Schmidt will Nutztiere vor Wolf schützen

wolf "Der Wolf ist und bleibt kein jagdbares Wild", sagt Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Bild: DJV

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich für mehr Schutz von Nutztieren gegenüber Wölfen ausgesprochen. Man müsse dazu auch über eine "begrenzte Abschussfreigabe reden".
 
Das sagte der Minister der Mittelbayerischen Zeitung. Forderungen, den Wolf unter Jagdrecht zu stellen, lehnte Schmidt allerdings ab. „Der Wolf ist und bleibt kein jagdbares Wild. Einzelne gefährliche Tiere können bereits heute nach strengen Regeln abgeschossen werden. Wir kommen aber an den Punkt, wo wir im Rahmen der Bestandskontrolle über eine begrenzte Abschussfreigabe reden müssen", erklärte der CSU-Politiker.

Auf die Frage, ob der Wolf zu Deutschland gehöre, sagte der Minister: "Diese Frage hat der Wolf beantwortet. Er ist hier. Die Tiere auszurotten, wie das unsere Vorfahren getan haben, ist kein gangbarer Weg. Dennoch dürfen wir nicht vor den Konflikten die Augen verschließen. Wir müssen Wolfsmanagement betreiben. Vor allem müssen die Herden von Schafen, Ziegen, Rindern und Pferden vor dem Wolf geschützt werden. Deshalb werden die Anschaffung von Schutzzäunen und wehrhaften Hunden für die Herden auch staatlich gefördert und Tierverluste, die Wölfe verursacht haben, entschädigt."

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Interessante Logik

    "Auf die Frage, ob der Wolf zu Deutschland gehöre, sagte der Minister: "Diese Frage hat der Wolf beantwortet. Er ist hier. Die Tiere auszurotten, wie das unsere Vorfahren getan haben, ist kein gangbarer Weg...." Diese Aussage lässt tief blicken. Warum sollten wir dann eigentlich noch Leute bestrafen, die Fehler gemacht haben und es nicht mehr rückgängig machen können? So eine Aussage ist geradezu eine Armutserklärung für einen Staat, der sich als Rechtsstaat versteht und sich an Gerechtigkeit orientieren will. Unrecht wird noch lange nicht gerecht und rechtmäßig, weil ein Staat willkürlich Unrecht zu Recht erklärt.

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  2. von Andreas Thiel · 2.
    Wolfs Manöver

    Interessante Thematik... Muss Ich um meinen Führerschein bangen wenn Ich den lieben Wolf erwische? Muss Ich auch erste Hilfe leisten? Kommt das Gesetz bald, dem Wolf, gleich ob die Verkehrslage es hergibt ausweichen? Das eigene Leben unter das vom Wolf stellen?

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  3. von Gerd Uken · 3.
    Mit dem Wolf

    Werden wir uns noch lange beschäftigen, das natürliche Wildcwird verschwinden, dort wo der Wolf sein Reviers hat. Schutzzäune helfen nicht wirklich und wer soll die unterhalten? Man wird auch wohl nicht alle Reiche See und landseitig einräumen, ein Zaun hilft nicht! Und wer verhält sich wie wenn der nächste Wolf angefahren wird, bei Rehwild etc. gibt man dann den erlösenden Fangschuss,,und wer macht das beim Wolf? Die Polizei ganz sicher nicht und ich als Jäger auch nicht, denn das könnte meinen Jagdschein kosten - bis der erste Tierschützer auftaucht.

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  4. von Willy Toft · 4.
    Für den Wolf kann man nicht einzäunen!

    Wer das behauptet, verkennt die Realität. Die Nutztierhaltung mit Weide- Tieren wird zurückgehen, auch das wird eine Konsequenz aus diesem Wolfs- Management werden. Ehe ein Förderantrag zum "Schutz" für die Weidetiere vor dem Wolf durch ist, hat dieser sich schon "bedient". Die Emotionen die da bei den Beteiligten hochkochen, hat gerade der "Staat" mit seinen beteiligten Behörden auszubaden. Gerissene Schafe habe ich schon in der Nachbarschaft gesehen, der Schäfer ist schon so frustriert, dass er nicht mal seine Ansprüche mehr geltend machen will, weil er in der Pflicht steht, zu beweisen, dass er alles unternommen hat, um den Wolf von seiner Herde abzuhalten! Noch streift der Wolf nicht durch die Vorstädte, da sind die Wildschweine schon weiter, aber der Tag wird kommen, wo sich die Menschen fragen, wer die Wölfe so gewähren ließ!

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