Afrikanische Schweinepest in großem Bestand in Polen bestätigt

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Bild: top agrar

In Polen ist ein neuer Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in einer Schweinehaltung aufgetreten, und zwar in einem vergleichsweise großen Bestand. Die Nationale Veterinärbehörde bestätigte den Nachweis des Virus bei einem Hausschwein aus einem Betrieb nahe der Stadt Szczyty Nowodwory in der Wojewodschaft Podlachien im Nordosten Polens.

Seit dem erstmaligen Auftreten der ASP in Polen im Jahr 2014 ist die Seuche damit 113 Mal in einer Stallung ausgebrochen. Zudem wurden seitdem rund 2 200 infizierte Wildschweine gezählt. Besondere Brisanz erhält der aktuelle Fall durch seine Dimension. Der betroffene Betrieb zählt mit fast 6 000 Tieren zu den größten Schweinemästern in der Region und unterhält weitere Stallungen in der Nähe.

Bisher waren meist nur private Hauswirtschaften mit wenigen Tieren betroffen. Der Bestand sei professionell geführt und habe alle vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten, heißt es zudem in polnischen Fachmedien.

Unterdessen hat die Keulung des betroffenen Tierbestands begonnen. Die Seuchenmaßnahme soll nach Auskunft der regionalen Veterinärbehörde bis zum Samstag beendet sein. Gleichzeitig seien in den übrigen zum Unternehmen gehörenden Stallungen Proben für eine Untersuchung genommen worden, um weitere Infektionen auszuschließen.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Erwin Schmidbauer · 1.
    Impfung?

    So ein Ausbruch in einem gute geführten Bestand ist doch ein Menetekel für alle, die glauben, Bio-Sicherheit und Hygiene könnte uns retten. Vielleicht ist es doch nötig, einen Impfstoff zu entwickeln und damit die ASP auf Dauer in den Griff zu bekommen. In einem politischen Umfeld, in der Tierwohl etc. immer wichtiger wird, ist eine Keulung aus vorgeschobenen sechenrechtlichen Gründen, die in Wirklichkeit wirtschaftliche Gründe sind, immer widersprüchlicher.

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