TV-Tipp

Schwarzkittelalarm: "ZDF.reportage" auf der Spur der Schweine

Wildschweine haben sich in Wohngebieten, an belebten Straßenrändern oder Badestränden eingenistet. Die ZDF-Reportage Schwarzkittelalarm begibt sich am Sonntag auf die Spur der Schweine im Nordosten der Republik.

Fast überall in Deutschland haben sich Wildschweine massenhaft vermehrt. Vor allem aus Angst vor der Afrikanischen Schweinepest soll die Jägerschaft die Schwarzwildbestände dezimieren: Es wird befürchtet, dass sich die ansteckende Viruskrankheit auf Hausschweine überträgt.

Doch die Tiere haben gelernt, dorthin auszuweichen, wo üblicherweise nicht geschossen wird: in Wohngebiete, an belebte Straßenränder oder mitten an den Badestrand. Die "ZDF.reportage" begibt sich am Sonntag, 24. Februar 2019, 18.00 Uhr, auf die Spur der Schweine im Nordosten der Republik. "Schwarzkittelalarm - Wildschweine im Küstenland" zeigt sowohl dramatische als bisweilen auch komische Begegnungen mit den Wildschweinen.

An der Ostseeküste hat Urlauber Richard Gehrke aus Magdeburg mit der Kamera aufgenommen, wie zwei Muttertiere mit etlichen Frischlingen seelenruhig über den Strand spazierten - mitten durch die Badegäste. Schwarzwild-Experte Karl-Ernst Brehmer erklärt das Verhalten so: "Wildschweine sind die Art, die am stärksten von allen Wildarten in Mitteleuropa bejagt worden ist - immer schon. Und das hat sie schlau gemacht - abwehrstark."

So haben sie auch gelernt, sich an die Kulturlandschaft anzupassen: Schweine nutzen Mais-, Raps-, und Weizenfelder, um sich in bester Deckung neun Monate im Jahr satt zu fressen und sich ungestört zu vermehren. Zudem sorgen milde Winter dafür, dass die Tiere die kalte Jahreszeit besser überstehen. Es seien vor allem menschengemachte Umstände, die zum starken Anstieg der Schweinepopulation beigetragen hätten, so die Deutsche Wildtierstiftung.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Mais und Kartoffeln

Weizen, Gerste, Roggen, das sind alles Feldfrüchte, die man schon seit Jahrhunderten anbaut. Glaubt man denn wirklich, die Vermehrung der Wildschweine sei allein darauf zurückzuführen, dass heute so viel Mais angebaut wird? Für mich gibt es da einige Ungereimtheiten.

von Reinhard Friedrich

Mastjahre im Wald

führen stets zu einer auserordentlichen Vermehrung der Wildschweinbestände, so die Aussage eines Experten der Wildforschungsstelle in Ravensburg. Das wird von den Kritikern der Landwirtschaft stets verschwiegen und so immer der Eindruck erweckt die Bauern sind ja selber schuld an der ... mehr anzeigen

von Egge Mansholt

Trotz intensiver Bejagung.

Mit dem Wolf wird es genau so kommen, wenn nicht sogar schlimmer.

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