EU-Milchpreise steigen weiter

Die EU-Molkereien haben ihre Auszahlungspreise im Oktober auf knapp 40 Cent/kg erhöht. Somit wurde für eine Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß rund 0,21 Cent/kg oder 5% mehr gezahlt als im Vormonat. Das geht aus dem Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor.

Die EU-Molkereien haben ihre Auszahlungspreise im Oktober auf knapp 40 Cent/kg erhöht. Somit wurde für eine Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß rund 0,21 Cent/kg oder 5% mehr gezahlt als im Vormonat. Das geht aus dem Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Auzahlungsleistung der Molkereien im Schnitt um 6,28 Cent/kg oder fast 19% verbessert. Da einige Milchverarbeiter wie Friesland, Arla oder DOC Kaas für November weitere Aufschläge angekündigt haben, dürfte die Rekordmarke von 40 Cent/kg spätestens dann geknackt worden sein. Lieferanten des Deutschen Milchkontors (DMK) haben ihre Milch im Oktober laut LTO bereits mit 41,03 Cent/kg vergütet bekommen. Die höchsten Milchpreise wurden wie schon in den Vormonaten von dem finnischen Verarbeiter Hämeenlinnan mit 45,17 Cent/kg gezahlt. Dahinter platzierte sich mit einem Auszahlungspreis von 44,11 Cent/kg die italienische Granarolo vor Friesland Campina mit 43,43 Cent/kg.

Eher am unteren Ende der Auszahlungsleistungen im EU-Vergleich bewegten sich weiterhin die französischen Molkereien. Der LTO-Analyse zufolge konnte lediglich die in der Normandie beheimatete Bongrain im Oktober mit 39,44 Cent/kg ihren Erzeugern knapp das EU-Auszahlungsniveau bieten.

In den Niederlanden und Dänemark können die Milcherzeuger nach Angaben der LTO auf weiter steigende Milchgelder setzen. FrieslandCampina hat angekündigt, den garantierten Milchpreis für die Anlieferungen im November und Dezember um 1,75 Cent/kg zu erhöhen, womit die Vergütung bei rund 45,2 Cent/kg liegen dürfte. DOC Kaas will die Auszahlungsleistung im November um 1,8 Cent/kg auf etwa 41,6 Cent/kg steigern, bei der Arla soll es um 1,0 Cent auf 40,0 Cent/kg nach oben gehen. Damit würde der dänische Molkereikonzern mit der neuseeländischen Fonterra gleichziehen, die bereits im Oktober ihren Erzeugern die Milch mit 40 Cent/kg vergütete. Noch viel mehr erlösten die Lieferanten von Emmi in der Schweiz mit 54,38 Cent/kg, während der durchschnittliche Milchpreis in den USA mit umgerechnet 32,82 Cent/kg unter dem EU-Niveau lag.

Den Marktexperten der LTO zufolge bestehen gute Chancen, dass sich das hohe Milchpreisniveau in der EU noch einige Zeit hält. Frühestens zur saisonalen Angebotsspitze auf der Nordhalbkugel Ende des ersten Quartals 2014 seien spürbare Abschläge möglich. AgE
 

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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