So smart ist die Milchproduktion Plus

Digitale Lösungen in Milchviehbetrieben sind nicht neu. Doch immer neue Detaillösungen kommen hinzu. Was erleichtert die Arbeit, was hält nur auf und wo hakt die Weiterentwicklung?

1. Kuhdaten

Die Zeit, in der Sensoren nur die Brunst erkannten, ist vorbei. Unabhängig davon, ob die Sensoren am Hals, Bein oder Ohr der Kuh angebracht sind, erfassen sie Parameter wie Bewegungs- und Wiederkauaktivität, Fressverhalten, Körpertemperatur, pH-Wert im Pansen oder kündigen den Beginn der Kalbung an.

Um die Genauigkeit zu erhöhen, arbeiten viele Sensorsysteme mit der Kombination mehrerer Parameter. Das ermöglicht auch, Erkrankungen der Tiere zu erkennen, bevor sie eindeutig sichtbar werden. Alarmlisten auf dem PC, in einer App oder als Push-Nachricht auf das Smartphone zeigen Kühe an, die der Landwirt oder Herdenmanager sich genauer ansehen sollte. Ortungssysteme erleichtern die Suche nach einzelnen Tieren im Stall. Sie funktionieren auf bis zu 1 m genau.

Die Ortung lässt sich auch nutzen, um die Verhaltensmuster von Kühen zu bewerten: Welche Fressplätze nutzen die Tiere besonders gerne oder wo liegen sie bei hoher Lufttemperatur? Daraus lassen sich auch Rückschlüsse für den Stallbau ziehen.

2. Kälberdaten

Auch im Kälberstall geben Aktivitätssensoren Hinweise auf den Gesundheitszustand der Tiere. Die Tränkemenge von Einzeltieren lässt sich dort über Tränkeautomaten sehr genau erfassen. Im PC-Programm oder mobil über eine App können Landwirte diese steuern, Daten abrufen und auswerten. Eine Vorderfußwaage erfasst das Gewicht der Kälber im Tränkeautomaten. So lässt sich die Tränkekurve, abhängig von der Zunahme der Tiere, gestalten und Krankheiten früher erkennen.

Auch für die Einzelhaltung von Kälbern in Boxen oder Hütten gibt es Lösungen, die eine individuelle Fütterung vereinfachen sollen: Mobile Milchwagen erkennen im Vorbeifahren die Boxennummer und dosieren jedem Kalb, abhängig von Tränkekurve und weiteren Informationen, die passende Milchmenge aus. Vollautomatische mobile Einzelkälbertränken fahren mehrmals täglich an den Boxen entlang. Dabei füttert ein Schwenkarm jedes Kalb individuell und registriert die aufgenommene Milchmenge.

3. Personal

Für die Personalplanung und -verwaltung gibt es zahlreiche Programme sowie Apps, die Beginn und Ende der Arbeitszeit dokumentieren. Über GPS kann der Arbeitgeber sehen, wo der Mitarbeiter mit seiner Arbeit beginnt. Die Programme erstellen Stundenzettel und übermitteln an die Buchführung.

Die...

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