Regierung fördert Entwicklung neuer Antibiotika

Geld für die Antibiotika-Forschung Geld für die Antibiotika-Forschung
Bild: Heil

Die Bundesregierung wird die Globale Partnerschaft für Antibiotika-Forschung und Entwicklung (GARDP) in den Jahren 2018 bis 2022 mit weiteren 50 Mio Euro unterstützen. Das gaben das Bundesgesundheits- und das Bundesforschungsministerium in der vergangenen Woche gemeinsam bekannt. Insgesamt 56,5 Mio. € Forschungsmittel wurden zugesagt. Weitere Geldgeber sind die Niederlande, Großbritannien, die Schweiz, Südafrika und Luxemburg sowie der sogenannte Welcome Trust.
 
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bezeichnete die Zusage als wichtigen Schritt im Kampf gegen die globale Gesundheitsgefahr durch Antibiotikaresistenzen. Trotz der Gefahr durch weltweit zunehmende Resistenzen seien in den vergangenen Jahrzehnten kaum neue Antibiotika auf den Markt gekommen, stellte der Minister fest. Er erinnerte daran, dass sich die G20 unter deutscher Präsidentschaft dazu verpflichtet habe, die Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe kraftvoll voranzutreiben.
 
Der Staatsekretär im Bundesforschungsministerium, Georg Schütte, betonte, dass man bedeutsame Fortschritte in der Gesundheitsforschung nur durch länderübergreifende Kooperationen erzielen könne.
Produktentwicklungspartnerschaften wie GARDP seien für Deutschland ein wichtiges Instrument.
 
Die GARDP wurde im Mai 2016 als gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungsinitiative auf Betreiben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Drugs for Neglected Diseases initiative (DNDi), unterstützt durch die Bundesregierung und andere Staaten, ins Leben gerufen. Mit der nun zugesagte Finanzierung sollen den Ministerien zufolge verschiedene Forschungsprojekte für die Humanmedizin unterstützt werden, darunter die Entwicklung von Antibiotika in der Kinderheilkunde. Neue Wirkstoffe für die Tierhaltung stehen derzeit nicht auf der GARDP-Agenda.

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