Jungbullen in der EU teurer gehandelt

Die Preise für Schlachtrinder an den repräsentativen Märkten der Europäischen Union haben sich zum Jahreswechsel stabil bis fester entwickelt. Am deutlichsten legte in der Woche zum 1. Januar 2017 die EU-Durchschnittsnotierung für Jungbullen der Handelsklasse R3 zu, und zwar um 3,85 Euro oder 1,0 % auf 379,28 Euro je 100 kg Schlachtgewicht (SG).

Besonders deutlich fiel dabei der Zuschlag mit 3,4 % in Italien aus. Deutlich nach oben ging es mit jeweils 1,9 % aber auch in Spanien und Polen. Es folgten Deutschland mit einer Erlösverbesserung von 1,1 % sowie Dänemark und Frankreich mit jeweils 0,3 %. Schlachtbetriebe in Belgien, Österreich und Portugal zahlten dagegen praktisch das gleiche Geld wie noch vor Wochenfrist. Einen Abschlag von 1,5 % meldete Großbritannien.

Unterdessen verteuerten sich Schlachtkühe der Handelsklasse O3 im gewogenen Mittel der Mitgliedstaaten saisonal um 1,65 Euro auf 266,08 Euro/100 kg SG. Unter den bedeutenderen Erzeugerländern verzeichnete Deutschland mit 2,9 % das deutlichste Plus. Für Großbritannien meldete die EU-Kommission einen Preisanstieg von 2,1 %. In Österreich, Dänemark, Frankreich und Polen kosteten O3-Kühe zwischen 0,7 % und 1,1 % mehr Geld als in der Vorwoche.

Derweil konnte sich die Notierung in Belgien gut behaupten; in Portugal rutschte sie hingegen um 0,8 % ab. Ungewöhnlich kräftig fiel das Minus mit 8,3 % in Spanien aus. Der EU-Durchschnittspreis für Schlachtfärsen der Handelsklasse R3 belief sich zum Jahreswechsel auf 379,66 Euro/100 kg SG und konnte sich damit gegenüber der letzten vollen Woche des Jahres 2016 knapp behaupten.

Einen merklichen Abschlag mussten auch in diesem Segment die spanischen Mäster hinnehmen, und zwar von 5,6 %. Im Vergleich dazu fiel der Erlösrückgang mit 1,1 % in Großbritannien sowie jeweils 0,2 % in Belgien und Portugal vergleichsweise moderat aus. Aufwärts ging es mit den Notierungen für R3-Schlachtfärsen in Deutschland, Frankreich und Österreich, und zwar um 0,6 % bis 1,0 %. In Polen wechselten die Tiere für 2,0 % mehr Geld als in der Vorwoche den Besitzer; Dänemark meldete sogar eine Verbesserung der Erlöse um 3,9 %.

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