Immunokastration

Improvac: „Die zweite Impfung entschei­det übers Geld“ Plus

Die Impfung gegen Ebergeruch wird derzeit bei rund 100.000 Schweinen in der Praxis getestet. ­top agrar sprach mit Christa Niemann, Deutscher Bauernverband, über erste Ergebnisse.

Frau Niemann, in fünf Monaten dürfen männliche Ferkel nicht mehr betäubungslos kastriert werden. Wie sehen Sie die Marktchancen der derzeit zugelassenen Kastrationsalternativen?

Niemann: Der Absatzmarkt für Jungeber bleibt begrenzt, weil das Fleisch bei der Verarbeitung deutliche Nachteile aufweist. Neben den Geruchs­auffälligkeiten ist auch die Fettqualität bei diesen Tieren nicht optimal. Die Isofluran-Narkose ist für viele Betriebe eine Alternative, da jetzt mehrere Geräte zugelassen sind. Die männlichen Ferkel dürften uneingeschränkt vermarktungsfähig sein. Bei der Injektions-Methode müssen wir abwarten. Fraglich ist, ob sich Tierärzte finden, die genug Personal zur Verfügung haben, um die Narkose zu setzen. Zudem muss sich erst noch herausstellen, ob und wie sich das ­Verfahren in die Arbeitsabläufe der ­Betriebe integrieren lässt . Bei der Immunokastration mit Improvac bestehen vor allem seitens der Abnehmer weiterhin Bedenken. Dabei ist das Fleisch der geimpften Tiere ­qualitativ dem Fleisch von Sauen oder Kastraten gleich zu setzen.

Sie stehen mit Betrieben im Austausch, die mit der Improvac-­Impfung arbeiten. Was sagen die Landwirte?

Niemann: Betriebsleiter, die sich mit der Impfung intensiv beschäftigen und sich auf das...

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Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Herr Dörmann -

Ihre Erklärung ändert aber nichts daran, daß die Improvacimpfung in Zukunft für die Ökobetriebe verboten ist. Was steckt da dahinter?

von Heinrich Albo

Es gibt nur einen

Vorschlag hierzu von der EU-Kommission. Die Impfung ist aus menschlicher Sicht wahrscheinlich die tierschonenste Variante. Am gesündesten und Risiko ärmsten ,für ALLE Beteiligten ist das bisherige konventionelle Verfahren !!!!

von Frank Wolf

Unglaublich

Offensichtlich steht Frau Niemann vom DBV voll hinter Improvac. Das sollte man doch hinterfragen. Genauso die Tatsache, dass Improvac in der Öko-Tierhaltung künftig voraussichtlich nicht mehr eingesetzt werden darf, weil es ein hormonähnlicher Stoff ist. Wie kann man es gut ... mehr anzeigen

von Erhard Dörmann

mangelnde Information?

1. Man sollte sich schon etwas informieren, bevor man solche Statements von sich gibt. Es handelt sich um eine Impfung, die sich auf den Hormonhaushalt der Schweine auswirkt. Es handelt sich nicht um eine Hormonbehandlung! 2. Frau Niemann stellt die Dinge sachlich dar, was daran ... mehr anzeigen

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