Verdammte Hacke

Ampfer im Grünland ist ein Problem und bedeutet im Biobetrieb in der Regel stechen von Hand. Die Lösung des Start-ups „Paltech“ ist ein selbstfahrender Roboter, der das Unkraut mechanisch entfernt.

Wer bei seinen Großeltern zu Besuch ist und anstatt Kaffee und Kuchen einen Ampferstecher in die Hand gedrückt bekommt, fängt zwangsläufig an, nachzudenken“, scherzt Felix Schiegg über die Geburtsstunde seines Start-ups „Paltech“. Ihm und seinem Bruder Florian Schiegg machten die sonntäglichen Ausflüge ins Grünland zwar Spaß – ihrer Großmutter bei der schweren körperlichen Arbeit zuzusehen, war für die beiden Ingenieure jedoch nicht hinnehmbar. „Mit den heutigen technischen Möglichkeiten erschien es uns unvorstellbar, dass Handarbeit die beste Lösung zur Ampferbekämpfung ist“, so der Ingenieur. Viele andere Optionen gab es aber bis dato nicht. 2016 wurde der Milchviehbetrieb im Allgäu auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln war also keine Option mehr. Die Lösung lag für die Brüder, die beide Ingenieure sind, auf der Hand: Ein selbstfahrender und mechanisch arbeitender Roboter sollte die Arbeit für sie übernehmen. An eben dieser autonomen Maschine arbeiten sie gemeinsam mit ihrem Stiefvater seit zwei Jahren.

Ein unscheinbarer Kasten

Der rund 1 x 1 m große grüne „Kasten“ sieht bei der ersten Betrachtung recht unscheinbar aus: Die gesamte Technik ist auf einem starken Metallrahmen konstruiert. Vier luftbereifte Räder tragen seine knapp 200 kg Gewicht. „Wir brauchten die Kilos, um ihn am Boden zu halten, wenn er in den Boden bohrt“, erklärt Schiegg.

Der Roboter arbeitet zusammen mit einer Drohne, die die Ampfer-Cluster aus der Luft ortet. „Wenn vorab bekannt ist, wo der Ampfer steht, können wir mittels eines Algorithmus den bestmöglichen Fahrweg berechnen. Das spart Zeit“, so der Ingenieur. Mittels...

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