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Grundfutterbörse: Digitaler Marktplatz lindert Futternot

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen erwartet gravierende Ertragseinbußen für die Rinderhalter und verweist auf die Grundfutterbörse.

Die langanhaltende Trockenheit macht den Rinderhaltern zu schaffen, denn auf vielen Betrieben wird das Futter knapp. Maisbestände und Grünland, beides Lieferanten von Silagefutter für Kühe, Bullen und Kälber, haben wegen des fehlenden Niederschlags zum Teil massiven Schaden genommen, informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Auch wenn es gerade geregnet hat, erwarten die Fachleute in der Summe mit gravierenden Ertragseinbußen gerechnet werden. Damit wiederholt sich die zum Teil dramatische Situation des Vorjahres, als die monatelange Dürre viele Rinderhalter in Existenznot brachte.

„Damals wie heute kann die Grundfutterbörse im Internet dabei helfen, Futterengpässe zu beheben“, sagt dazu Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Als neutrales Forum bringe die Börse Betriebe zusammen, die Grundfutter suchen bzw. anbieten. Viele Landwirte hätten bereits im vergangenen Jahr ihre Solidarität gezeigt und in Not geratenen Berufskollegen geholfen. Auch für Schwetje keine einmalige Aktion: „In diesem Jahr habe ich erneut Stroh in die Region Cuxhaven geliefert.“

Unter www.lwk-niedersachsen.de/marktportal könnten Betriebe aus Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern, die mehr Grundfutter produzieren als sie selbst verbrauchen, ihre verfügbaren Mengen an Gras- und Maissilage sowie Heu und Stroh denjenigen Betriebsleitern anbieten, die für ihre Tiere auf der Suche nach Grundfutter sind. Die Eingabe von Angeboten und Gesuchen ist kostenfrei. Anbieter und Nachfrager müssen sich dazu lediglich beim Marktportal registrieren, einloggen und dann die grundlegenden Angaben wie Futterart, Menge, Verfügbarkeit und Kontaktmöglichkeit eingeben. Per Mail können sich die Landwirte daraufhin im direkten Kontakt miteinander schnell über einen möglichen Handel einig werden. Angebote und Gesuche werden nach spätestens vier Wochen gelöscht.

Die Redaktion empfiehlt

Durch die Trockenheit geht den Rinderhaltern in Niedersachsen das Futter aus. Auffällig waren die großen Strohmengen dieses Jahr, die gepresst wurden. Damit ergänzen die Tierhalter das Raufutter.


Diskussionen zum Artikel

von Ottmar Ilchmann

Wo ist die Lösung?

Am besten und einfachsten würde die "dramatische Situation" behoben durch einen deutlichen Anstieg der Erzeugerpreise. Mehr Arbeit, höhere Kosten, weniger Ertrag - in jeder anderen Branche würde das über Preisssteigerungen an die Abnehmer weitergegeben. Dass das bei der Milch nicht ... mehr anzeigen

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