Lidl bietet jetzt gentechnikfreies Rindfleisch an

Lidl
Bild: Pressebild

Lidl Deutschland bietet ab dem 16. Januar Hamburgerfleisch der Eigenmarke "Landjunker" mit dem "Ohne Gentechnik"-Siegel an. Die Einlistung erfolgt zunächst in den Berliner Filialen und soll im Laufe des Jahres deutschlandweit ausgeweitet werden.

Neben den Hamburgerscheiben werden weitere Rinderhackfleischprodukte mit dem "Ohne Gentechnik"-Siegel das Sortiment schrittweise ergänzen, teilt das Unternehmen weiter mit. "Wir wollen das Angebot gentechnikfreier Produkte für unsere Kunden weiter ausweiten, um ihnen eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. Die höheren Einkaufspreise bei gleich bleibenden Verkaufspreisen sehen wir dabei als Investition in die Zukunft", sagt Jan Bock, in der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland zuständig für den Einkauf.

Drei Jahre bis zum gentechnikfreien Rindfleisch

Das Rindfleisch für die frischen Hamburgerscheiben stammt von Rindern, die in Deutschland geboren sind, aufwachsen sowie geschlachtet und verarbeitet werden. Damit das Fleisch als gentechnikfrei eingestuft werden kann, muss sichergestellt sein, dass die Tiere drei Jahre lang ausschließlich gentechnikfrei gefüttert wurden. Was sich bisher bei Frischgeflügel-Produkten bewährt hat, wird laut Lidl nun auch schrittweise für Rinderhackfleisch-Produkte folgen: Das 2009 vom Bundesagrarministerium eingeführte und vom "Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V." (VLOG) vergebene grüne "Ohne Gentechnik"-Label wird dann auf allen entsprechenden Produktverpackungen zu finden sein.

Zum gentechnikfreien Sortiment gehört bei Lidl seit dem vergangenen Jahr ebenfalls die Frischmilch der Eigenmarke Milbona sowie diverse andere Molkereiprodukte, wie die Käsesorten Emmentaler und Wiesenländer, saure Sahne, Schlagsahne und Mozzarella.

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    Höhere Einkaufspreise bei gleichbleibenden Verkaufspreisen -

    Aha! Sind jetzt die Margen entsprechend hoch, dass das so ohne weiteres geschultert werden kann, oder will man hier nur den Markt manipulieren? Ist das langfristige Ziel dann der alte Einkaufspreis, aber ohne Gentechnik? Warum ist LIDL nicht so ehrlich und gibt den höheren Einkaufspreis an den Kunden weiter, um das tatsächliche Marktverhalten zu sehen? Am Schluß heißt es als "Marktanalyse" die Gesellschaft will es so. Hier stellt sich für mich nur die Frage: ist es jetzt "infam" oder "perfide", heimtückisch oder niederträchtig. Auf alle Fälle ist es eine Verlogenheit gegenüber dem Verbraucher und dem Produzenten.

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  2. von Marcus Rohwer · 2.
    doppelnutzen

    wenn man GVO-frei gefütterte Kühe schlachtet, kann man gleich GVO-freies Hackfleisch vermarkten. cleveres Marketing

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  3. von Anton Braun · 3.
    Geschichte

    Wenn man die letzten 20 Jahre Agrarpolitik zurückverfolgt, dann muß man fataler Weise erkennen, daß genverändertes Soja ohne Deklaration zu der Zeit eingeführt wurde als Frau Künast Agrarministerin war. Dem damaligen Bauernpräsidenten Sonnleitner war das gerade Recht sonst hätte er das Maul aufgemacht.

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  4. von Burkhard Diekmann · 4.

    ja, ja dann füttern wir mal schön Rapsschrot mit Futterharnstoff aufgewertet, das ist sicherlich viel gesünder für Tier + Verbraucher. Haha!!!!!!!! Schauen wir mal wie lange es dauert bis das auch noch verboten wird. Die Verantwortlichen die so einen Quatsch verzapfen sollten aber daran denken, dass die Tiere noch irgendetwas fressen müssen. Ach ja, Weidehaltung wäre sicher noch eine tolle Alternative

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