Maximaler Komfort für kranke Schweine

Kranke und verletzte Schweine brauchen einen ruhigen, weichen und warmen Platz, um wieder auf die Beine zu kommen. top agrar zeigt, wie eine optimale Genesungsbucht aussehen sollte.

Schweinen ergeht es ähnlich wie uns Menschen: Wenn sie krank oder verletzt sind, sehnen sie sich nach Ruhe, Wärme und maximalem Komfort. Nur wenn sie von ihren Buchtengenossen getrennt aufgestallt, rechtzeitig behandelt und optimal versorgt werden, haben sie überhaupt eine Chance, wieder fit zu werden. Am besten gelingt dies in speziellen Genesungsbuchten. Hier hat sie der Tierhalter schnell im Blick und kann individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen.

Krankenbuchten sind jedoch kein Hospiz! Hier sollten nur Schweine vorübergehend untergebracht werden, die eine reelle Chance auf Heilung haben. Alle anderen müssen rechtzeitig und tierschutzgerecht per Nottötung erlöst werden. Dafür den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist jedoch mitunter schwierig.

Die folgenden zehn Praxistipps zeigen, worauf Sie beim Einrichten von Krankenbuchten achten sollten.

1. Aussicht auf Heilung?

Ob ein Tier noch Aussicht auf Genesung hat und die Schlachtreife erreichen kann oder besser gleich notgetötet werden sollte, muss für jedes Tier individuell entschieden werden. Hilfe bieten hier die Leitfäden (siehe QR-Code auf Seite S19) zur Transport- und Schlachtfähigkeit sowie zum Nottöten von Schweinen, die die LWK Niedersachsen gemeinsam mit der TiHo Hannover und dem Landkreis Cloppenburg erarbeitet hat. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen.

2. Separationsbucht

Bei äußeren Verletzungen wie kleinen, offenen Wunden und leichten Bissverletzungen reicht es oft schon, die betroffenen Tiere kurzzeitig von der übrigen Gruppe zu separieren und zu behandeln. Ideal ist es, wenn sich für diese Tiere kleine Bereiche der Bucht flexibel durch...