigen was passiert, wenn wie hier gefordert die Landwirtschaft extensiviert werden soll....um weniger Nahrungsmittel zu produzieren.... Sollen oder können wir Landwirte so vorgehen? Genau so emotional wie Grenpeace, Peta, Bund und co? Diesen Organisationen geht es, so hat es zumidest den Anschein, mittlerweile nur noch um Spenden. Von der Wirklichkeit haben sie sich lange verabschiedet. Diese Organisationen können ihren (satten) Spendern auch schlecht Mangel oder auch nur komplexe Sachzusammenhänge begreiflich machen. Sie treiben mit ihren (Medien) Kampangen nicht nur Landwirtschaft und Industrie sondern auch die Politik vor sich her. Übrigens:Organisationen wie Peta, vier Pfoten und co sind generell gegen Nutztierhaltung. Wie soll man da gegenargumentieren?

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  12. von detmarkleensang · 12.
    Meine Sichtweise dazu

    findet sich hier im Forum unter "Politik" - "Öffentlichkeitsarbeit", Beitrag #29.

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