EU-Schweinebestand: Frankreich stockt ab, Spanien auf

Im vergangenen Jahr haben 13 von 21 ausgewerteten EU-Staaten den Schweinebestand reduziert. Das berichtet das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat).

Im vergangenen Jahr haben 13 von 21 ausgewerteten EU-Staaten den Schweinebestand reduziert. Das berichtet das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat). Unter den größeren Produzentenländern musste dabei vor allem Frankreich mit einem Minus von 2,4 % auf 13,4 Mio. Tiere einen überdurchschnittlichen Rückgang verkraften. In Deutschland, Italien, Polen und den Niederlanden ging die Zahl der Schweine um jeweils rund 1 % zurück. Weitgehend stabile Bestände im Vergleich zum Vorjahr meldeten Rumänien mit 5,23 Mio. Tieren und Portugal mit 2,0 Mio. Schweinen.

In Schweden, das laut dortigem Bauernverband wegen hoher Tierschutzauflagen jahrelang rückläufige Bestände aufwies, konnte sich der jüngsten Erhebung zufolge die Zahl der Schweine erstmals seit langem wieder auf einem Niveau von 1,48 Mio. Tieren stabilisieren. Leicht aufgestockt haben 2013 die dänischen Schweinehalter ihre Herden, und zwar insgesamt um 1,0 % auf 12,4 Mio. Tiere. Ähnlich groß fiel das Plus in Tschechien mit 0,9 % auf 1,55 Mio. Schweine aus. Am stärksten ausgedehnt wurde nach den bisher vorliegenden Zahlen die Schweinepopulation in Spanien mit einem Zuwachs um 1,6 % auf 25,65 Mio. Stück.

Polen verliert ein Drittel seiner Sauen

Ähnlich wie in den Vorjahren haben die EU-Schweineproduzenten auch 2013 ihre Sauenherden wieder überdurchschnittlich abgestockt. Am deutlichsten war dies laut Eurostat in Polen zu spüren; dort wurden seit Dezember 2012 rund 57.000 Tiere oder 5,6 % aller Sauen aus der Produktion genommen. Innerhalb von vier Jahren hat die Zahl der Sauen in dem Nachbarland sogar um etwa 30 % auf nur noch 955.000 Tiere abgenommen. Auch die italienischen Ferkelerzeuger haben ihre Sauenherden zuletzt spürbar reduziert; im Dezember 2013 waren mit 590.000 Stück rund 5 % weniger Tiere als ein Jahr zuvor aufgestallt. Deutsche und französische Sauenhalter hatten im Vergleich zum Vorjahresszeitpunkt jeweils rund 3 % weniger Tiere im Stall.

Dagegen stockten die niederländischen und dänischen Berufskollegen ihre Herden entgegen dem allgemeinen EU-Trend um 1,3 % bzw. um 2,4 % auf. Einen noch stärkeren Zuwachs gab es in Schweden mit 5,0 % und in Tschechien mit 6,5 %; allerdings dürfte der dortige Sauenbestand mit jeweils rund 150.000 Tieren für die gesamte EU-Produktion nicht entscheidend sein.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Regina Imhäuser

Redakteurin Schweinehaltung

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