Neutrale Prüfung von Nebenprodukten

Die Landwirtschaftskammer NRW plant ein Futtercontrolling für Nebenprodukte.

Viele Nebenerzeugnisse aus der Lebensmittelproduktion oder der Gewinnung erneuerbarer Energien eignen sich gut als Futtermittel. Deshalb sind sie bei Schweinemästern sehr beliebt. Viele Nebenprodukte enthalten jedoch unkonventionelle oder sehr einseitige Inhaltsstoffe. Für ihren gezielten Einsatz in der Futterration benötigen die Landwirte daher seriöse Angaben zum Futterwert.

Einige Anbieter klären ihre Kunden bereits heute darüber auf, was ihre Nebenprodukte enthalten und informieren sie über die Analysewerte - aber leider nicht alle. Um das Vertrauen in die Produkte zu stärken und Transparenz zu schaffen, will die Landwirtschaftskammer deshalb demnäst ein Futter-Controlling für Nebenprodukte einführen, berichtet Fütterungsexperte Dr. Gerhard Stalljohann in der aktuellen Ausgabe des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben (www.wochenblatt.com).

Das Ganze soll ähnlich ablaufen wie das bereits bei industriell hergestellten Mischfuttermitteln durch den Verein Futtermitteltest (VFT) geschieht. Die Probengewinnung sei zwar nicht so einfach wie bei Mischfuttermitteln, da Nebenprodukte häufig flüssig angeliefert werden und vor der Probennahme aufgerührt werden müssen. Stalljohann ist jedoch zuversichtlich, dass man auch für dieses Problem eine Lösung finden werde, sodass Nebenprodukte künftig regelmäßig analysiert und bewertet werden können.

Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

Ein früherer Beitrag von mir...

In der DDR waren wir weiter (mein Beitrag "Die Goldene Tonne" in OTZ Gera) zum Thema Ein sehr interessanter und wichtiger Report über die Ressource Lebensmittelabfälle. Allerdings waren wir da in der Vergangenheit bis 2006 (EU-Verbot) schon mal weiter, was den Einsatz von Küchenabfällen betrifft. Zu DDR-Zeiten wurden Küchen- und Lebensmittelabfälle von der Stadtwirtschaft gesammelt, in Gera gab es die "Speckitonnen",erhitzt und mit anderen Futterkomponenten gemischt an Mastschweine verfüttert. Damit wurde eine wichtige Futterreserve erschlossen, man hat den Mastbetrieb mit guten Mast-und Schlachtleistungen belohnt und erhöhte die Schmackhaftigkeit des Futters. Leider ist das heute nicht mehr möglich, und so gehen wertvolle Energie-und Eiweißreserven in den Müll. Bedenkt man die gegenwärtige Erntesituation und die steigenden Getreidepreise, dann wäre das gerade in der Gegenwart ein wichtiger Faktor zur Minderung von Futterkosten in der Tierproduktion und ein Beitrag zur umweltfreundlichen Landwirtschaft. Wir hatten 10000 MS/a(teilweise Export BRD, Holland, SU).Die Tiere wurden als Läufer(kamen alle aus einer Anlage)eingestallt und dann gegen Rotlauf und Schweinepest geimpft.~7000to Küchenabfälle/a wurden gekauft, sterilisiert und nach dem Rostocker FBS berechnet, mit anderen Futtermitteln gemischt und dann feuchtkrümelig verfüttert. Eine Fremdkörperabscheider war bei der Annahme installiert.

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