Reduktionsprogramm: 38 Mio. € ungenutzt

Etwa 38 Mio. € der EU-Beihilfe zur Milchmengenreduzierung flossen ungenutzt in den EU-Haushalt zurück.
Bild: Werkbild

Rund 38 Mio. € des Budgets für die Milchmengenreduzierung sind ungenutzt in den EU-Haushalt zurückgeflossen, berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV) im aktuellen Milch-Report. Milcherzeuger erhielten europaweit 14 Cent Beihilfe für jedes Kilogramm Milch, das sie im Vergleich zum Vorjahr weniger produzierten. Das Programm zur Mengenreduzierung lief von Oktober 2016 bis Januar 2017. Dafür stellte die EU ein Kontingent von 150 Mio. € bereit. Etwa 38 Mio. € flossen ungenutzt zurück in den EU-Haushaltstopf. 

Die Maßnahme zeigte sich im Nachhinein als ineffizient, schreibt der DBV. Weil die Erzeugerpreise stiegen, hätten nur wenige Landwirte ihre Milchmenge reduziert. Nach Anlauf des Programms sei keine Veränderung außer der normalen Marktentwicklung auf dem Spotmilchmarkt erkennbar gewesen.

Der DBV setzt sich jetzt dafür ein, dass die ungenutzten Gelder zum zügigen Abbau der Interventionsbestände an Magermilchpulver genutzt werden. 

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12 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerd Schuette · 1.
    da ist der link

    www.topagrar.com/news/Rind-Rindernews-Hogan-wertet-EU-Hilfsprogramm-fuer-Milchbauern-als-erfolgreich-8031018.html

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  2. von Karl-Heinz Mohrmann · 2.

    Mann kann oben bei der lupe in die Leiste . Hogan und Milch eingeben. Dann kommt die Presseerklärung von Hogan die der DBV DRV und MIV und die grünen Medien verschweigen

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  3. von Karl-Heinz Mohrmann · 3.

    Man fragt sich schon warum Top Agrar hierzu nicht die Meldung über Herrn EU Agrarminister Hogan verlinkt. In der er klar sagt das das EU Mengenreduktionsprogramm ein klarer Erfolg ist und nachweislich für den schnellen Preisanstieg verantwortlich ist?? Darf nicht sein was nicht sein darf?? Das der DBV das jetzt weglügt ist unglaublich. Und Top Agrar ist ein williger Handlanger ohne eigene Recherche.

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  4. von Christian Kraus · 4.
    Einfach mal das Gegenteil behaupten

    Am Reduktionsprogramm haben DBV und seine Freunde nichts verdient. Wenn es Geld gibt das diese Bande nicht abschöpfen kann dann ist es in deren Augen ineffizient. Für die Bauern war es das einzige was wirklich geholfen hat. Die Bauern sollen nur als Vorwand herhalten um Staatsgelder in eigene Kassen zu füllen oder um sie direkt auszuquetschen. Darum müssen wirksame Maßnahmen zu Krisenvorsorge unbedingt verhindert werden.

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  5. von Dieter Müller · 5.
    Der Bauernverband gibt zu, das der riesige Milchpulverberg problematisch ist.

    Über 400.000 t Milchpulver lagern in der Intervention. Wären die Mittel für die Milchmengenreduzierung nicht erst 2016/2017 gewährt worden, sondern schon am Anfang er Krise, dann hätte man diese Pulvermenge nicht einlagern müssen. Eine große Mitverantwortung an dieser Situation trägt auch der DBV, weil er die Krise am Anfang nicht zugegeben und bagatelisiert hat. Das die Reduzierungsprogramme trotzdem den Milcherzeugern zu besseren, aber noch nicht ausreichenden Preisen verholfen haben, ist unstrittig. Wer jedoch aktuell behauptet, das 38 Millionen Euro helfen können den Pulverberg abzutragen, der kann nicht rechnen. Wenn 400 Millonen kg Pulver eingelagert sind, dann bewirken 38 Millionen weniger als 10 Cent pro kg. Der Bauernverband sollte daher den Milchlieferanten kein Sand in die Augen streuen, sondern auf vernünftige mengenreduzierende Maßnahmen, bei zukünftigen Milchkrisen, setzen und vor allem nicht die Position der Milchindustrie vertreten.

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  6. von Erwin Schneiderbauer · 6.
    Gebt diese 38 Milionen dem BV,

    damit er sich ohne großen Schaden selbst auflösen kann, bevor er aufgelöst wird............... Also das Gerät möchte ich sehen, mit dem man bei diesen Herren vom BV noch Gehirnströme essen kann!!!

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  7. von Jens Sönke Thomsen · 7.
    Nur mal so zum Vergleich!

    Die Elbfelamonie in Hamburg sollte für 80.Mill gebaut werden...gekostet hat sie dann 800Milljonen !! Die Differenz wird mit Sicherheit nicht die Stadt Hamburg bezahlen! Da kann mal sehen welchen Stellenwert die Landwirtschaft hat.. In Deutschland und Europa...

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  8. von Gerd Uken · 8.
    Die ungenutzten 38 Mio sind ja sicherlich EU weit

    In den Niederlanden sind sie noch nicht mal alle ausgezahlt worden so viel ich weis. Wie erklärt es sich denn das ab August 2016 als das Reduktionsprogramm beschlossen wurde der Milchpreis stetig aber langsam nach oben ging von 21 Cent ....... Ist das Russlandembargo aufgehoben worden und der Absatz plötzlich angestiegen? Genauso war es mit dem Export in diesem ersten Halbjahr der auch anzog. Wir müssen nicht alles glauben was der BV uns weis machen will- ist eine Ware knapp wird sie nie ausgehen und hält ihren Preis wie die Butter!

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  9. von Frank Lenz · 9.
    Hier wird mal wieder deutlich...

    ... das der DBV für dauerhaft niedrige Milcherzeugerpreise ist. Das einzig gute an dieser Meldung ist die Klarheit der Forderung vom DBV.

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  10. von Gerd Uken · 10.
    Lieber Bauernverband

    Bevor ihr solchen Unfug verbreitet sollte man erst mal nachdenken- das MMP verursachte kosten von 3 Cent/kg Milch bundesweit. Wenn das Reduktionsprogramm nichts gebracht hätte wären wir ja noch bei 30 Cent oder hätte es das Pzlver dann nicht mehr gegeben? Diese 38 Mio.€ sollte man schon sinnvoller einsetzen- das Pulver schickt doch an die zurück die es produziert haben! Ansonsten wird man es nur los wenn man unter Preis verkauft und dadurch den Markt In VS und NZ stört....

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  11. von Gerd Schuette · 11.
    DBV - sparen im Kleinen, verschwenden im Großen

    350000 to Pulver für rund 1700 €/to bedeutet das da für mehr als 600 Mio Euro Pulver im Lager liegt, Kosten verursacht und steigende MMP-Preise verhindert.

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  12. von Gerd Schuette · 12.
    Ja, nee, is klar,

    das der DBV dieses Programm als "ineffizient" bezeichnet. Ist ja nicht auf deren Mist gewachsen und der DBV hat es bis zum Schluss zu verhindern versucht (geholfen hat es aber trotzdem). Die Pulverberge in der Intervention, die jetzt eine Erholung des Magermilchpulverpreises verhindern, ja, die verdanken wir dem DBV, diesem Erfinder der "Delle" und der "sanften Landung"

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