Umbau der Tierhaltung

AEF will Umsetzung der Borchert-Empfehlungen kritisch begleiten

Eng begleiten will das AEF den Entscheidungsprozess der Borchert-Kommission zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland, um ggfs. selbst rechtzeitig Änderungsvorschläge einbringen zu können.

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) will den weiteren Beratungs- und Entscheidungsprozess der Borchert-Kommission zum Umbau der Tierhaltung in Deutschland kritisch begleiten, um so rechtzeitig auf Konflikte hinweisen und selbst Änderungsvorschläge einbringen zu können. Das hat der AEF-Vorsitzende Uwe Bartels vorige Woche in Vechta bei der konstituierenden Sitzung der AEF-Arbeitsgruppe „Zukunft der Nutztierhaltung“ angekündigt. Mit Blick auf die Betroffenheit der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Niedersachsens müsse ein besondere Augenmerk auf den Transformationsprozess in der Tierhaltung gerichtet werden, ebenso auf die Auswirkungen des Umbaus auf die gesamte Wertschöpfungskette, teilte das AEF mit.

Die Arbeitsgruppe hat sich eigenen Angaben zufolge ein großes Pensum vorgenommen. Geplant ist eine umfassende Folgenabschätzung - unter Einbeziehung des Sachverstandes der AEF-Mitgliedsunternehmen und der Wissenschaft. Im Bau- und Umweltrecht sollen die Änderungsvorschläge der Borchert-Kommission kritisch geprüft werden. Experten aus Praxis und Wissenschaft werden laut dem Fahrplan der AEF die zugrundegelegten Tierwohlkriterien für Geflügel und Schwein erörtern. Die Tierwohlabgabe und Tierwohlprämie sowie das staatliche Tierwohllabel als Steuerungsinstrumente für den Transformationsprozess sollen auf ihre Wirksamkeit hin geprüft werden, ebenso wie andere Lenkungsmaßnahmen. In einem weiteren Arbeitspaket will sich die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Dr. Ralf Kosch vom Stalleinrichtungshersteller Big Dutchman mit den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen des Transformationsprozesses befassen.


Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Ausgleich

hier wird davon geredet einen Ausgleich für mehr Tierwohl. Das immens höhere Baukostenvolumen wird nicht berücksichtigt. Plane den gleichen stall in Deutschland und Kroatien. Mit wieviel tausend Euro Unterschied wird wohl der Kuhplatz in beiden Ländern gebaut werden?

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