Zehn Alternativen zum Kälberiglu Premium

Für die Einzelhaltung von Kälbern im Freien gibt es verschiedene Hütten- bzw. Boxensysteme. Worin unterscheiden sie sich? Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Die ersten Lebenstage eines Kalbes bestimmen über Leistung und Gesundheit der späteren Hochleistungskuh. Für eine erfolgreiche Aufzucht ist neben einem optimalen Biestmilchmanagement die richtige Haltung entscheidend. Neben Kunststoffiglus haben sich für die Einzelhaltung in den ersten Wochen seit langem klassische Riswicker Kälberhütten bewährt. Hersteller bieten die Hütten heute als Einzel- oder Mehrfachboxen in verschiedenen Ausführungen an.

Allerdings gibt es einige Knackpunkte bei dem System. Das im Vergleich zu Iglus mit Auslauf geringe Platzangebot, ein schlechtes Klima bei Sonneneinfall und die schwierige Reinigung stehen oft in der Kritik. Doch für viele Praktiker überwiegen die Vorteile des Haltungssystems: Sie sind flexibel innen und außen aufstellbar, brauchen wenig Platz und ermöglichen eine einfache Einzeltierkontrolle.

top agrar zeigt eine Auswahl der Einzelhütten für Kälber, die es auf dem Markt gibt (Seite R30) und was Sie beim Kauf beachten sollten.

Wie groß soll die Hütte sein?

Einzelhütten bieten unterschiedlich viel Platz. Abhängig davon, wie lange die Jungtiere darin stehen sollen, gelten bestimmte Mindestanforderungen. Sie sind in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) festgelegt. Der Aufenthalt in den Einzelboxen ist in der konventionellen Milchviehhaltung für die ersten sieben bis 14 Tage vorgesehen und nur bis zur achten Lebenswoche erlaubt. In diesem Zeitraum muss eine Box mindestens 1,20 m lang, 0,80 m breit und 0,80 m hoch sein. Somit muss die Liegefläche eine Mindestgröße von 0,96 m2 haben.

Dr. Hans Jürgen Kunz vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Kiel sagt: „Auf Gut Futterkamp waren uns die Kälberhütten mit mind. 0,96 m2 zu klein. Da wir ad libitum tränken, stecken die Jungtiere voller Energie und benötigen mehr Raum“.

Gruppenhaltung ist Pflicht

Viele Hersteller bieten bereits Modelle an, die eine vorgeschriebene Mindestgröße überschreiten. Von den aufgeführten Hütten bietet das Modell von VDK Products mit 1,7 m2 besonders viel Platz. Aber auch die Hütten von Schrijver und Zimmermann haben großzügige Maße.

Tobias Fink, Rinderreferent am Landwirtschaftlichen Zentrum Baden- Württemberg, erklärt: „Kälber sollten mit 14 Tagen in eine Gruppe kommen.“ Das ist bei den Modellen von Schrijver, Hartmann und VDK Products bereits vorgesehen. Diese lassen sich durch das Herausziehen der Zwischenwände von der Einzel- zur Gruppenbox umfunktionieren. Ein Umstallen ist nicht mehr nötig. Laut den Herstellern haben Jungtiere so weniger Stress. Denn die Umgebung und der Boxennachbar sind bereits bekannt. Einzelboxen...

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Artikel geschrieben von

Christin Heidemann

Praktikantin

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