Moderne Getreideanlage, hohe Futterqualität

In puncto Futterhygiene und -qualität bietet eine moderne Getreideanlage zahlreiche Vorteile. Was es dabei zu beachten gilt, erklärt Spezialberater Malte Bombien.

In den letzten Jahren haben viele Schweinehalter ihre Bestände aufgestockt. Die Getreideanlage ist aber oft nicht mitgewachsen und im Laufe der Zeit in die Jahre gekommen. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, über eine neue Anlage bzw. eine Modernisierung nachzudenken. Neben einer größeren Verarbeitungs- und Trocknungskapazität bietet eine eigene, moderne Getreideanlage unter anderem die Unabhängigkeit von Fertigfutterlieferanten. Zudem kommt diese dem zunehmenden Wunsch der Verbraucher nach mehr Regionalität entgegen.

Mit einer eigenen Getreideanlage haben Schweinehalter außerdem die Qualität des zu verfütternden Getreides vom Feld bis in den Trog selbst in der Hand − und damit auch die Gesundheit und die biologischen Leistungen ihrer Schweine.

Worauf es für Tierhalter bei einer Erweiterung bzw. einem Neubau der Getreideanlage ankommt, erklärt Malte Bombien, Spezialberater für Getreidetrocknung und -lagerung.

Windsichter zur Reinigung

Für Veredler ist die Qualität des Getreides das A und O. Denn mit Mykotoxinen belastetes Erntegut kann die Fruchtbarkeit der Sauen und die Mastleistungen erheblich herabsetzen. Deshalb sollte das Getreide vor der Lagerung intensiv von Strohteilen und Schmachtkörnern gereinigt werden.

Diese sind in der Regel stärker mit Fusariumtoxinen belastet als das ausgebildete Korn. Auch Schwarzbesatz wie Mutterkorn und Brandbutten sowie Bruchkörner, die besonders attraktiv für Lagerschädlinge sind, sollten aus dem Erntegut entfernt werden.

In der Praxis haben sich für die Reinigung vor allem Windsichter bewährt. Sie sind günstig und arbeiten zuverlässig. Bei einem Neubau bzw. dem nachträglichen Einbau einer Getreidereinigung sollten Sie darauf achten, dass Sie den Windsichter über kurze Leitern gut erreichen können. Denn nur dann ist es möglich, die Anlage auch regelmäßig zu kontrollieren und zu reinigen.

Damit sich die Getreidereinigung nicht zum Nadelöhr der gesamten Anlage entwickelt, muss der Windsichter zur vorgeschalteten Förderleistung passen. Dabei gilt, dass die Leistung der Reinigung rund 10 bis 20% höher sein sollte als die vorgeschaltete Förderkapazität. Um auf unterschiedlich starken Besatz in einer Getreidepartie reagieren zu können, muss die Leistung des Windsichters zudem frei regelbar sein.

Lässt sich eine Reinigung bei einer Modernisierung der Getreideanlage in Altgebäuden beispielsweise aus Platzgründen nicht einbauen, kann auch eine mobile Reinigungskombination bei der Getreideannahme eine Alternative sein.

Mit Säure konservieren

Frisch geerntetes Getreide mit einer Kornfeuchte von mehr als 14% ist nicht ohne Weiteres lagerfähig. Schimmelpilze, Hefen, Bakterien sowie Ungeziefer können das Getreide angreifen, sodass es nicht mehr als hochwertiges Futtergetreide geeignet ist. Um...


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