Dänemark verschärft das Gelbe-Karten-System

Medikation über das Futter. Medikation über das Futter.
Bild: Heil

Obwohl die dänischen Tierhalter den Einsatz von Antibiotika in ihren Ställen in den vergangenen drei Jahren schon deutlich eingeschränkt haben, setzt Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen die Messlatte noch höher. Der Minister verwies in der vorletzten Woche auf die zuletzt kaum noch rückläufigen Einsatzmengen und forderte insbesondere die dänischen Schweinehalter zu größeren Anstrengungen auf.
 
„Antibiotikaresistenzen sind ein Problem, das wir ernst nehmen müssen“, betonte Ellemann-Jensen, der die Landwirte ausdrücklich für ihre bisherigen Erfolge bei der Senkung des Medikamenteneinsatzes lobte. Ihm zufolge ist jedoch wegen der aktuell geringen Fortschritte der 2015 im Kopenhagener Parlament verabschiedete „MRSA-Aktionsplan“ gefährdet. Dieser sieht bis Ende 2018 eine Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Schweinehaltung um 15 % im Vergleich zu 2014 vor.
 
Um das angepeilte Ziel doch noch zu erreichen, ordnete Ellemann-Jensen in der vorletzten Woche Verschärfungen beim sogenannten Gelbe-Karten-System an. Demnach werden nun ab einer noch kleineren Einsatzmenge als bisher automatisch obligatorische Prüfungen und Beratungsmaßnahmen für die jeweiligen Schweinhaltungen angeordnet. Die dänische Lebensmittelaufsicht geht davon aus, dass insgesamt 400 Betriebe von dieser neuen Regelung betroffen sind.

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