Globaler Rindfleischmarkt boomt

Rinder Vor allen die Amerikaner mischen den Rindfleischmarkt auf.
Bild: Höner

Erstmals seit 2012 rechnet das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für das laufende Jahr wieder bei allen Fleischarten mit Zuwächsen im internationalen Handel. Während dabei die Schweine- und Geflügelfleischexporte gegenüber 2017 eher moderat zwischen 1 % und 2 % zulegen sollen, wird für die globalen Rindfleischausfuhren ein kräftiger Anstieg von 5 % auf die neue Rekordmarke von fast 10,5 Mio t erwartet. Möglich macht das laut einer kürzlich veröffentlichten USDA-Prognose ein weltweit steigendes Angebot infolge von Produktionszuwächsen in den führenden Exportregionen USA, Südamerika sowie Australien. Dem steht eine global zunehmende Rindfleischnachfrage gegenüber, die vor allem in Asien und im arabischen Raum nicht durch die Eigenerzeugung gedeckt werden kann. Die im Vorjahresvergleich meist niedrigeren Preise am Rindfleischmarkt sowie verschiedene Handelsabkommen beziehungsweise -erleichterungen sind den Washingtoner Analysten zufolge weitere Faktoren für einen regeren Warenaustausch.

Wie im Sektor Schweinefleisch wird auch bei Rindfleisch die Rolle Chinas als globaler Nachfrager immer wichtiger. Laut USDA rangierte die Volksrepublik 2012 unter den Importländern mit einer Einfuhrmenge von weniger als 100 000 t noch „unter ferner liefen. Für 2018 wird indes mit einem Rekordimport Chinas von rund 1,2 Mio t Rindfleisch gerechnet, was hinter den USA mit 1,38 Mio t den zweiten Rang bedeuten würde. Wird die Einfuhrmenge Hongkongs von voraussichtlich 580 000 t in diesem Jahr hinzugerechnet, ist „das Reich der Mitte“ weltweit zur wichtigsten Destination der Rindfleischexporteure aufgestiegen. Experten erwarten dort in Zukunft noch höhere Einfuhren, da der gegenwärtige Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich 6 kg noch deutlich unter dem weltweiten Mittel von 8,6 kg liegt und weiter steigen soll. Für 2018 geht das USDA in China von einem Verbrauchszuwachs um gut 300 000 t auf 8,53 Mio t im Vorjahresvergleich aus; die eigene Rindfleischerzeugung soll dagegen nur um rund 65 000 t auf knapp 7,33 Mio t zunehmen. AgE


 

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    So ein Misst aber auch -

    das entspricht aber wirklich in allen Belangen nicht den Vorstellungen unserer "Ökofetischisten" einer fleischlosen Zukunft. Da kann man nur sagen "träumt weiter", ihr habt noch jede Menge an dicken Brettern zu bohren, um den Rest der Weltbevölkerung zu "überzeugen". Eigentlich - könntet ihr nicht schon mal bei den Chinesen anfangen? Hätten wir wenigstens Ruhe vor euch.

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