ASP: Kreisveterinäre aus ganz NRW fortgebildet

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen.
Bild: Archiv

Wachsamkeit und Vorbeugung sind die wichtigsten Maßnahmen, um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland und Nordrhein-Westfalen zu verhindern. Eine zentrale Aufgabe kommt dabei den Tierärztinnen und Tierärzten in den Kreisen zu. Am Donnerstag dieser Woche trafen sich deshalb in Essen etwa 120 Veterinärinnen und Veterinäre sowie Vertreterinnen und Vertreter von kommunalen und Landesbehörden aus ganz Nordrhein-Westfalen zu einer zentralen Fortbildungsveranstaltung des Landesamtes für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV).
 
Im Vordergrund standen der Erfahrungsaustausch und eine engmaschige Abstimmung über Verwaltungs- und Landesgrenzen hinweg. Denn nur so sei es möglich, eine Einschleppung des ASP-Virus nach Nordrhein-Westfalen und das damit verbundene Tierleid unter Wild- und Hausschweinen zu verhindern. Über die neuesten Erkenntnisse und die Seuchenlage in den osteuropäischen Staaten informierten Tierseuchenexperten des Friedrich-Löffler-Instituts, des NRW-Umweltministeriums und des LANUV. Über Erfahrungen zu Maßnahmen zur Vorsorge berichteten Vertreter aus anderen Bundesländern. Zudem wurde Manöverkritik zur ersten ASP-Übung in Nordrhein-Westfalen geäußert, die vor 14 Tagen  in Recklinghausen und im Rheinisch-Bergischen-Kreis stattfand.
 
Bislang liegt ein Schwerpunkt der vorbeugenden Maßnahmen in der Reduzierung des Wildschweinbestandes. Die Zahl der Wildschweine ist in den letzten Jahren durch ein großes Nahrungsangebot und günstige klimatische Verhältnisse stark gestiegen. Im Falle eines Ausbruchs bei Wildschweinen könnte sich die Afrikanische Schweinepest schnell verbreiten und somit auch die Gefahr einer Einschleppung in die Hausschwein-Bestände steigen. In NRW wurde daher die Schonzeit ganzjährig aufgehoben und bereits eine deutlich größere Anzahl an Wildschweinen geschossen als im Vorjahr.
 
Ein sehr wahrscheinlicher Übertragungsweg sind zudem Reste von Wurst- und Fleischprodukten, die aus den osteuropäischen Ländern über den Reiseverkehr zu uns gelangen. Werden diese Speisereste auf Raststätten von Autobahnen und Bundesstraßen nicht ordnungsgemäß in die dafür vorgesehenen Müllcontainer entsorgt, besteht die Gefahr, dass sich Wildschweine infizieren und der Erreger so über kurz oder lang in die Hausschweinebestände gelangt.

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