Zuschauerverbot bei französischer Preisfeststellung

Marché du Porc Breton Handelsraum Marché du Porc Breton
Bild: Archiv

Nachdem es bei der französischen Schlachtschweinenotierung am Marché du Porc Breton (MPB) in jüngster Zeit wiederholt zu „Drohungen und persönlichen Angriffen“ auf Händler und Besucher durch erzürnte Landwirte gekommen ist, wird die Preisfindung vorerst ohne die Anwesenheit von Marktbeteiligten und Beobachtern fortgesetzt. Wie die regionalen Schweineausschüsse (CRP) der Bretagne und des Pays de Loire zusammen mit dem MPB mitteilten, werden die folgenden Notierungen ausschließlich digital durchgeführt.

Die nationale Preisfindung für Schlachtschweine in Frankreich erfolgt durch eine Auktion, bei der Gruppen von schlachtreifen Tieren versteigert werden. Dies geschieht digital in einem Computersystem. Allerdings sitzen meist auch Käufer im Versteigerungsraum und geben vor Ort in Plerin ihre Gebote über Terminals ab. Laut CRP wurden in den vergangenen Wochen mehrere Notierungsrunden durch aufgebrachte Erzeuger gestört, die sich vor allem über die aus ihrer Sicht zu niedrigen Preise beschwerten. „Der MPB kann in keiner Weise als politisches Forum genutzt werden, nicht einmal in Zeiten der bevorstehenden Wahlen zu den Landwirtschaftskammern", heißt es in der auch vom MPB getragenen Erklärung der regionalen Schweineausschüsse.

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