DBV fordert weniger staatliche Milch-Steuerung

Europäisches Milchforum in Polen.
Bild: Werkbild

Beim Europäischen Milchforum in Polen trat DBV-Milchbauernpräsident Karsten Schmal gegen staatliche Mengensteuerung und für mehr Initiative von Milcherzeugern und Molkereien für eine wertschöpfungsorientierte Vermarktung ein.
Dies solle durch eine bessere Koordination innerhalb des Milchsektors erreicht werden, meldet der DBV. „In anderen landwirtschaftlichen Sektoren ist es längst üblich, dass vor Erweiterungsinvestitionen eine wertschöpfungsorientierte Vermarktung der Erzeugnisse sichergestellt ist. Dahin müssen wir auch im Milchsektor kommen“, so Schmal beim Milchforum im polnischen Kamień Śląski, Schlesien.

Schmal dankte der EU-Kommission für die zusätzlichen finanziellen Hilfen für die europäischen Milchviehhalter. In der Diskussion mit Vertretern der EU-Kommission, Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie Vertretern der Milchbauern aus Frankreich, Polen, Italien und Irland sprach er sich aber gegen neue staatliche Versuche der Mengensteuerung aus: Er bewerte die Hilfsmaßnahmen der EU weiterhin skeptisch. Die Anreize zur Produktionsreduktion waren nicht effizient und eine spürbare Marktwirkung sei ausgeblieben. Nur die Akteure des Marktes könnten die Mengensteuerung verantwortungsvoll und zielgerichtet durchführen.

Direktzahlungen haben in den beiden vergangenen Krisenjahren einen erheblichen Teil der landwirtschaftlichen Einkommen ausgemacht. Darin waren sich Vertreter aus den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten einig. In den Direktzahlungen sah man deshalb auch weiterhin eines der geeigneten Instrumente zur Risikoabsicherung. „Wir benötigen Instrumente, um die zunehmenden Preisschwankungen meistern zu können. Hierfür bedarf es einer klugen Kombination aus staatlichen und privaten Maßnahmen. Eine gute Basisunterstützung und eine Umweltpolitik mit Augenmaß sind weiterhin wichtige Garanten, um die Zukunft unserer milchviehhaltenden Betriebe zu sichern“, bekräftigte Schmal.

Sorge äußerte er über die anhaltend niedrigen Eiweißverwertungen und bei weiterhin hohen Lagerbeständen an Magermilchpulver in der öffentlichen Intervention. Er und die weiteren anwesenden Bauernverbandsvertretern forderten: Die Lagermengen sollten für Hilfslieferungen in Krisengebiete sowie zur Unterstützung von Bedürftigen innerhalb der EU eingesetzt werden. „Wir dürfen das zarte Pflänzchen des sich erholenden Marktes nicht durch übereilte Marktverkäufe von Interventionsbeständen zertreten“, unterstrich Schmal.

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34 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Detmar Kleensang · 1.
    Hallo und einen wunderschönen, Herr Deter! Wie man sieht:

    Die eingebauten „Sicherungssysteme“ taugen nicht viel. Was keine Anklage ist, weil Sie schlicht technisch nicht in der Lage sein werden, bewusste Manipulationen unterbinden zu können. Ich könnte hier auch eine Bedienungsanleitung zur Manipulation und Umgehung Ihrer Sicherungssysteme reinstellen, werde mich aber hüten, dies zu tun. Offenbar wissen andere sowieso auch schon, wie es geht. Denn das Abstimmungsverhalten ist inzwischen schon extrem auffällig! Zusammengefasst: Gut 17 Stunden nach dem Kommentar ein Verhältnis von 25 zu 200. Knapp 3 Stunden danach 243 zu 205. Holla! Wie ging denn das? Nach 29 Stunden 306 zu 582. Ups, was ist denn da passiert? Und 43einhalb Stunden nach Kommentar nun plötzlich 1011 zu 1013. So viele Leserstimmen wie höchst selten oder gar noch nie! Es scheint allein auf diesem Kommentar ein regelrechtes Like/Dislike-Battle entbrannt zu sein. Glauben Sie, Herr Deter, dass dies alles tatsächliche Einzel-Leserstimmen waren? Ich habe da große Zweifel! Übrigens konnte ich heute früh auf ganz regulärem Weg eine zweite Stimme zum Abstimmungsverhältnis hinzufügen. Ich lobe Ihre Mühen zur Sicherung einer ordnungsgemäßen Stimmabgabe! Aber Sie sollten sich auch eingestehen, dass sie nicht wirklich funktionieren, wenn denn jemand bewusst manipulieren will. Und es ist schon äußerst naheliegend, dass dies geschieht. Da können Sie nichts für (solange niemand aus der Redaktion mit Zugriff an den Sicherungssystemen vorbei manipuliert, wovon ich aber ausgehe, dass dies nicht passiert!) und Sie können auch nichts dagegen machen. Ich halte nur jenen, der die Likes ursprünglich in weniger als 3 Stunden von 24 auf 243 getrieben hatte (und sei es auch nur jemand, der entsprechend massiv zur Stimmabgabe aufgerufen haben sollte mit der Absicht, das Abstimmverhältnis zu beeinflussen), für ein unehrliches betrügerisches Drecks(Borstentier mit Ringelschwanz).

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  2. von Martin Schmidt · 2.
    Lieber Karsten Schmal

    Ich weiß beim besten Willen nicht, warum Sie für den Erhalt der Direktzahlungen sprechen. Wir brauchen einen starken Milchsektor, ausgerüstet mit guten Instrumenten und daraus resultierenden Ergebnissen für die Kuhbauern, ohne staatliche Bevormundung.

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  3. von Gerd Uken · 3.
    Herr Detter es gibt manchmal soTage

    Da kann man willkürlich klicken- das System funktioniert nicht immer korrekt, da gebe ich Detmar recht. Herr Müller wenn das was sie vertreten das einzig wahre ist, dann ist in den letzten zwei Jahren ja alles vollkommen richtig gelaufen-zumindest für die Abnehmer, oder hast dort einer den Betrieb schließen müssen? Eher wurde sogar noch das Eigenkapital gestärkt- was man ja bei uns wohl nicht behaupten kann. Außerdem rege ich mal an darüber nachzudenken mit welchen scheinheiligen Parolen man Nuss was beiliegen wollte(Russlandembargo, Export rückläufig) und jetzt hat sich das alles gedreht und wir haben die höchsten Fettpreise aller Zeiten aber der Milchauszahlungspreis kommt da längst nicht mit. Wie erklären sie das denn jetzt?

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  4. von Erwin Schneiderbauer · 4.
    Warscheinlich ist Herr Schmal ein (...)?

    Schaut so aus als ob, is aber nix dahinter....... Ich meine das jetz mit dem (...) natürlich nur Symbolisch

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  5. von Karl-Heinz Mohrmann · 5.

    Top Agrar gehört nunmal zum WLV. Und dieser gehört zum DBV. Was meint ihr denn warum keine Reportagen oder Tipps ins Heft kommen wie man Erzeugergemeinschaften gründet und wie man sich erfolgreich bündelt. So wie es viele im DMK Gebiet machen.

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  6. von Dieter Müller · 6.
    Ganz entspannt bleiben!

    In der Differenz zwischen Zustimmung und Ablehnung liegt Otto Müller derzeit bei + 91. Also auf den hinteren Plätzen. Zudem scheint er auch der Einzige zu sein, der eine andere Meinung vertritt. Natürlich sollte top agrar auch exakt kontrollieren, da Manipulationen schon vorgekommen sind und darauf hin die Bewertungsmöglichkeit zeitweise abgeschaltet worden war.

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  7. von Matthias Zahn · 7.
    Sehr geehrter Herr Deter,

    sie finden das also in Ordnung, dass hier das Bewertungsystem manipuliert wird, und geben als Rat dann die Aufforderung es ebenso zu tun? Genau Herr Deter, selbst Schuld wer ehrlich bleibt! Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Herr Müller mal ebenso 250 Personen organisiert die ihm ein Like geben. Müssten diese Personen dann nicht ebenso im gleichen Umfang den anderen Kommentatoren ein dislike geben? Es wäre besser gewesen, sie hätten nichts geschrieben......

    Anmerkung der Redaktion:
    Nein, von Manipulation ist nicht die Rede, wir haben Sicherungssysteme eingebaut und das ans Abo geknüpft. Daher habe ich lediglich festgestellt, dass das ein korrektes Ergebnis der Leserbewertungen ist und die Meinung der Leser widerspiegelt. Wenn Sie anderer Meinung sind, laden Sie gerne weitere Leser ein, die diese Meldung lesen und abstimmen, denn ganz offenbar haben besagten Kommentar bislang vermehrt Landwirte gelesen, die anderer Meinung sind als Sie.

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  8. von Otto Müller · 8.
    @ Dettmar Kleensang

    Obwohl ich natürlich der Meinung bin, dass meine Meinung die Richtige ist (ohne den BDM bashen zu wollen): Die vielen Likes kommen mir auch etwas komisch vor.

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  9. von Detmar Kleensang · 9.
    Vielen Dank für den Tip, Herr Deter!

    Aber ich weiß auch, wie das Bewertungssystem ohne neue Leser manipuliert werden kann. Allein, mir ist der Aufwand zu groß und vor allem: Ich halte absolut überhaupt nichts von bewusster Manipulation solcher Bewertungssysteme! Leider scheinen einige dies anders zu sehen. Und derlei kann ich nur als unehrlich und betrügerisch empfinden. Wenn ich so empfinde, sich mir derlei aufdrängt, dann spreche ich das aus. Ohne selber manipulativ zu werden!

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  10. von Gerd Schuette · 10.
    Zur Anmerkung des Herrn Deter zum Kommentar von D. Kleensang von 9.55

    Schlafen Sie weiter Herr Deter

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  11. von Detmar Kleensang · 11.
    Interessant! Da wird offensichtlich wiedermal versucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen

    Mit Hilfe nicht geringer krimineller Energie. Oder wie ist es zu erklären, dass der Kommentar von Otto Müller, wie er einen landwirtschaftlichen Verband basht und zu diskreditieren versucht, in mehr als 17 Stunden nach dessen Veröffentlichung hier lediglich 25 Likes bekommt während er ansonsten gewaltig abgestraft wird von den Bauernmeinungen, dann aber in nicht einmal 3 Stunden derart kräftig aufholt an Likes das er die Dislikes locker überholt? Das dies auf normalem, regelgerechten Wege und durch tatsächlich dermaßen viele Einzelmeinungen zustandekommt innerhalb so kurzer Zeit dürfte relativ unwahrscheinlich sein... Wir sollen wohl auch noch anhand der Lesermeinungsabbildung betrogen werden!

    Anmerkung der Redaktion:
    Hallo Herr Herr Kleensang, dann lautet unser Tipp: Mobilisieren Sie gerne Gleichgesinnte, die dann auch hier mitmachen, für neue Leser sind wir immer offen :-) Die Abstimmung ist an das Abo gebunden. Infos zum Abo: http://aboshop.topagrar.com Gruß A. Deter

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  12. von Steffen Hinrichs · 12.
    Wo bleiben denn die Verbesserungsansätze des DBV ?

    Oder sieht der DBV sich nicht als Akteur ? Schmal hat jetzt doch die Folgartlinie erreicht .

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  13. von Doris Peitinger · 13.

    Herr Schmal ist weder dumm noch fehlgeleitet, er tritt nur für billige Preise ein, wie es die Aufgabe seines Verbandes ist. Während es anscheinend noch immer Bauern gibt, die tatsächlich glauben, dass er sich für sie und ihre Höfe einsetzt. Dass für Herrn Schmal eine Reduktion der Milch im Krisenfall ein derartiger Dorn im Auge ist, bedeutet somit nur, dass dies der richtige Weg ist!

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  14. von Matthias Zahn · 14.
    DBV nicht das einzige Problem

    Meiner Meinung nach ist nicht nur der DBV das Problem. Vor allem die Untätigkeit der Milcherzeuger ist beschämend! Sie lassen den DBV mit seiner fehlgeleiteten Politik gewähren und zahlen somit noch Jahresbeiträge dafür, dass der DBV ihnen die Milchpreise ruiniert! DAS ist wirklich schizophren!

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  15. von Christian Kraus · 15.

    Der DBV setzt alle Hebel in Bewegung um die Milch billig zu halten. Mit dem Milchgeschäft werden Milliarden umgesetzt aber verdienen sollen nur die Freunde des DBV aber nicht die Bauern. Die sollen von den Subventionen leben und dem DBV auch noch dankbar dafür sein. Etwas Schizophren ein Geschäftsmodell zu haben das am Leid der Bauern verdient und sich auch noch Bauernverband zu nennen.

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  16. von Karl-Heinz Mohrmann · 16.

    Man sagt eine Privatmolkerei mit M soll ein gut gefülltes Spendensysten installiert haben. wahrscheinlich hat dieses jetzt auch die neuen erreicht.

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  17. von Erwin Schneiderbauer · 17.
    Carsten Schmal, der Hampelmann des MIV!!!

    Wieviel Geld kriegt der DBV im Jahr vom MIV, muss schon einiges sein, wenn man seine Berufskollegen so verkauft. Dummheit kann es bei Herrn Schmal ja doch nicht sein, denn mit so wenig Hirn würde man nicht so alt................ Also gibt es nur noch eine Möglichkeit, er ist gekauft!!!!

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  18. von Diedrich Stroman · 18.
    Milchmafia

    Ganz einfach, der Mann gehört abgesetzt, da er nichts dazu gelernt hat!!Das was er da kunttut ist Bauernverarsche!!!

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  19. von Rainer Hoffmann · 19.
    Einfach nur noch lächerlich,diese Alibiberufsvertretung.

    Wenn man schon DBV. liest samt seiner Gönner aus Wirtschaft u. Politik ,da kann man nur noch kotzen über diese Typen die in ihrer ach so tollen Verantwortung einen ganzen Berufsstand ans Messer liefern ,weil sie andere Ziele verfolgen, wie im Tholen Brief zu lesen war,Pfui Deibel --armes Deutschland--kann man nur noch sagen.

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  20. von Otto Müller · 20.
    Soll der BDM

    ein Fachverband für Milch sein? Warum zeichnet er Minister Meyer, Misereor und andere Katastrophen = Nutztierhaltungsgegner aus? So ist der BDM ein Fachverband gegen Milch.

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  21. von Hans Nagl · 21.
    Das ist eine Berufsvertretung !

    (Mit ihren Vorschlägen bleibt die Bundesregierung hinter den Forderungen der tierärztlichen Fachverbände zurück. Sie halten eine Anhebung der einfachen Gebührensätze um mindestens 20 % sowie der Beratungsgebühren um 100 % für notwendig. ) Lieber Bauerverband nehmt euch ein Beispiel.

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  22. von Albert Maier · 22.
    Der DBV sollte....

    ... endlich einsehen, dass er Milchpolitik nicht kann. Er sollte dies Fachverbänden überlassen wie in anderen Bereichen auch. Täte ihm gut und den Milcherzeugern.

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  23. von Gerhard Metz · 23.
    Steter....

    ... Börger höhlt den Schmal!

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  24. von Karl-Heinz Mohrmann · 24.

    Fordert Herr Schmal jetzt eine Molkereiquote? Dann wären alle Träume des MIV DRV und der DMK erfüllt. Vielen Dank DBV

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  25. von Karl-Heinz Mohrmann · 25.

    Das ist Unfassbar.Der DBV fordert die Intervention auszudehnen und beschwert sich über die hohe Mengen die momentan noch in der Intervention lagern und verhindern das der Milchpreis steigt. Außerdem wird tatsächlich bestritten das das Mengenreduktionsprogramm der EU den Markt entlastet und die Milchpreise angehoben hat. Unfassbar

    Das meinen unsere Leser:
  26. von Dieter Müller · 26.
    Herr Schmal lädt sich eine schwere Verantwortung auf. Die Entwicklung wird ihn einholen!

    Wer bei zukünftigen Milchkrisen auf die Lagerhaltung und Lösungen durch die Molkereiwirtschaft setzt, der wird ein Waterloo erleben. Die staatlichen Mengenreduzierungsprogramme haben die Milcherzeuger von unterirdischen Preisen, um die 23 Cent, weggeführt. Selbst EU-Agrarkommissar Hogan und der deutsch Landwirtschaftsminister Schmidt loben die Programme. Das der aktuelle Milchpreis immer noch weit von Kostendeckung ist, dürfte auch unbestritten sein. Hauptgrund sind die vollen Lagerhäuser mit Milchpulver. Wenn jedoch die Läger aktuell nicht geleert werden können und bei der nächsten Krise zusätzlich eingelagert werden soll, dann kann sich jeder ausrechnen, dass ein gewinnbringender Milchpreis eine Utopie bleibt. Wer sich so weit aus dem Fenster lehnt und erfolgreiche Programme schlecht redet, der wird höchsten von der Milchindustrie gelobt.

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  27. von Detmar Kleensang · 27.
    Genau das zählt mit zu der widerlichen Unlogik seitens des DBV:

    Die Intervention wurde von Schmal und DBV immer als geeignetes Krisenhilfsmittel bezeichnet und befürwortet. Die Intervention sollte immer noch weiter ausgebaut und erweitert werden. Die Interventionspreise sollten angehoben werden, damit noch mehr auf Lager gepackt werden kann. Und jetzt äußern Milchpräsident Schmal und DBV Sorge über die hohen Lagerbestände??? Sie haben sie doch selber gefordert und unterstützt! Aber das sich der DBV mal mitverantwortlich zeichnet für diese hohen Lagerbestände, die eine Gefahr für den sich zart erholenden Markt darstellen, das ist mal wieder zu viel verlangt! Der DBV macht sich so nur immer wieder selber unglaubwürdig. Das Schlimme dabei: Man kann ihm die offensichtlichsten Dinge nahelegen und er kapiert es trotzdem nicht. Sind die da in dem Verband tatsächlich alle so unfähig oder verfolgen sie gänzlich andere Interessen? Würden sie die Interessen der Bauern vertreten hätte der DBV nie die Ausweitung der Intervention fordern dürfen! Denn was da auf Halde liegt sind schlicht überflüssige Produktionsmengen. Milch, die mit Steuerzahlergeldern produziert wurde und mit abermals Steuerzahlergeld eingelagert wurde, nur um sie dann mit nochmal Steuerzahlergeld wieder auszulagern und egal wo hin diese Mengen gekippt werden immer irgendwelche Milchmärkte stören bis zerstören. Damit diese Märkte dann mit zum vierten Male Steuerzahlergeld wieder aufgebaut werden müssen? Denkt denn da im DBV niemand auch nur mal ein bisschen nach???

    Das meinen unsere Leser:
  28. von Gerd Schuette · 28.
    Wer ist denn Befürworter der Intervention?

    https://www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Schmal-fordert-hoehere-Interventionspreise-6911983.html

    Das meinen unsere Leser:
  29. von Detmar Kleensang · 29.
    Immernoch die selbe schizophrene und unlogische Bauernverblödungs- und vernichtungsargumentation :-(

    Der DBV und sein Milchpräsident Schmal lernen es offensichtlich nicht, eine durchgehend logische, sich nicht laufend widersprechende und vor allem den Bauern nützlich Argumentation zu entwickeln. Stattdessen verstricken sich Schmal und DBV immer wieder in übelsten Widersprüchen ihrer eigenen Milchpolitik und in Lügen über die Realität auf den Höfen, in der Politik und auf den Märkten. Es ist so armselig und beadauernsvoll mitansehen zu müssen! In einem hat Karsten Schmal ja absolut Recht: Dass vor Erweiterungsinvestitionen eine wertschöpfungsorientierte Vermarktung sichergestellt werden muss. Eine Vermarktung, die vor allem für die Bauern wertswchöpfungsorientiert ist! Aber das wird ja nicht gemacht! Aktuelle Überlegungen der Molkerei, auf den GVO-frei-Zug aufzuspringen, wurden detailliert den Mitgliedern vorgerechnet. Am Ende blieb für die Bauern weniger Wertschöpfung, für die Molkerei aber mehr. Sowas hat gefälligst aufzuhören und da hat sich ein DBV einzumischen und klare Position im Sinne der Bauern einzunehmen! Tut er aber nicht! Und die Molkereien haben darin offenbar auf kein besonderes Interesse. Wo Schmal total weltfremd und geradezu lügnerisch daherkommt ist, dass er der Öffentlichkeit und Politik weismachen will, die Anreize zur Produktionsreduktion wären nicht effizient gewesen und das spürbare Marktwirkungen ausgeblieben wären. Wo lebt denn dieser Mensch? Als Milchpräsident eines so großen Verbandes sollte man doch wohl die Märkte und Geschehnisse drumherum im Auge haben! Also entweder lügt Schmal in diesem Punkt wie gedruckt oder er ist schlicht unfähig in seinem Job! In der uns allen bekannten Realität hatte allein schon die Ankündigung eines Reduzierungssystems gewaltige Auswirkungen auf den Markt. Allein schon die überaus aufgeregten und verstimmten Pressemeldungen der Molkereiindustrie, derer Verbände und jenes Dachverbandes, dem DBV (!) damals gaben reichlich Aufschluss. Die umgehend anziehenden Preise für die Milchbauern erst Recht! Und was soll wieder diese üble Unlogik von Schmal und DBV, mehr Initiative von Milcherzeugern und Molkereien wären in irgendeiner Weise effizienter als die von ihnen abgelehnte staatliche Mengensteuerung? Es gab reichlich Vorschläge für europäische Mengenreduktionsprogramme, welche in Krisenzeiten greifen sollten. Die allesamt vom DBV und deren untergeordneter Molkereiindustrie vehement abgelehnt und verunglimpft wurden. Solche europäischen Lösungsvorschläge wurden erst als staatliche diffamiert mit der folgenden Argumentation, so „kleinteilige“ Markteingriffe könnten auf einem EU- und Weltmarkt niemals funktionierten. Und nun, zum abermals wiederholten Male, behaupten DBV und Milchpräsident eine noch wesentlich kleinteiligere Markteingriffsstrategie auf Molkereiebene wäre effizienter? Mal ehrlich: Geht es noch blöder? Ist ja prinzipiell richtig, dass Milcherzeuger zusammen mit ihren Molkereien aktiver am Markt handeln sollten. Aber das hätte schon längst passieren können! Ist es bisher aber nie! Warum denn nicht? Vorschläge seitens der Bauern an die Molkereien gab es reichlich. Sie alle sind von den Molkereien im Molkereigenossenschaftsverband abgelehnt worden, auf Anraten des sie beratenden Raiffeisen-/Genossenschaftsverband, welche allesamt direkte Mitglieder im DBV sind! Festzustellen bleibt also nur: Der DBV rät den Bauern und Molkereien etwas zu tun, was dessen Unterstrukturen ablehnen und bekämpfen. Sprich: Der DBV macht sich selber zum Treppenwitz! Und setzt noch einen drauf, in dem er sich erdreistet, öffentlich die Bauern, Politiker und Öffentlichkeit zu belügen und zu beschummeln oder aber auch nur eine totale Weltfremdheit und Realitätsverweigerung zu offenbaren. So wird das nichts mit einer Zukunft für deutsche Bauern. Nicht mit solch einem Deutschen Bauernverband!

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  30. von Gerd Uken · 30.
    Herr Schmal bekennen Sie sich doch. Mal

    Beim nächsten Milchgipfel was sie eigentlich wollen 30.000 Milchviehbetriebe?! Das ist das Ziel Große Strukturen , kleine Familienbetriebe muss man nicht mehr unterstützen - so interpretiere ich das. Wer immer noch nicht begriffen hat wo der Verband die Milchviehalter hin haben möchte tut mir ehrlich leid. Steigbügelhalter für MIV GeNoverband Ohne den anderen Verband wäre er auch ja schon längst am Ziel!

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  31. von Gerd Schuette · 31.
    Wem dient der DBV?

    Laut DBV würde ein Eingreifen auf deutscher Ebene nichts bringen und auf europäischer Ebene gäbe es dafür keine Mehrheiten. Jetzt soll dies auf Molkereiebene funktionieren? Hat Herr Schmal aus der "sanften Landung" nichts gelernt? Sieht er nicht den Interessenkonflikt der sich zwischen Molkereien und Milcherzeugern im Krisenfall unweigerlich auftun würde? Die Lagerbestände bereiten ihm Sorgen? Die sind entstanden weil die Politik hinter dem Molkereitor eingegriffen hat und Stützungskäufe getätigt hat. Richtig ist es VOR der Molkerei einzugreifen. Die Milch darf gar nicht erst produziert werden. Dann belastet auch kein Lagerrbestand den sich erholenden Markt. Dies den Molkereien überlassen zu wollen ist fatal, Herr Schmal

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  32. von Gerd Oncken · 32.
    Übel

    kann einem werden, wenn man diese Vorschläge hört. Da will jemand wieder mit Gewalt die Milchpreise unter 30 Cent drücken. Zum Glück hört in letzter Zeit die Politik nicht auf diese Vorschläge, denn sonst wäre das Liquiditätsprogramm nie gekommen und die damit verbundene Milchmengendrosselung hätte uns die jetzigen Preisentwicklungen nicht beschert. Aber vielleicht begreifen die den Markt ja noch irgendwann, denn Angebot und Nachfrage regeln den Preis und nicht die Interessen der Milchindustrie.

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  33. von Thomas Imhof · 33.

    Die ewig Unbehrbaren......habwn wiedergesprochen.

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  34. von H. Bogen · 34.

    Herr Schmal weis aber schon das es sich bei den Direktzahlungen um eine reine Flächenprämie handelt oder?

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