Lebensmittelkennzeichnung

Hersteller wollen nun doch keine eigene Nährwertampel starten

Aus der von mehreren Konzernen geplanten Lebensmittelampel wird nichts. Die Farbcodierung von Lebensmitteletiketten sei in Kontinentaleuropa zu umstritten, heißt es.

Fünf große Nahrungsmittelkonzerne wollten 2019 ihre eigene Nährwertampel einführen. Doch nun machen Nestlé, Coca-Cola, Mondelez, PepsiCo und Unilever einen Rückzieher, berichtet die Zeitschrift LEBENSMITTELPRAXIS. Die geplante Lebensmittelkennzeichnung werde nicht kommen.

Der zuständige Nestlé-Manager Bart Vandewaetere erklärte demnach in der „Financial Times“, die Farbcodierung von Lebensmitteletiketten sei in Kontinentaleuropa sehr umstritten. Es habe keine Unterstützung seitens der europäischen Institutionen gegeben, um eine Einigung für eine einheitliche Darstellungsmethode auf den Verpackungsmaterialien zu erzielen. Die Europäische Kommission sei bei dem Thema jetzt gefragt.

Die fünf Hersteller hatten zwei Jahre lang an einer neuen Lebensmittelkennzeichnung („Evolved Nutrition Label“) gearbeitet. Das neue Etikett sollte mit Farben von Rot bis Grün ähnlich wie bei einer Ampel anzeigen, ob eine Portion eines Nahrungsmittels reich an Kalorien, Fett, Zucker oder Salz ist. Nach mehreren Tests in verschiedenen Ländern habe jedoch keine Einigung erzielt werden können, zitiert die Zeitung Nestlé-Mann Vandewaetere.

Derzeit gibt es unter anderem in Großbritannien und Frankreich eigene Modelle zur Lebensmittelkennzeichnung. Jüngst haben Danone und Iglo angekündigt, die französische Variante, den sogenannten Nutri-Score, 2019 auch in Deutschland einzuführen.


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