Fütterung

Wie effizient frisst die Kuh? Plus

Der Futtereffizienz wird große Bedeutung beigemessen. Die Wissenschaft hat auch in Deutschland schon viel zu dem komplexen Thema geforscht. Dennoch bleiben Fragen offen.

Die gleiche Milchmenge aus weniger Futter erzeugen. Das wäre nicht nur für den Geldbeutel der Milchviehhalter positiv, sondern würde auch weltweit wertvolle Ressourcen schonen. Dabei gibt es nicht nur bei der Fütterung auf dem Betrieb Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern. Auch die Zucht kann einen Beitrag leisten. Die Schweine- und Geflügelzucht hat beim Futteraufwand je kg Zuwachs seit Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Auch in der Milchviehhaltung nimmt die Forschung Fahrt auf. Besonders die genomische Zuchtwertschätzung öffnet Türen, denn sie beschleunigt die Untersuchungen.

Was bedeutet Effizient?

„Die Futtereffizienz ist der Futteraufwand in Relation zur Leistung“, sagt Professor Dr. Hubert Spiekers vom Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub. Doch das allein erklärt den komplexen Begriff nicht vollständig. Denn auch der Aufwand der Kühe in deren Aufzucht und für den Fleischansatz (z. B. Zu- und Abnahme und Wachstum der Nachkommen) sei relevant. Auch Professor Dr. Georg Thaller vom Institut für Tierzucht und Tierhaltung in Kiel plädiert dafür, Futtereffizienz nicht zu plakativ zu betrachten. „Es ist wichtig, darüber zu sprechen, welche Form der Effizienz wir überhaupt betrachten und was das Ziel ist“, sagt Thaller. Wenn eine Kuh das Futter besser in Milch- und Fleischleistung umwandelt, aber darunter die Nutzungsdauer oder Gesundheit leiden, wäre das kontraproduktiv. Zudem ist die Bezugsbasis vielfältig: Soll die Kuh effizient bzgl. des eingesetzten Proteins oder Stickstoffverbrauchs, der Energie oder des ökonomischen Wertes sein?

Daher beschäftigen sich deutsche Forschungsprojekte, wie OptiKuh und das Nachfolgeprojekt eMissionCow auch damit, die Zusammenhänge zwischen Futteraufnahme,...

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