Streitpunkt

Hensel: (Noch) Mehr Wissenschaft wagen! Premium

"Tun wir genug, um in Landwirtschaft und Ernährung nachhaltigen Fortschritt zu ermöglichen? Ich habe da meine Zweifel!" Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung.

Fangen wir mit dem Smartphone in unserer Tasche an. Es ersetzt heute Fotoapparat, Kamera und Album, Briefe und Zeitungen, Radio und Fernsehen, CD-Spieler und Telefon, Diktiergerät und Wecker, Landkarten und Adresskartei. Noch ist es nicht das wichtigste Betriebsmittel der Landwirte. Aber es zeigt sehr gut, was die Digitalisierung ausmacht. Niemand möchte diesen Fortschritt missen. Dass damit die Privatsphäre abgeschafft wird und niemand die technischen Grundlagen der Smartphones versteht, wird ausgeblendet. Was legitimiert dann die grimmige Empörung einiger gesellschaftlicher Gruppen, der Land- und Ernährungswirtschaft eine vergleichbare zukunftsgerichtete Weiterentwicklung zu verwehren?

Ich habe dazu drei Thesen:

These 1: Fortschritt nützt Mensch und Natur. Stattdessen: Natur  statt  Mensch? Es ist löblich, dass sich die Deutschen für Insekten und Unkräuter einsetzen. Tatsächlich gibt es ohne...

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von Klaus Fiederling

Biobetriebe und ihre Einkommenssituation

Es ist unschwer jetzt wieder nachzuvollziehen, woraus im Besonderen Biobetriebe ihre Einkommen generieren. - Fraglich, wie lange unsere Gesellschaft das so mitträgt -wenn wie gerne unbedacht gefordert- die Hälfte der deutschen LN kurz- bis mittelfristig biologisch bewirtschaftet wird. - ... mehr anzeigen

von Cornelie Jäger

Ziemlich platt

Puh, da hat jemand aber die Debatten über Artenschutz oder Agrarwende sehr selektiv verfolgt. Seriöse Diskussionsteilnehmer/innen betonen immer wieder, dass es weder darum geht, Landwirte zu diskreditieren oder auszuschließen, noch zu den Techniken und Methoden des 18. Jahrhunderts ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Darf alleinig Glaube Wissen übertrumpfen?

Im Besonderen, werter Herr Bothe, kann ich Ihrem letzten Satz nur zustimmen: Wir Bauern müssen GEWINNE(!) erwirtschaften können u. zwar über den VERKAUF unserer Produkte sektorenübergreifend. Der Kunde ist König und setzt entsprechende Maßstäbe, ob Sie das nun hören möchten oder ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

2.Kommentar

@Fiederling,ich kann mit Ihrer Meinung absolut nicht konform gehen.Wie sollte sich denn die LW im jetzt und heute weiterentwickeln ohne technischen Fortschritt? Ich kann die Diskussion und die Fürsorge um nachfolgende Generationen kaum nachvollziehen, weil jede Generation anders ... mehr anzeigen

von Klaus Fiederling

Fortschrittsglaube: zwingend notwendig oder vielleicht gar gefährlich?

Nun, hochverehrter Herr Prof. Dr. Dr. Hensel, die übernächste Generation wird uns schon mitteilen, ob die Strahlenbelastung der Smartphones nun gut oder böse ist, dann war. // zu These I: Genau eine solche Grundhaltung hat uns in die aktuelle Misere des jährlichen Monokulturenanbaus ... mehr anzeigen

von Christoph Blankenburg

Prof Hensel.. .

... hat wie immer hervorragend analysiert und prägnant formuliert. Auch das Resümee, dass wir mehr Kommunikation brauchen, zweifele ich nicht an. Die Frage nach der Art der Kommunikation stellt sich für mich immer stärker. Wir versuchen mit wissenschaftlich fundierten Fakten und ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Prof. Hensel und die 3 Thesen

Zitat : "Aber das neue Interesse an Ökologie darf nicht auf Kosten der Versorgung mit qualitativ hochwertigen, sicheren und bezahlbaren Nahrungsmitteln gehen. Das gilt erst recht für die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung..." Ein wirklich realistischer Kommentar insgesamt und ... mehr anzeigen

von Jörg Meyer

Stimme zu

Unser Problem in der Landwirtschaft ist doch, dass komplexer Fortschritt i.d.R. an verschiedenste Bedingungen gekoppelt ist, die von einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung nicht verstanden und von einem ebenfalls nicht unerheblichen Teil des Berufsstandes aufgrund sehr ... mehr anzeigen

von Christian Kraus

Ich bin überhaupt nicht gegen Fortschritt aber was ich stark vermisse das wir Bauern was davon haben. Alle Profite des Fortschrittes werden von unseren "Partnern" aus der Industrie mitgenommen. Namentlich für den Fortschritt genannt wurden im Artikel ausschließlich Spritzmittel und ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Endlich mal ein top Gastbeitrag in Top agrar, wurde auch Zeit.

Wir brauchen eine stetige Agrarentwicklung vorwärts und keine Agrarwende rückwärts, wenn wir nicht auf die Schnauze fallen wollen.

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