Interview

Hilft die Sektorstrategie in der Krise?

Herr Schmal, auf der Grünen Woche hieß es, die Arbeit der Sektorstrategie ginge erst jetzt so richtig los. Seitdem hat man kaum etwas gehört. Wie kommt das?

Schmal: Aufgrund der Coronakrise haben sich in den Verbänden und Unternehmen die Prioritäten vorübergehend verschoben. Einige wichtige Abstimmungsrunden konnten nicht wie geplant stattfinden. Im Bereich Standardsetzung haben wir aber bereits ein Verhandlungsergebnis zwischen Milchsektor und Lebensmitteleinzelhandel erzielt. Nun geht es weiter mit der Entwicklung der Branchenkommunikation.

Man hört, die Molkereien würden lieber günstig Milch am Spotmarkt kaufen, anstatt sie zu höheren Preisen bei Mitbewerbern zu beziehen, denen Absatzmärkte fehlen. Wo lässt sich da das Ziel der Sektorstrategie erkennen, einen weiteren Strukturbruch zu verhindern?

Schmal: Zunächst einmal stellen wir fest, dass der deutsche Milchsektor wesentlich besser mit dem ersten Coronaschock zurechtgekommen ist als es bei Milchbranchen...


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