Deutlich mehr Lohnunternehmer wollen in Gülletechnik investieren

Fass auf der Agritechnica Güllefass auf der Agritechnica
Bild: Deter

Die Investitionsbereitschaft der Lohnunternehmer mit Blick auf die Gülletechnik hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht, die der Beckmann Verlag unter 100 Lohnunternehmern durchgeführt hat, werden wahrscheinlich fast zwei Fünftel der Lohnunternehmer in Deutschland in den kommenden anderthalb Jahren in Gülletechnik investieren.

Bei einer ähnlichen Umfrage von Anfang 2018 hatte hier der Anteil der Investitionswilligen bei lediglich einem Viertel gelegen.

Wie der Verlag weiter mitteilte, will nun sogar jedes fünfte Unternehmen seinen Fuhrpark in den kommenden 18 Monaten weiter aufstocken. Dabei erstreckten sich die Investitionspläne über die komplette Bandbreite, die das Techniksegment zu bieten habe.

Gut zwei Drittel der Befragten arbeiten den Umfrageergebnissen zufolge mit dem zweiphasigen System, bei dem Anlieferung und Ausbringung der Gülle mit unterschiedlichen Fahrzeugen erfolgen. Dabei wird vor allem das Traktor-Fass-Gespann eingesetzt, wobei die mittlere Fassgröße bei 23 m3 liegt.

Auch bei der Ausbringung hat das traktorgezogene Fass „die Nase vorn“. Eingearbeitet wird die Gülle nach den Angaben der Lohnunternehmer hauptsächlich mit dem direkt am Fass angebauten Bodenbearbeitungsgerät. An zweiter und dritter Stelle der Beliebtheit der Einarbeitungssysteme liegen Schleppschlauch und Schleppschuh. Drei Viertel der Menge werden auf dem Acker ausgebracht; der Rest ist für die Grünlanddüngung bestimmt.

Fast jeder Dritte der befragten Lohnunternehmer bietet die Unterfußdüngung als Dienstleistung an. Im Mais setzen alle Befragten dieses Verfahren ein. Hauptbestandteil des Angebotes der Lohnunternehmer rund um die Gülle und Gärreste ist dem Verlag zufolge der Transport inklusive der Ausbringung.

Die Separierung von Gülle wird dagegen nur vereinzelt angeboten. Dieses Geschäftsfeld dürfte allerdings aufgrund der verschärften Düngeverordnung ausgebaut werden. Ein zunehmend interessanteres Geschäftsbereich ist nach Einschätzung der Landtechnikexperten auch die Ermittlung der Inhaltsstoffe mit der Nahinfrarotspektroskopie (NIRS); diese Technik nutzen zurzeit erst 10 % der befragten Lohnunternehmer.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Rudolf Rößle · 1.
    Problem

    bei solchen Fassgrößen sind langanhaltende Bodenschäden die Wirklichkeit. Bei meinem 12 m³ Fass muss ich schon aufpassen, dass der Bodendruck auf unseren Tonböden nicht zu groß wird.

    Das meinen unsere Leser:
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