Aldi setzt Anbindehalter unter Druck

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Aldi Süd hat unter seinen Lieferanten eine Abfrage über einen möglichen Ausstiegszeitpunkt aus der ganzjährigen und saisonalen Anbindehaltung gestartet. Das Handelshaus versteht diese Abfrage als Auftakt, um mit allen beteiligten Akteuren einen vertretbaren Übergangszeitraum zum Ausstieg aus der Anbindehaltung zu definieren, schreibt der Bauernverband in seinem wöchentlichen Milch-Report. Aldi Süd wolle damit sowohl gesellschaftliche Erwartungen aufgreifen als auch Strukturbrüche vermeiden. Der DBV hat sich mit einem Schreiben und einer Einladung zum Gespräch an Aldi Süd gewandt.

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7 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Benjamin Ziegler · 1.
    Traurig...

    ...wir befinden uns im Jahre 2017 und von der Vermarktungsseite muss der Vorschlag über einen Zeitrahmen zum Ausstieg aus der Anbindehaltung kommen. Bei Schweinen und Pferden ging es vor Jahrzehnten auch. Aber bei Rindern soll es schlimm sein, wenn sie NICHT mehr angebunden werden... verkehrte Welt.

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  2. von Jens Sönke Thomsen · 2.
    Aldi und Lidel gar nicht mehr beliefern!

    Bis sie wieder vernünftig werden! Das gleiche gilt für Fleisch und alles! Auslisten!!!! So wie die das auch machen! Aber in den Meiereien wo verhandelt wir! Arbeiten nur Weicheier und Muttersönchen glaube ich! Am schlimmsten beim D.M.K einschließlich Vorstand!!!!

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  3. von Matthias Zahn · 3.
    Bauern selbst Schuld

    Solange den Milchbauern ein voller Tank wichtiger ist als ein funtionierender Milchmarkt wird das auch nicht anders. Liebe Bauern, Markt ist mehr als nur Melken und abliefern. Wenn wir nicht langsam anfangen vor der eigenen Tür zu kehren und unsere Hausaufgaben zu machen, werden weiterhin alle anderen mit uns Karusell fahren!

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  4. von Udo Carstensen · 4.
    Es liegt in der Hand der Molkereien, ob...

    ... weitere neue Standards gesetzt werden, für die es keine Zuschläge gibt, oder ob sich jetzt mal alle einig sind, dass weitere Verschärfungen nicht mehr mitgetragen werden und Aldi & Co. auch mal mit ihren Forderungen ins Leere laufen müssen. Kühe in Anbindeställen können durchaus gesünder als Kühe in Laufstallhaltung gehalten werden. Im Anbindestall gibt es keine Rangkämpfe und kein Verscheuchen von rangniederen Jungkühen vom Futtertisch. Die Klauengesundheit ist tendenziell besser im Anbindestall, als im Laufstall, in dem die Kuh 90% der aktiven Zeit auf feuchten Spaltengängen verbringt. Wenn sich die Molkereien nicht endlich mal gegen diese schärferen "Standards" wehren, (und auch mal riskieren ausgelistet zu werden...) werden wir in zehn Jahren noch drüber diskutieren, ob nicht eigentlich Herden bis 50 Kühe unabdingbar sind, um den Markt, den Aldi & Co. uns vorgaukeln möchten, bedienen zu dürfen. Nach oben hin ist immer noch Luft! Uns werden dann immer weitere "Standards" aufgebrummt! Solange wir denken, dass sowas notwendig ist, um Milch verkaufen zu können, bedient unsere Molkerei entweder den verkehrten Markt, oder zahlt einen weit überdurchschnittlichen Milchpreis...

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  5. von Erwin Schmidbauer · 5.

    So lange es Landwirte gibt, die freiwillig unter den Vollkosten produzieren wollen, wird niemand Aldi unter Druck setzen können. Die Stallneubauten der letzten Jahre sprechen ihre eigene Sprache.

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  6. von Gerd Uken · 6.
    Wann setzen wir

    Aldi mal unter Druck?? Unter Vollkosten zu produzieren ist ja wohl zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht- In NL wird ja auch mind.4 Cent mehr gezahlt als hier plus Zuschläge.....

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  7. von Steffen Hinrichs · 7.
    So hat der DBV den Strukturwandel im Griff

    Da man nicht an der Mengeschraube drehen will ,wird eben am Strukturwandel angesetzt.

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