Schleppschuh statt Prallteller?

Der Schleppschuh sorgt für niedrige Stickstoffverluste.
Bild: Werkbild

Breitverteiler sind günstig und auf Grünland noch bis 2025 erlaubt. Oft zahlt es sich dennoch aus, schon jetzt einen Schleppschuhverteiler anzuschaffen. Wir haben nachgerechnet, für wen.

Viele Tierhalter im Grünlandgürtel nördlich der Alpen stehen vor einer Entscheidung: Nutzen sie bis 2025 ihren Prallteller oder Schwenkverteiler weiter? Oder investieren sie schon jetzt in neue Technik für die Gülleausbringung?

Viele fürchten bei einer Investition in neue Technik um ihre Unabhängigkeit. Für viele ist neues Gerät nur über eine Maschinengemeinschaft erschwinglich – oder sie übergeben die Arbeit gleich dem Lohnunternehmer. Die "alten" Breitverteiler sind hingegen günstig und auf jedem Betrieb vorhanden. Kein Landwirt muss mit der Ausbringung warten, bis der Nachbar mit der Arbeit fertig ist.

Allerdings: Schleppschuh- oder Schlitztechnik bringen mehr Stickstoff aus der Gülle in den Boden. Das spart Mineraldünger. Zudem lassen sich in Zeiten der neuen Düngeverordnung manche Schläge nur mit effizienter Ausbringtechnik überhaupt noch ausreichend mit Stickstoff versorgen. Denn bei der mineralischen Zudüngung sind die Landwirte künftig noch stärker eingeschränkt.

Unter welchen Umständen sich ein Schleppschuhverteiler schon jetzt rentiert, lesen Sie in der druckfrischen Südplus 1/2018:

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6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Helmut Ehrenbrand · 1.

    Für mich stellt sich die Frage ,ob die Annahmen tatsächlich in der Praxis zu trefffen und auch umsetzbar sind damit wir die Reduzierung der N-Verluste und zB. keine Gülleschnüre von der Herbstgabe im 2.ten Schnitt oder verätzte Streifen finden . Bei unseren Nordlichtern funktioniert ja vieles wenn täglich der Stallgiebel nachdem aufstehen wieder mal Nass war aber ab Hessen über BW bis große Teile Bayerns wo jedes Jahr mit Trockenschäden zu kämpfen haben brauchen wir Klausel damit wir weiterhin mit Möscha fahren dürfen. Oft entscheidet ein Gewitter ob genügend Wasser vorhanden ist, ganz egal ob separiert oder nicht. Und wenn man aus so einer Gegend kommt stehen einen Haare zu Berge wenn man weiß, jeder muss innerhalb eines Tages seine 15,20,30,40 ha Grünland Güllefahren mit dem Risko Gülleschnüre abgelegt zu haben oder alles Gras brennt durch Verätztungen. Wir haben selbst separierte Gülle und weiß von was ich schreibe.

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  2. von Armin Brader · 2.

    warum soll ich diesen Aufwand betreiben wenn ich es mit dem Möscha genauso gut haben kann?

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  3. von Jens Geveke · 3.

    der ganz schlaue sieht das hier bei vielen Betrieben, wie gut das gehen kann: Die flüssige Gülle wirkt wesentlich besser, weil die N-Verluste dann noch geringer sind. Nährstoffabgabe wird billiger, weil Biogasanlagen das feste Substrat gerne aufnehmen. Die Klimabilanz des Betriebes wird besser (Geldvorteil kommt die nächsten Jahre, abwarten). Man kann im Frühjahr zügiger ausbringen, weil das homogenisieren keine Zeit raubt und die Verteiltechnik im Schleppschuh kann auf das einfachste reduziert werden, weil die Zerkleinerungstechnik im Verteiler nicht verschleisst. Wir fahren seit 2008 ca. 8.000t separierten Gärrest pro Jahr mit einem Schleppschuhverteiler auf Grünland aus und haben bisher einmal einen neuen Messersatz im Verteiler bekommen.

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  4. von Armin Brader · 4.

    ein ganz schlauer mit separieren wird das Güllefahren noch billiger. Sinkende Fleisch und Milchpreise da ist gut wenn das Güllefahren billiger wird!

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  5. von Jens Geveke · 5.

    .....wenn die Streifen oben liegen bleiben, dann muss man die Gülle vorher separieren, damit die Flüssigkeit besser in den Boden einsickert. Der Feststoff wird gerne von einer Biogasanlage aufgenommen oder eignet sich hervorragend für den Acker als Strukturbildner.

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  6. von Armin Brader · 6.

    Die Annahme das die Bodennahe Ausbringung weniger verluste hat wurde damit zurechtgebogen das die Zeit auf vier Stunden begrenzt wurde, Dr Schröpel ehemaliger Leiter vom Spitalhof in Kempten hat genügen Versuche dazu gemacht. Darum wurde er Mundtod gemacht und auf Grund dessen wurde die Zeit zum Messen der Verluste auf vier Stunden begrenzt. Wenn ich die Gülle auf Streifen lege wird die Oberfläche kleiner und es dauert länger bis die Verluste zu tragen beginnen.

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