Dringend handeln

Schlachthofskandale: Bundestierärztekammer fordert Optimierung der Kontrollen

Da es immer noch Tierschutz-Probleme auf Schlachthöfen gibt, fordert die Bundestierärztekammer Videoüberwachung, ein Zulassungsverfahren für Betäubungsgeräte, mehr Fachaufsicht und Behördenhilfe.

In einer beunruhigenden Regelmäßigkeit tauchen schreckliche Bilder von Tierschutzskandalen auf Schlachthöfen in den Medien auf. Die Vorfälle verdeutlichen die Notwendigkeit einer umfassenden Diskussion über die Zukunft der amtlichen Fleischhygieneüberwachung, mahnt die Bundestierärztekammer (BTK).

Der Verband hatte bereits wiederholt auf Missstände hingewiesen und Vorschläge zur Verbesserung vorgelegt. „Da die Tierschutzverstöße aber nicht abreißen, müssen kurzfristig Maßnahmen ergriffen werden, um die Schlachttier- und Fleischuntersuchung einschließlich der Tierschutzüberwachung in Schlachtbetrieben weiter zu verbessern“, fordert Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK.

Ere hält es für dringend erforderlich, dass sich Bund und Länder gemeinsam des umfassenden Themas der amtlichen Fleischhygieneüberwachung annehmen. Alle an einer Schlachtstätte tätigen Tierärzte seien verpflichtet, Missstände, die zu vermeidbaren Schmerzen oder Leiden bei Tieren führen können, abzustellen und an die für den Vollzug zuständigen Behörde zu melden, damit unverzüglich rechtliche Maßnahmen eingeleitet und vollzogen werden. Um die amtlichen Tierärzte bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen und die Einhaltung ihrer Verpflichtungen zu ermöglichen, schlägt die BTK zeitnah folgende Maßnahmen vor.

  • Einführung der Videoüberwachung
  • Zulassungsverfahren für Betäubungsgeräte
  • Stärkung der Fachaufsicht auf allen Ebenen
  • Qualifizierung und Unterstützung der amtlichen Tierärzt:innen durch die zuständige Behörde