Fünf Narkosegeräte zur Auswahl Plus

Aktuell werden in Deutschland fünf Narkosegeräte für die Ferkelbetäubung angeboten. Einige befinden sich zurzeit in der DLG-Prüfung.

Die Hersteller von Narkosegeräten haben die Hände nicht in den Schoß gelegt. Seitdem bekannt wurde, dass sich das Bundeslandwirtschaftsministerium für eine Lockerung des Tierarztvorbehalts bei der Isofluranbetäubung zur Ferkelkastration stark macht und die Anschaffung neuer Geräte bezuschussen will, wurde eifrig gebaut und verbessert. Und bereits vorhandene Geräte wurden an die im DLG-Prüfprogramm definierten Anforderungen angepasst, die mit dem BMEL, Tierärzten und den Herstellern abgestimmt wurden.

Inzwischen werden in Deutschland von fünf Herstellern Narkosegeräte angeboten (siehe Übersicht auf Seite S19). Alle Geräte verfügen über drei bzw. vier Kastrationsplätze, weil sich hier die entstehenden Wartezeiten am besten in die Arbeitsabläufe integrieren lassen.

Stand der Technik

Das DLG-Prüfprogramm sieht vor, dass neue Geräte mit einem manipulationssicheren Zählwerk, einer aktiven Gasrückführung aus den Narkosemasken, einem Aktivkohlefilter zur Vermeidung von Isofluran-Emissionen und einer Sättigungsüberwachung des Abluftfilters ausgestattet sein müssen.

Darüber hinaus gibt es jedoch einige Punkte, in denen sich die fünf Geräte voneinander unterscheiden, wie die folgenden Kurzbeschreibungen und die Übersicht verdeutlichen. Das gilt für die Ferkelschalen und die Maße der Kas-trationswagen ebenso wie für Stromversorgung und den Anschaffungspreis. Wobei der sich noch leicht verändern kann, je nachdem, wie stark die Geräte nach der DLG-Prüfung baulich noch angepasst werden müssen. ▶

1. Anestacia

Das von der niederländischen Firma GDO BV hergestellte Narkosegerät „Anestacia“ wird wahlweise mit drei oder vier Ferkelbehandlungsplätzen ausgeliefert und kostet etwa 9000 bis 10000 €. Die Ferkel werden mit flexiblen Gummibändern in den Schalen fixiert. Das Gerät kann mit vorgefilterter Stallluft oder reinem Sauerstoff als Trägergas betrieben werden. Sobald die nötige Narkosetiefe erreicht ist, wird die Isofluranzufuhr gestoppt und aktiv Sauerstoff bzw. gefilterte Stallluft in die Maske geblasen. Das restliche Isofluran wird durch die...

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