Interview

Können Milcherzeuger aktuell noch Geld verdienen? Plus

Die Produktionskosten der einzelnen Milchviehbetriebe weichen deutlich stärker voneinander ab als die Milchpreise. Simon Ickerott erklärt, dass Kosteneffizienz der Schlüssel zum Erfolg ist.

Herr Ickerott, nach dem aktuellen top agrar-Jahresmilchpreisvergleich erhielten die Erzeuger im Milchjahr 2019 im Schnitt 33,6 ct/kg. Lässt sich damit überhaupt ein Gewinn erwirtschaften?

Ickerott: Viele Betriebe erwirtschaften noch Gewinne im Betriebszweig Milch. Ein Problem sind aber die seit Jahren kontinuierlich steigenden Produktionskosten in der Milcherzeugung. Die Erlösseite steigt dagegen nur geringfügig. Die relative Wettbewerbsfähigkeit der Milcherzeugung nimmt also kontinuierlich ab.

Was zeichnet die erfolgreichen Betriebe aus?

Ickerott: Die erfolgreichen Betriebe sind an vielen Stellen in der Produktion...

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Können Milcherzeuger aktuell noch Geld verdienen?

vor von Ressort Rinderhaltung, Kirsten Gierse-Westermeier , Ressort Rinderhaltung, Katharina Lütke Holz, Ressort Rind

Diskussionen zum Artikel

von Thomas Schaffner

Diese Berater

Vor 25 Jahren wurde uns schon vorgeschwindelt, dass wir die Milch der aufhörenden Betriebe nicht ermelken können. Das ist bis heute nicht eingetreten.

von Norbert Post

Gewinne

Klar muss man Kosten optimieren, tun ja alle ... und die 25% Besten sind ja nicht immer die gleichen. Es ist so absurd, dass diese Argumentation immer noch Bestand hat. Unternehmergewinne ausweisen mit kalkulierten Stundensätzen von 15€.. ja dann würde es sogar noch textile ... mehr anzeigen

von Gerd Schuette

Und...

Bankberater können zB auch in Haftung genommen werden, wenn sie nicht hinreichend auf zB Risiken bei Geldanlagen hingewiesen haben. Also Berater sind nicht per se außen vor.

von Gerd Schuette

Herr Freese, bin ganz bei Ihnen. Mir kommt es nur befremdlich vor, daß Berater von offiziellen Stellen, wie den Kammern, die Vollkostenrechnung außen vor lassen.

von Hermann Freese

Herr Schütte: Berater sind Berater. Entscheiden tun Sie. Und deshalb haften eben auch Sie und nicht die Berater. Ich lasse mir keine Investitionsentscheidungen vom Berater abnehmen. Der will im Zweifel nur mehr an mir verdienen, wenn ich größer bin oder mehr Tiere habe..

von Gerd Schuette

Bei Investitionsentscheidungen ist die Vollkostendeckung zu betrachten. Gerade und auch von betriebswirtschaftlichen Beratern. unterbleibt dies oft. Ist das der Fall, sollten die entsprechenden Berater bei Fehlinvestitionen haftbar gemacht werden können.

von Sonja und Peter Haas

Welche Gewinn ???

Die Gewinne was hier gemeind sind, sind nicht anderes als die Stundenentlohnung für die geleistete Arbeit und davon gibt es in der Milchviehhaltung genügend. Der unterschied zu einem Arbeitnehmer ist der, dass der Arbeitsnehmer sein Lohn für sich Privat ausgeben kann und die meisten ... mehr anzeigen

von Martin Siekerkotte

25%

Besten gibt es so lange bis noch 3 Betriebe übrig sind hier hat einer nichts begriffen schade so sieht unsere Beratung heute aus doch die erfolgreiche Produktion sieht anders aus

von

Eine wichtige Erkenntnis

Ein Satz ist ganz wichtig: Bei sinkenden Mengen steigen die Preise! Fakt ist aber das beim derzeitigen System dem einzelnem nichts anderes übrig bleibt, als die Stückkosten durch höhere Menge bei optimaler Ressourcennutzung zu senken. Das Problem hat der Landwirtschaftsminister von ... mehr anzeigen

von

Eine wichtige Erkenntnis

Ein Satz ist ganz wichtig: Bei sinkenden Mengen steigen die Preise! Fakt ist aber das beim derzeitigen System dem einzelnem nichts anderes übrig bleibt, als die Stückkosten durch höhere Menge bei optimaler Ressourcennutzung zu senken. Das Problem hat der Landwirtschaftsminister von ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Hört auf uns ständig an die 25 % Besten zu messen, jeder Betrieb ist anders ausgelegt, und...

wenn der Durchschnitt nicht davon leben kann, dann ist etwas gewaltig "Faul" im Staate DE! Da werden auch geflissentleich die Altenteiler, Ehefrauen, Kinder und Nachbarn übersehen, die schnell mal für lau einspringen! Wenn alles ordentlich bezahlt wird, würde das Bild noch schlechter ... mehr anzeigen

von Karl Watermann

Traurig aber wahr

Herr Ickerott wird wie seine Beraterkollegen bei der Landwirtschaftskammer NRW von den Beratungsgebühren der Bauern bezahlt. Leider scheint es wohl so, dass kaum einer die Rechtsgrundlagen der Landwirtschatskammer kennt. Im Kammergesetz sind im § 2 die Aufgaben der LWK benannt. Die ... mehr anzeigen

von Andrea Rahn-Farr

Leseempfehlung zum Thema

https://derhoftierarzt.de/2020/02/planwirtschaft-statt-oekologisch-soziale-markwirtschaft/?fbclid=IwAR0Ypwbkyg5OBD2iwhmQFVmwiDOfqBB2rwdgKJ6P3s4SAVpRaR-adNrJFkI

von Diedrich Stroman

Dummes

Geschwätz, wo kommt das Gehalt der sogenannten Experten weg, ich würde sagen, nur die 25 Besten bekommen noch eines! Disese Diskussionen haben wir seit Jahrzehnten auch in der Sauenhaltung, und nun haben wir die bäuerliche Ferkelerzeigung fast abgewickelt, und das Geschwätz der 25 ... mehr anzeigen

von Steffen Hinrichs

Immer schön an den 25% halten ,

bis du nur noch die 25% Besten hast und dann die neue Runde eingeleitet wird !!!

von Gerd Uken

Nichts für ungut aber das mit den steigenden Preisen

höre ich schon seit mind.25 Jahren........ Die Höhen werden kürzer u. die Täler länger. Wenn wir nicht mehr genügend produzieren Holt die Molkereien sich das aus dem Ausland. Letztes Jahr waren es ja schon fast 10%!! Zu den Kosten selbstverständlich werden die steigen weil wir ... mehr anzeigen

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